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Aus der Sicht der Verlassenden

Odium

Odium

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Wie ist eine Trennung für die Person die verlässt?
Ich kann mir das ganze einfach nicht vorstellen, meine Ex z.B war bei jedem Kontakt nach der Trennung einfach eiskalt, brutal unfreundlich und beleidigend, als würde sie mich plötzlich hassen.
Am Tag der Trennung wurde noch zusammen geweint und wir haben noch so gesprochen, als wären wir zumindest Freunde.
Was geht in so einer Person vor? Wieso wird man auf einmal so ganz anders? Wie kann man jemanden so schnell vergessen, mit dem man so viel Zeit verbracht hat? Leiden diese Personen denn überhaupt, oder haben diese ihr Herz in den letzten Monaten vor der Trennung fast komplett abgetötet?

05.03.2017 16:50 • #1


Froschkönig


Schöner Thread Odium.
Ich kann da leider nicht viel zu Schreiben, ich kann mich nicht
in so ein brutales Schwe... wie meine EX rein versetzen.
Da fehlt mir die Perverse phantasiereiche kriminelle Art zu.

05.03.2017 16:59 • x 1 #2



Aus der Sicht der Verlassenden

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Ria78


Es gibt nicht nur einen Weg des Verlassens, deshalb ist eine pauschale Antwort darauf unmöglich. Es hängt von der Interaktion des jeweiligen Paares ab. Es gibt die Form des Verlassens, der am Ende eines Prozesses steht, bei dem beiden ehrlich und fair eingebunden und handlungsfähig waren. Das ist wohl der bestmögliche Fall, weil es danach durchaus möglich ist weiterhin eine gute Beziehung zu führen. Dann gibt es die Fälle des Verlassens in der eine Partei glaubt deutliche und klare Signale gesetzt zu haben, der andere fällt jedoch aus allen Wolken, weil diese nicht ankamen. Die letzte Variante ist die Nichtkommunikation in der Prozesse im Hintergrund schweigend ablaufen. Diese Trennungen sind wohl die Härtesten, weil sie einen anderen sehr unvermittelt treffen können. Am Ende dieses Verlassens steht dann meist ein kompletter Scherbenhaufen.
In allen Fällen bin ich jedoch sicher, dass der Mensch kein Unbekannter geworden ist sondern sich nur (zeitweise) gewisser Strategien bedient um diese Trennung vor sich selbst am besten rechtfertigen zu können. Diese entfallen, wenn man sich eben gemeinsam trennt.

05.03.2017 17:07 • x 1 #3


dollesDing

dollesDing


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Gute Frage....
Zerbreche mir, wie so viele hier auch täglich den Kopf über die möglichen Gedanke und Gefühle.
Derzeit fahre ich die Strategie, selbst die kalte Schulter zu zeigen und Kontakt aus dem Weg zu gehen, um das nicht von der anderen Seite eventuell mitzubekommen. Habe also schützende Vorkehrungen getroffen, aus Angst, vor den Kopf gestoßen zu werden. Ja, soviel zu meinem persönlichen Umgang damit.
Ich entscheide, ich mache. Schütze mich vor Abweisung, indem ich selbst abweise.

05.03.2017 17:21 • x 1 #4


fe16

fe16


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@Odium

mein kleiner kater , ich gebe mal meine Meinung dazu wie sich ein Mensch fühlt der verlässt ,
ich gestehe ich habe einmal eine Beziehung beendet, es war besser für beide .
und ich fühlte mich nicht gut.
einerseits befreit aber andererseits dieses Gefühl war es richtig.
ich habe lange gerungen mit mir und viel in die Beziehung gesteckt , aber letzendlich habe ich geredet und bin nicht abgetaucht oder habe gelogen bin weggelaufen
auch ein ende sollte fair sein find ich

05.03.2017 17:29 • x 2 #5


Mandarin96


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Das würde mich ehrlich auch interessieren. Gerade weil mein ex alles mit sich ausgemachteste und mich vor vollendete Tatsachen gestellt .... schon zum zweiten Mal . Sieh es als Push

05.03.2017 17:33 • #6


Odium

Odium


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Zitat von Ria78:
Dann gibt es die Fälle des Verlassens in der eine Partei glaubt deutliche und klare Signale gesetzt zu haben, der andere fällt jedoch aus allen Wolken, weil diese nicht ankamen.


Diese Variante durfte ich erleben, ich hätte es wirklich niemals gedacht, als es dann an diesem Tag tatsächlich passierte, war ich mehr als geschockt.
Dennoch verstehe ich den Gedankengang da nicht, man hat sich doch so viel aufgebaut und plötzlich wirft man es weg, einfach weil es nicht mehr passt? Da kann man doch daran arbeiten, aber dafür fehlte einfach die Kommunikation.

05.03.2017 20:20 • x 4 #7


Odium

Odium


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@fe16
Wie viel früher, vor der Trennung, wurde dir klar, das es keinen Sinn mehr hat?
Dachtest du danach noch an deinen Ex und wie bist du nach der Trennung mit ihm umgegangen?

05.03.2017 21:34 • #8


fe16

fe16


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@Odium
wir waren nur 6 monate oder 8 monate zusammen
er lebte mit seinem sohn zusammen hat viel gearbeitet und wenig zeit
ich war auch im 3 schichtsystem beschäftigt
zuhause Tochter und Freund und enkeltocher
alles lief gut

dann aber brach mein kreuz zusammen Bandscheibenvorfall
Krankenhaus
er besuchte mich Sommer heiss und er fragte möchtest du ein Eis ich hole dir eins
ich ja bitte keine Schokolade /Nuss oder so was in der richtung

Rate was ich für eis bekam?
genau das was ich nicht mag rate wer es Ar. er

nach KH entlassung hatte ich eine Madratze im wohnzimmer liegen Treppen gehen ging erst mal nicht
mich bewegen ging nicht
die krönung desen aber war
er kam setzte sich aufs sofa
hole mir mal was zu trinken
ich ,du weisst doch wo es ist ,er ja aber ich war arbeiten du bist krank
geh
und bring mir ein Glas mit

hallo das war echt zu hart mag man jetzt wenn man es liest nicht verstehen
aber mein linkes bein war auch gelähmt und ich froh wenn ich mich nicht bewegen musste

ich habe dann gefragt ist das dein Ernst
er ja
ich ok tut mir leid ich denke du gehst jetzt scheinbar hast du kein verständnis für mich
er du übertreibst so krank bist du nicht
ich Danke und raus bitte mit dir

er rief noch mal an wir redeten
meine Meinung zählt nicht was er sagt ist richtig

wie hättest du entschieden

heute weiss ich es war besser so
eigentlich wusste ich es schon als er ging
so behandelt man keinen menschen

05.03.2017 21:49 • x 1 #9


Odium

Odium


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In der Hoffnung vielleicht etwas Klarheit zu kriegen, schreibe ich mal wieder etwas um den Thread nach oben zu befördern.

16.03.2017 21:01 • #10


Waldfee47

Waldfee47


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Was für eine Klarheit möchtest du, lieber Odium?

16.03.2017 21:03 • #11


_Tara_

_Tara_


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Ich denke: auf welche Art man verlässt bzw. eine Beziehung beendet, ist genau so individuelle Charaktersache, wie jede andere zwischenmenschliche Verhaltensweise auch und daher nicht zu verallgemeinern.

16.03.2017 21:10 • #12


Waldfee47

Waldfee47


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Zitat von _Tara_:
Ich denke: auf welche Art man verlässt bzw. eine Beziehung beendet, ist genau so individuelle Charaktersache, wie jede andere zwischenmenschliche Verhaltensweise auch und daher nicht zu verallgemeinern.

das denke ich auch
ich kann nur davon berichten, wie es war, als ICH VERLASSEN HABE

16.03.2017 21:11 • #13


Odium

Odium


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@Waldfee47
Falls du es teilen möchtest... bitte. Vielleicht gibt mir das irgendeine Erkenntnis.

16.03.2017 21:32 • #14


Waldfee47

Waldfee47


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Also:
Ich war 20
Es war meine erste Liebe.
Wir waren zusammen in der Schule, er war der Klassensprecher und er saß 2 Jahre vor mir. In jeder 5 MinutenPause redeten wir miteinander und machten Späße, wir hatten Insiderwitze und er schrieb mir auf dem Taschenrechner "Wörter, verkehrtherum..." .. wir hatten viel Spaß, ich erzählte ihm von unglücklichen Lieben ..und irgendwann merkte ich, dass ich mich in ihn verliebte.. und zwar wie.. er war wie ich nur männlich, das dachte ich immer.. ähnliche Seele.. ähnliche Ansichten...eigentlich wollte ich Kinder mit ihm.. und ich betete und hoffte, dass er mein erster Freund werden wird..
das Hoffen und Beten ging ca. 3 Jahre,,.. ich war immer verliebt in ihn...nachdem die Schule vorbei war, Abschlussfeier, war ich todunglücklich, denn wir waren immer noch nicht zusammen.
Er war aber der Klassensprecher und er organisierte die Klassentreffen und die waren dann 2 Jahre lang alle 4 Wochen.

Nach 2 Jahren kamen wir dann endlich zusammen... und es war eine wunderschöne Liebe.
Aber ich hatte immer Angst, ihn zu verlieren...irgendwann waren meine Gefühle weg, ich weiß bis heute nicht warum
mir ging es furchtbar. Ich war unglücklich. hatte ein schlechtes Gewissen und auf einem Wochenendtrip weinte ich die ganze Zeit, ich fühlte immer: ES IST VORBEI
WARUM weiß ich nicht
aber es war VORBEI.. obwohl ich das nicht wollte.. meine Gefühle kamen nicht mehr....
ich quälte mich... dachte, ich bin nicht liebefähig..verurteilte mich selbst..
dann trennte ich mich vorübergehend für 3 Monaten, die Zeit war furchtbar... morgens wollte ich ihn, abernds nicht mehr
warum weiß ich nicht...vielleicht hatte ich Angst, dass ER MIT MIR SChLUSS macht, ich war damals sehr eifersüchtig und dachte immer, dass ich es nicht wert bin geliebt zu werden, mein Selbstbewusstsein war schlecht.
Ich kürzte die vorläufige Trennung ab, weil ich immer noch das Gefühl hatte ihn nicht mehr zu lieben...
ich trennte mich..teilweise bereue ich es bis heute
es war eines der schlimmsten Sachen in meinem Leben..
aber ich wollte einfach nicht unaufrichtig sein.
Seit dem hab ich immer Angst, dass Liebesgefühle verschwinden.
Schlussmachen war schlimm für mich.
Verlassenwerden ein anderer viel schlimmerer Schmerz, kaum auszuhalten....ein Schmerz wie eine massive körperliche Krankheit, dachte immer, wenn es Intensivstationen für gebrochene Seelen und Herzen gäbe.. ich wäre dort und würde rund um die Uhr an einer Trost-Infusion hängen...es ist besser, nahezu vorbei... nur als Trost..
was aber beim Selbt-Verlassen ist, was ich sehr schlimm fand: Man hat ein schlechtes Gewissen und in meinem Fall waren einfach die Gefühle weg. und das wollte ich selbst nicht.. ich habe selbst 3 Jahre gelitten..
aber ich war schon immer von der tiefgründigen, langsamen Sorte.
Alles Liebe,
Waldfee

16.03.2017 21:45 • x 3 #15



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