Zitat von DieSeherin:daraus haben aber fast alle geschiedenen gelernt - die ehe mit meinem ehemaligen affärenmann zeichnet sich dadurch aus, dass wir unsere liebe viel dankbarer annehmen und den alltag viel bewusster gestalten.
Ich würde "fast alle" durch "manche" ersetzen. Ich glaube, dass eine Beziehung nachdem die Kinder größer sind, leichter zu leben ist. Also die, nach der Elternehe. Und gerade, wenn es eine neue Beziehung ist, scheint sie noch leichter (im Sinne von befreiender) zu sein.
Und ja, mir geht es auch so. Ich habe viel gelernt, mein neuer Partner hat mich zu einem besseren Menschen gemacht. Sagte ich erst neulich zu ihm.
Aber wir konzentrieren uns nur auf uns beide und nur auf die jeweiligen Bedürfnisse gleichermaßen, selbst, wenn wir in Gesellschaft sind (Damit meine ich nicht, dass wir aneinanderkleben.), in der Zeit, die wir haben und da haben wir natürlich immer mehr, je größer und selbstständiger und unabhängiger die Kinder werden.
Und in meiner Mutterrolle kann ich mich voll und ganz auf die Kinder konzentrieren, ohne schlechtes Gewissen, weil jemand ein Aufmerksamkeitsdefizit hat. Der andere ist dann meist nicht vor Ort und kann sich um sich selbst und seine Aufgaben kümmern. In einer Elternehe ist es oft chaotisch und mit Paar- und Familienzeit vermischt, ohne dass es gleich jemand merkt.
Das ich so denke, liegt vielleicht auch an meinem Ex, der wenig Verantwortungsbewusstsein, eher emotional Unreif war und mit einem Aufmerksamkeitsproblem ausgestattet war. Und nein, er ist nicht allein schuld. Ich habe auch Fehler gemacht.
Aber ich habe auch die Beobachtung gemacht, dass vor allem Männer eher eine Beziehung beenden, wenn schon die nächste bereitsteht und dann seltener lernen, sondern einfach neu dort weitermachen wo sie standen und davon ausgehen, dass die Frau besser, einfacher, passender oder was auch immer ist, halt weniger Eigenverantwortung übernehmen oder reflektieren.
Aber wie immer...meine persönliche Meinung! Und natürlich gibt es immer Ausnahmen.