Carocaro
Gast
Ich lebe seit ca. 10 Jahren mit meinem Partner zusammen, seine mittlerweile 17jährige Tochter ist die halbe Woche bei uns, die andere Hälfte bei ihrer Mama. Das hat soweit immer ganz gut geklappt. Ich halte mich aus Erziehungsfragen weitgehend raus, was nicht bedeutet, dass ich nicht auch mal was sage was unser zu Hause betrifft. Einige Dinge sehe ich kritisch, z.B. dass sie an Wochenenden bis nach Mitternacht ausgeht und auch diverse Dinge konsumiert. Aber mein Partner und die Mama akzeptieren das so.
Nun zum eigentlichen Problem. Die Tochter nimmt die aktuelle Corona Pandemie überhaupt nicht ernst. Sie will sich amüsieren und auf nichts verzichten, der Rest ist ihr egal. Mein Freund, ihr Papa, gehört zur Risikogruppe. Ich selbst habe Asthma und eine Autoimmunkrankheit. Demzufolge fühle ich mich höchst unwohl, wenn sie bei uns zu Hause ist. Ich habe Angst, dass sie uns das Virus mitbringt. Nicht falsch verstehen, ich denke wir alle können uns anstecken und wenn es passiert, dann passiert es. Aber ihr Verhalten ist einfach extrem fahrlässig und ignorant, sie provoziert eine Ansteckung regelrecht indem sie ständig viele und immer andere Freunde trifft. Mein Freund und ihre Mutter lassen sie machen.
Wenn ich mit meinem Partner über mein Unwohlsein sprechen möchte blockt er ab. Er ist sehr konfliktscheu und möchte die Freiheit der Tochter nicht einschränken, auch wenn ich merke, dass ihm ihr Verhalten auch Sorgen bereitet.
Ich weiss nicht, wie ich die Situation verbessern kann. Die Pandemie wird uns wohl noch länger begleiten und momentan würde ich am liebsten ausziehen. Aber ich wohne ja gerne mit meinem Freund zusammen. Nur mit der Tochter zurzeit nicht mehr.
Kann mir jemand einen Ratschlag geben?
Herzlichen Dank und liebe Grüsse
Caro