Was ich mir wünsche? Mal überlegen.
Ich bin die letzten Jahren und erst recht Monaten durch die Hölle gegangen mit angezogener Handbremse. Mir fehlten Umarmungen, kein Mensch in Sicht. Nur einmal kurz war ein Mensch da, mein Bruder, der es jedoch nochmal so zum Schluss schlimmer machte. Aber auch das habe ich überwunden. Der letzte Schuss bekam ich als ich meinen Kater Max einschläfern lassen musste. Ich knappere immer noch daran, denn er war 22 Jahre mein Wegbegleiter.
Ich hatte eine ausgewachsene Depression, ich war und bin froh das ich gerade in dieser Zeit einmal in der Woche meine Therapeutin sah. Das ganze wäre evtl. etwas einfacher gewesen wenn ich in Arbeit gewesen wäre.
Ich komme aus der Pflege und weiß wie sich die Menschen fühlen, ich habe immer die Zeit gefunden meine zu Betreuten zu umarmen, ihnen mehr zugeben wie Nahrung, medizinische Versorgung. Man verkümmert als Mensch wenn keine soziale Kontakte vorhanden sind, keine Umarmungen, körperliche Nähe, liebe Worte.
Nun ich habe in dieser Zeit von Big C (schön wie @Scheol dies nennt) gelernt wie stark ich bin, mit dem zu leben was ich habe. Das sind die Telefonate mit drei Menschen , zwei aus diesem Forum (G. und F.

).
Selbstredend das ich mich an alle hygienevorschrifte halte, aber ab Januar traue ich mich in die Höhle (Gesundheitsamt) des Löwen.
Ich wünsche, nein ich freue mich auf den Frühling, das ich G. besuche, auf Espresso trinken in einem Straßencafé, ich möchte ins Theater, ich möchte Konzerte besuchen in der Jungen Garde, auch ich möchte die Mimik der Menschen sehen.
Auch ich hoffe das sich die Menschen endlich ändern, wieder mehr Wärme, Liebe, Zugewandtheit. Sehen was wirklich wichtig ist, es ist nicht das tolle Auto, die Designerklamotten, das tolle Handy.
Ich plane nicht mehr und schon gar nicht mehr weit voraus, eben auch mehr im hier und jetzt sein.
Und so wie es ausschaut habe ich seit gestern eine neue Mitbewohnerin, kleines Glück.