Guten Morgen.
Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag.
Soso, Madame Ferrari hat also keinen Internetzugang mehr. Nicht schlecht.
Sowas tut natürlich gut und befriedigt ein wenig den Drang nach Rache. Und in dem Fall hat es auch Sinn, denn so wie ich es verstanden habe, Hans, zahlst ja Du ihren Zugang.
Generell bin ich übrigens kein Freund von irgendwelchen Racheaktionen.
Das hilft nämlich nur sehr begrenzt. Man sollte in meinen Augen sehr fein unterscheiden zwischen dem Unterlassen alter und gewohnter Nettigkeiten und dem Anzetteln diverser Boshaftigkeiten.
Während ersteres logisch und ein Ergebnis der Trennung ist, bindet letzteres eher Energie und hilft nix. Glaubt mal nicht, ich hätte nicht auch Hassegfühle entwickelt und mir überlegt, ich könnte (damals) vor der noch gemeinsamen Wohnung lauern, der Ex die Luft aus den Reifen lassen und ihren Neuen bei Auftauchen übelst verdreschen?
Oder die Alte anzeigen (Gründe finden sich immer), ihr Buttersäure in die Autolüftung güllen, etc...
Letzten Endes habe ich mich dafür entschieden, meinen Frieden finden zu wollen. Wenn's so frisch ist wie bei Dir, Hans, dann ist der Gedanke natürlich abstrus. Aber glaub mir, Loslassen ist das A und O.
schei. auf Rache, sowas verbittert nur. Versuch Deinen Frieden zu machen damit. Sie ist weg. Ok. Aber das ist nicht Dein Ende, das ist nur das Ende der Beziehung zu einem Menschen, der nicht zu Dir gehört hat (sonst.....Taaaadaaaaa......wär der Mensch nämlich noch da).
Ich dachte die letzten 8 Jahre, die Suche hätte ein Ende gefunden. Auch wenn es Differenzen gab, auch wenn öfter anklang, dass wir (zu) wenig gemeinsam hatten, ging ich immer davon aus, meine Traumfrau gefunden zu haben. Ganz selbstverständlich sprachen wir(!) von den kommenden 50 gemeinsamen Jahren. Uns schien klar, dass nach uns nix mehr kommen konnte. Denkste!
Zack ------- von einem Tag auf den anderen (Gruß an den Wüstenfuchs hier im Thread

) hatte Madame einen anderen, Schmetterlinge im Bauch, und ich war abgemeldet.
Was ich mit dem ausschweifenden Roman sagen will, ist, dass wir zwar den Partner verloren haben, deshalb aber nicht vergessen sollten, was richtig und was falsch ist. Ich wünsche meiner Ex nicht (mehr) die Pest an den Hals. Ich gönne ihr, dass sie mal so abgestriffen wird wie sie mich abgestriffen hat. Aber ich werde dazu nix beitragen.
Rache? Nicht für mich. Ist kein hilfreiches Gefühl, sondern ein sehr negatives.
Ich habe am Samstag mit guten Freunden (und meiner neuen Partnerin) einen Wein & Käse Abend verbracht, den ich sehr genossen und in der Form mit meiner Ex niemals hätte verbringen können, weil sie mit meinem Freundeskreis einfach wenig anfangen konnte und sich meist herausgehalten hat. Diesen Spagat zwischen Frau und Freunden bin ich los. Das habe ich im Gespräch mit einer guten Freundin wieder vor Augen geführt bekommen.
Retrospektiv betrachtet hat sich mein Leben komplett zum Positiven verändert. Klingt schräg, ist aber so. Klar habe ich immer noch Momente, in denen ich das alte Leben vermisse (warum auch immer, Gewohnheit?), aber in klaren Augenblicken sehe ich, dass sich alles in meinem Dasein verbessert hat.
Rache? Nö. Bringt einen nicht weiter. Klar, die kleinen Seitenhiebe sind gerade anfangs Balsam für die Seele. Aber lasst sie sein, wenn Ihr vorankommen wollt. Da hilft nämlich nur Loslassen. Mit Racheglüsten verheddert Ihr Euch im alten Leben und schürt dazu noch negative Gedanken. Positiv aber sollten die Gedanken sein, denn das strahlt Ihr aus, das zeigt Ihr nach aussen.
Hans, für Dich ist das noch zu früh. Du bist noch im Abwärtsstrudel und hast die unsägliche Situation, dass die Prollflüsterin neben Dir hockt.
Aber glaub mir, es geht nur vernünftig und zügig voran, wenn Du Dich auf Dein Leben besinnst und auch siehst, welche Freiräume die Trennung von einem Menschen schafft, der nicht zu Dir gehört hat (jedenfalls nicht auf Dauer, sonst wäre er noch da und würde Dir DAS nicht antun).
Wie Dir geraten wurde, würde ich mich erkundigen, was in Sachen Haus und Arbeit daran juristisch in Deine Richtung zeigt. Und dann vergiss nicht, dass Du den Ton ageben sollst in Deinem Schicksal. Also lass Deine Mutter nicht die Situation aussitzen, sondern hake nach, wie es denn nun weitergeht....