Zitat von Brightness2:Das heißt ja doch, Ihr könnt noch miteinander reden, super. Habt Ihr denn mal gegenseitig euch eure Problematik auf den Tisch gelegt und dazu kreativ ausgetauscht?
Wir probieren es, aber sie stellt sich sehr hart auf und setzt ein Pokerface auf. Das Problem ist, ich stehe mit dem Rücken zur Wand, ich habe keinen Verhandlungsspielraum. Alles was ich habe, sind moralische Argumente ("ich habe dir doch schon die Hälfte der Wohnung geschenkt..."), gegen die sie sich aber verschließt. Ich bin voll auf Entgegenkommen von ihr angewiesen.
Zitat von Brightness2:Deine Thematik scheint in einem Liquiditätsproblem zu resultieren, falls deine Ex auf dem Unterhalt besteht, der ihr wohl (oder übel) rechnerisch zusteht. Du scheinst ein gutes Einkommen zu haben, Vermögen in Form von Immobilien und bist soweit abgesichert.
Es ist kompliziert und verwoben. Wir haben alles auf eine Karte gesetzt... Es gibt ein Haus und eine Eigentumswohnung.
(1) Haus: Das Haus gehört zur Hälfte meiner Mutter und zur Hälfte mir. Es ist abbezahlt. Das haben wir letztes Jahr zu unserem Familienheim renoviert. Jetzt bleibe ich dort wohl alleine wohnen (viel zu groß!).
(2) Wohnung: Die Wohnung gehört ganz meiner Noch-Frau (nach der Schenkung meiner Hälfte Anfang 2020). Wir sind aber weiterhin Gesamtschuldner gegenüber der Bank, ich zahle die Raten aber komplett alleine. Aktuell wohnen dort meine Eltern drin (und können aufgrund Alters auch nicht so schnell wieder raus).
Zitat von Brightness2:Wird sie darin mit den Kindern wohnen oder zieht sie in eine Mietwohnung?
Mietwohnung, eben weil sie meine Eltern aus der Eigentumswohnung nicht so schnell raus bekommt. Dadurch entstehen meiner Frau ja jetzt plötzlich Mietkosten. Sie dachte ja, wenn sie in die Eigentumswohnung zieht, würde ich die Raten weiterhin allein für sie zahlen...
Zitat von Brightness2:Sie hat jedoch aufgrund des Aufbaus ihrer Praxis momentan kein oder wenig Einkommen. Also auch Liquiditätsprobleme zusammen mit geringem Einkommen. Das heißt, kann sie es sich überhaupt leisten, auf einen großen Teil deines Unterhaltes zu verzichten?
Die Praxis läuft schon, wenn sie will, kann sie da quasi Vollzeit arbeiten (macht sie aktuell auch). Auf Basis der erwarteten Einkünfte ab jetzt kann sie sich auch die Mietwohnung alleine leisten, nur auf Berechnungsgrundlage der letzten 3 Jahre wird es knapp.
Danke dir für die intensive Beteiligung hier, ich weiß das zu schätzen!