Zitat von Gast2000: Sie hätte ihm eindeutig klarmachen müssen, dass es für ihn keine Hoffnungen jetzt und zukünftig gibt und dass er mit den Regeln und Vereinbarungen einverstanden war. Punkt und keine weiteren Diskussionen. Es hätte somit keine bereits jetzt mehrfach eingetretenen Verwerfungen und Probleme
gegeben.
Das hat sie meines Wissens nach getan und er hat mir bei unserem Treffen im Herbst klar zu verstehen gegeben, dass er die Rahmenbedingungen akzeptiert. Ich erinnere mich, dass du ihm das damals nicht abgenommen hast und von einem abgekarteten Spiel zwischen ihm und meiner Frau ausgegangen bist. Offensichtlich lagst du damals falsch, wenn deine jetzige Vermutung stimmen sollte. Dann fände ich es aber auch nicht schade, wenn sein Kartnerhaus zusammenfällt und mein Mitleid hielte sich in Grenzen.
Zitat von Gast2000: Es lag und liegt in ihrer Verantwortung in der Zweitbeziehung dafür zu sorgen, dass die vereinbaren Regeln und Vereinbarungen exakt eingehalten werden und alles zu unterbinden, was dem nicht entspricht.
Das sehe ich anders. Beziehung ist doch kein statisches Gerüst, das einmal definiert immer und ewig fest zementiert besteht. Interaktion zwischen Menschen und damit auch Beziehungen sind dynamisch. Bedürfnisse und Wünsche ändern sich und wer nicht fexibel darauf reagiert, bleibt früher oder später zurück. Es gibt in jeder Beziehung Tabus, harte und weiche Grenzen. Und viele Schattierungen dazwischen. Jeder darf in Absprache versuchen, die Grenzen zu verschieben oder die Tabus zu hinterfragen, auch und gerade meine Frau.
Zitat von Gast2000: Dazu diente, folgerichtig, wohl, dass deine Frau dich 1 Woche lang keusch gehalten hat, um in der Zeit ausschließlich die Frau vom Schreiner zu sein. Wohl ein Nachweis an ihn, dass sie es ernst meint. Hat sie dir das so verkauft, dass du ihre Meinung als deine eigene Meinung angenommen hast und dass das unumgänglich jetzt erforderlich ist - ist ja nur 1 Woche - um das jetzige Konstrukt zu erhalten? Carlos, ist das so?
Ich hoffe, du kannst mir meine Befürchtung nehmen.
Unter einer Keuschhaltung verstehe ich anscheinend etwas sehr anderes (D/s lässt grüßen) als du. Dann wäre 6uelle Aktivität mit ihr oder Miss K ja sanktioniert gewesen. Und Miss K und ich wären um ein intensives Erleben letzte Woche ärmer. Aber deine Grundaussage ist korrekt. Letzte Woche stand meine Frau exklusiv und umfassend dem Schreiner zur Verfügung. Ich muss zugeben, dass mich der Gedanke sogar etwas gekickt hat, sie ihm zur intensiven Benutzung zur Verfügung zu stellen. Sie hat das natürlich getan, um die Bindung zu ihm zu verstärken und ihm zu zeigen, dass er ihr so wichtig ist, dass sie ihm eine Woche exklusiv widmet. Wobei ich nicht weiß, ob er überhaupt von der Exklusivität gewusst hat.
Zitat von Gast2000: Sorry, aber für mich ist das dir auferlegte Zölibat, in keiner Weise nachvollziehbar, erklärbar und damit für mich unglaubwürdig. Das war der Grund, warum ich darauf heftig reagiert habe. Magst du die Frage nach dem Warum und warum du damit einverstanden warst, beantworten?
Ich glaube du kannst dich in eine offene Beziehung nicht eindenken. Mir ist ja der 6 schon extrem wichtig, aber ich kann trotzdem problemlos für die Wiederauffrischung oder Erhalt des Dreiecks 1 Woche im vergangenen Jahr auf den 6 mit meiner Frau verzichten. Miss K bekam dafür einen Tick mehr Aufmerksamkeit und dominante Männlichkeit zu spüren. Warum sollte ich ein Problem mit dem Verzicht haben? Ich habe dem wohlüberlegt zugestimmt. Hat ja auch so ein bisschen gekickt.
Zitat von Gast2000: Hat sie überhaupt noch Respekt vor dir, ihrem Ehemann, der für eine Woche seine Frau ihrem Lover überlässt und dabei auf 6 und Nähe zu seinen Gunsten vollständig verzichtet? Was hat sie sich dabei gedacht? Was hast du dir dabei gedacht, das mitzumachen? Da läuft bei dir gewaltig etwas schief. Was bist du für sie noch? Was ist aus dir geworden? Warum lässt du dich so erniedrigen? Bist du dir selbst nicht mehr Wert? Merkst du nicht, was gespielt wird? Wer will schon als Frau einen dressierten Mann, wenn sie ihn so weit gebracht hat?
Ich verstehe nicht, warum sie den Respekt verlieren sollte, wenn ich sie eine Woche dem Schreiner "überlasse" (da hast du das perfekt passende Wort gefunden). Ich verstehe deinen Gedankengang nicht. Polyamor oder offen bedeutet doch keine Konkurrenz zwischen den Männern. Im Gegenteil, meine Frau erkennt doch den Liebesbeweis in meiner Aktion. Ich nehme mich dafür zurück, damit sie die Verhältnisse gerade rücken kann. Was soll meine Großzügigkeit mit Erniedrigung zu tun haben? Im Gegenteil, ich finde ich habe damit partnerschaftliche Größe demonstriert und meine eigenen Interessen hindangestellt
Zitat von Gast2000: Carlos, dein Thread war eingeschlafen. Es wurde also Zeit wieder einen neuen Triggerpunkt zu setzen, der die Gemüter erhitzt. Kann es sein, dass ein Teil deiner Erzählung dem geschuldet war?
Nein, die 3 besinnlichen Wochen vorher ist einfach nicht viel passiert. Ich bin tatsächlich auch komplett überrascht, dass die Kompensationswoche so viel Resonanz hervorgerufen hat. Für mich war das eine fast logisch vorherzusehende Folge der vergangenen Wochen. Ähnlich hatte es meine Frau ja schon vor meiner Geschäftsreise anders rum gehandhabt. Da war die Woche vorher Schreiner-freie Zeit. Mir war natürlich klar, dass die Zweitbeziehung nach den 3 Wochen eine Weile im Mittelpunkt stehen würde.
Zitat von Gast2000: Dass es ein Problem mit der Befindlichkeit des Schreiners gab und ausnahmsweise es über den festen Schreiner-tag hinaus noch 1 weiteren und zusätzliche Dates, also außerhalb der Regeln gab, nehme ich dir ab. Nicht hingegen deine Erzählung über dein keusch halten (Zölibat) für eine komplette Woche. Oder ist das dich keusch halten, deine dir zugedachte, zukünftige Rolle in dem 3-Eck, und du solltest dich in dieser einen Woche bereits daran gewöhnen?
Wie gesagt, 6 ist mir schon sehr wichtig, aber ich wehre mich etwas dagegen, dass 6 für mich das wichtigste in einer Partnerschaft ist. Wenn meine Frau sich auskurieren muss, gibt es ja auch keinen 6. Jetzt hat sie halt den Liebeskummer des Schreiners auskuriert.
Zitat von Gast2000: Oder sind jetzt wieder alle vereinbarten Regeln und Grenzen, die noch vor dem Urlaub festen Bestand hatten, uneingeschränkt gültig und daran wird auch nicht gerüttelt? Ist das so, und wissen alle im 3Eck das dem so ist?
Klar, es läuft jetzt wieder so weiter wie in den letzten 3 oder 4 Monaten. Bis irgendwann wieder einmal Unwucht im fragilen Dreieck auftritt. Früher oder später wird das natürlich passieren. Und dann justieren wir und pendeln uns irgendwo wieder ein.
Zitat von Gast2000: Ich erinnere an das Gespräch deiner Frau mit der Schwester vom Schreiner. Sie hat deine Frau wohl durchschaut, ihr wohl u.a. gesagt was sie von ihr hält und sie aufgefordert sich gegenüber ihrem Bruder ehrlich zu machen und ihn nicht zu verletzten. Das hat deine Frau wohl so getroffen, dass sie mehr als 3 Tage lang neben sich stand. Die Schwester wird ihren Bruder wohl gewarnt haben. Jedenfalls stand die BZ zwischen ihr und dem Schreiner direkt danach auf der Kippe. Deine EF hat mehr als 3 Tage gebraucht um den Schreiner doch noch in der Zweitbeziehung zu halten. Wie sie das geschafft hat? Na, wie wohl, nur mit schönen Worten alleine sicher nicht.
Das hast du falsch in Erinnerung. Meine Frau war 3 Tage sehr nachdenklich, dass der Schreiner laut Schwester sie mehr liebt, als er ihr gegenüber zugeben wollte. Sie musste ihn nicht wieder in Spur bringen, sondern hat überlegt, wie sie sich mit der neuen Situation so arrangieren kann, dass er und ich und sie damit leben können und das Dreieck wieder stabil steht.
Zitat von Gast2000: Bist du dir sicher, dass sie noch die Frau ist, die du einmal geheiratet hast?
Nein, meine Frau hat sich definitiv verändert. Stark verändert. Ich finde zum eindeutig positiven in vielen Belangen.
Zitat von thegirlnextdoor: Carlos, dein Motto ist, du machst dir die Welt wie sie dir gefällt. Solange alle mitspielen, klappt das. Spielen die Leute nicht mehr mit...
Ja, ich gestalte die Welt schon so, dass es für mich passt. Dabei übertünche ich auch mal die ein oder andere unschöne Stelle oder Wunde. Und klar, mein Lebens-Konstrukt kann kippen, aber welches kann das nicht.
Zitat von thegirlnextdoor: In jedem Fall hast du die Geduld und Gutmütigkeit eines Engels, was du mit deiner Frau mitmachst, Hut ab. Da wären wohl die meisten anderen längst auf die Barrikaden gegangen. (Und nein, sage jetzt nicht "aber was sie mit mir mitgemacht hat..!" - wegen Kindern & Job. Das war auch ihre eigene Entscheidung, und es ist sicherlich eine Selbstverständlichkeit, dass du ihr jetzt auch berufliche Selbstverwirklichung ermöglichst - nicht aber, dass du sie mit einer genehmigten Affäre für die Erziehungszeit & eure gemeinsamen Kinder entschädigst. Letzteres ist in meinen Augen absurd.)
Ich verstehe deinen Punkt rational absolut. Aber dennoch kann ich mich emotional nicht davon freisprechen. Rational tue ich das. Meine Frau tut das sowieso. Aber tief drinnen fühlt es sich für mich anders an. Und das macht es schwer für mich.
Zitat von Felica: Deine Frau ist unberechenbar, für Euch beide. Was es bedeutet, Schreini zu verlieren, kann sie zwar hypothetisch beantworten, aber den Herzschmerz kennt sie nicht. Wenn schon Unfrieden sie so wuschig macht, dann wird eine Trennung sie zunächst zerlegen. Wie jeden von uns. Zudem ist Schreini nicht so leicht zu ersetzen, wie eine Misses K.
Diese neue, kleine Unberechenbarkeit macht meine Frau in meinen Augen eher noch einen Tick attraktiver für mich. Natürlich auch einen Tick unberechenbarer, aber hundertprozentige Berechenbarkeit macht vielleicht auch langweilig. Also so ein bisschen belebendes Herzklopfen schadet nichts. Ich gebe dir in einem Punkt recht: Die Trennung vom Schreiner würde sie erst mal schon ziemlich zerlegen, aber ich wäre für sie da und würde versuchen ihr zu helfen wie es eine beste Freundin tun würde. Dass Miss K leichter zu ersetzen wäre, kann ich so nicht unterschreiben. Ich kann mir nicht vorstellen, so eine Verbindung mit jemand anderem noch einmal mit ähnlicher Intensität und gegenseitiger Passung aufzubauen. Bildlich gesprochen, gibt es nur eine Frau, der das gedanklich maßgenscheiderte Halsband perfekt passt. Und wenn ich ihr das angelegt habe und der Verschluss klick macht, wird sie das nicht so einfach ablegen (können).
Zitat von AjnosXX: Wäre da eine Art Kommune in Eurem Haus
Zitat von AjnosXX: Meins wär’s nicht, aber jeder wie er mag
Mein Ding wäre das erst recht nicht.
Zitat von was-tun: Was ist eigentlich der Hintergrund bzw. die Motivation für die jeweiligen Kontaktsperren? Wenn es im Alltag in der beschriebenen Konstellation gut funktioniert für alle Beteiligten, wieso bedarf es dann im Urlaub plötzlich der Exklusivität?
Recht einfach. In unseren gemeinsamen Quality Times sind Außenkontakte tabu. Damit im Urlaub erst gar nicht die Frage aufkommt, wann und wie, haben wir uns von Anfang an entschlossen, dass es während dieser Zeiten keine Kontakte gibt.
Zitat von Timeconsumption: Und wenn sie eine beste Freundin hätte, mit der sie täglich im Austausch ist? Wäre das für Dich etwas anderes?
Das wäre schon etwas anderes, würde mir allerdings nicht minder auf die Nerven gehen. Klar wäre ich einverstanden (egal ob Schreiner oder beste Freundin), dass in Sondersituationen oder Notfällen Kontakt hergestellt oder gehalten wird. Wir reden hier nicht über ein Tabu oder ähnliches, sondern über eine beidseitige Vereinbarung, die wir gemeinsam für richtig erachten.