Zitat von typ36:
und kommt jetzt nicht mit dem sch. "das Resultat ist dasselbe".
Das ist kein Sche*ß, das ist nunmal die knallharte Wahrheit.
Ich habe alle Variationen schon erlaubt:
- Ich habe mich sowohl mit/ohne Abschlussgespräch getrennt.
- Ich wurde auch schon mit/ohne Abschlussgespräch verlassen.
Was war nun am besten?
Meine Antwort: Es hat absolut keine Rolle gespielt.
Aus Sicht des Verlassenen werden Abschlussgespräche immer als "wünschenswert" dargestellt. Wie gesagt, ich kenne das selbst.
Aber Fakt ist doch: Wenn ein Mensch den gemeinsamen Weg nicht mehr weitergehen will, dann hat er jedes Recht der Welt dazu zu gehen. Und dann muss man ihn gehen lassen.
Da muss ich auch akzeptieren, wenn mir gesagt wird: "Es tut mir Leid, aber meine Gefühle reichen nicht mehr aus. Ich will nicht mehr."
Und dann muss ich auch nicht noch nachbohren, fragen "Warum?" und eine Rechtfertigung der Person einfordern. Im Grunde ist doch durch diese Aussage alles geklärt. Wer vor dem Ende der Beziehung schon nicht sah, was schief läuft, wird es auch nach einem klärenden Gespräch nicht wahrhaben wollen.
Viele erhoffen sich in diesem Gespräch ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Doch nur die allerwenigsten fühlen sich danach besser. Nach einer Trennung hat man eh keinen klaren, rationalen Blick auf die Dinge, sondern ist viel zu sehr emotional aufgewühlt.
Solange die Trennung ausgesprochen wurde, ist im Grunde alles geklärt.
Das Bedürfnis nach einem Klärungsgespräch resultiert daraus, dass man die Trennung nicht akzeptieren kann/will und man den Wunsch hat das Ganze auszudiskutieren.
Alle Fragen wie: "Warum sind die Gefühle denn plötzlich weg? Warum hast du nichts gesagt? Wann kamen die Zweifel? Bist du neu verliebt? Was kann ich tun, damit es besser wird?" etc, etc... bringen doch alle im Grunde gar nichts - nur den Verlasser in Bedrängnis. So ein klärendes Gespräch ist nie wirklich ein Gespräch auf Augenhöhe. Und allein deswegen würde ich eher davon abraten. Zumindest so kurz nach der Trennung und solange man gefühlsmäßig involviert ist. Und wenn man dann Distanz zur Geschichte gewonnen hat, sieht man eh meistens en, dass es so ein Gespräch gar nicht (mehr) braucht.