Mir ist nicht klar, warum ihr euch um die Gummi-Geschichte (nicht zum ersten mal) so viel Gedanken macht und über verschiedenste Hintergründe spekuliert. Dabei ist die Erklärung doch total simpel.
Wie in jeder offenen Beziehung, gibt es bei uns Regeln und Tabus. In 6uellem Bezug hatten wir 2 Tabus vereinbart. Eines bezieht sich auf eine bestimmte Praktik, das andere auf Safer 6. Das erste Tabu besteht weiterhin (auch wenn ich aus Eigeninteresse am Überlegen bin, meiner Frau vorzuschlagen, das zu kippen), das zweite haben wir verändert. Das Safer 6 Tabu war einfach gefasst: Kein 6 ohne Gummi mit Außenpartnern. Übrigens ist das wohl das häufigste Tabu bei offenen Beziehungen. Dass nun die Diskussion aufkommt, es sei unfair, wenn der Schreiner Gummi benutzen muss und ich nicht, finde ich etwas skurril. Schließlich ist das die Voraussetzung, dass er überhaupt ran darf.
Jetzt hat sich die Situation ergeben, dass der Schreiner von Zeit zu Zeit (selten) Probleme mit der dämpfenden Wirkung des Gummis hatte und meine Frau und er das Herumhantieren damit auf die Dauer auch nicht soooo prickelnd fanden. Also haben meine Frau und ich besprochen, ob und wie wir das Tabu aufweichen wollen. Wollten wir eigentlich nicht, denn Safety steht schon weit oben auf der Skala meiner Frau. Dann kamen wir aber über einen gedanklichen Umweg zu einer Lösung. Da in einem gleichberechtigten Dreieck mit zwei monogamen Endpunkten Verhütung mit Gummi eher unüblich ist, wäre das Problem gelöst, wenn der Schreiner ein monogamer, regelmäßig getester Endpunkt wäre. Dass ich kein monogamer Endpunkt bin, spielt in dieser Betrachtung keine Rolle, denn es geht ja nur um unserer beiden Gesundheit. Wenn es dem Schreiner durch meine Außenkontakte zu gefährlich wird, kann er ja wieder gummieren.
Ergo: meine Frau hat dem Schreiner gesagt, dass sie unter einer Bedingung bereit ist, auf das Gummi zu verzichten: Wenn er keine weiteren Intimkontakte hat. Da seine Freundschaft+ eh am Austrudeln war, hat er zugestimmt. So einfach, so unspektakulär.
Das fasst eigentlich meine Sicht gut zusammen, warum ich überhaupt zugestimmt habe. Ist wieder so ein wenig ein Macht-Ding bei mir:
Zitat von Shum: Emotionaler- und Besitzunterschied. Carlos ist Ehehäuptling. Er darf ohne Gummi bei EF, weil seine Stammeskrone fedriger und größer ist als die vom Schreiner, weil es Carlos' Ehefrau ist, nicht Schreiners Ehefrau.
Deshalb gilt hier: Carlos > Schreiner
Zitat von Felica: Das Ding ist, dass Tests ja im Grunde nur eine Früherkennung sind und kein Garant.
Und wenn positiv, zieht es viel nach sich.
So ist es. Diesen Fall hatten wir ja auch zu Beginn (wenn auch Allerweltsproblem), wodurch sich die gummilose Zeit um 2 Monate verzögert hat.
Zitat von Ema: Er hat also mit einer Frau zu tun, die mindestens mit einem weiteren Mann Sex hat (ungeschützt) und dass dieser Mann (also du) mit mindestens einer weiteren Frau Sex hat, die wiederum mit ihrer Lebenspartnerin Sex hat.
Und er soll jetzt als einziger in dem Konstrukt entweder monogam leben und außer deiner Frau keine weitere vö.gel.n, oder er soll Gummis tragen?
🎯Zitat von Ema: verstehst du hoffentlich, wieso ich dir an Stelle des Schreiners innerlich den Vogel zeigen würde und genau das täte, was ich tun will und für richtig halte.
Ich würde denken: Mit wem ich im Bett bin und was ich da mache, geht dich (bei dem Lebensmodell, das du selbst hast) mal so rein gar nichts an.
Ich glaube du missverstehst da etwas, wenn du mit "dich" oben mich meinst. Das Gummi ist eine bilaterale Absprache zwischen meiner Frau und ihm. Ich denke nicht, dass meine Frau mich bei der Argumentation verschämt vorgeschoben hat. Sie wird ihm schon gesagt haben, dass sie ganz sicher nicht auf Gummi verzichtet, solange er sich noch anderweitig vergnügt. Wenn der Schreiner sich bei so einer grundsätzlichen und wichtigen Vereinbarung nicht an die Absprache hält, vierteilt ihn meine Frau, falls es rauskommt. Klar gibt es Lügner und Betrüger, denen man aufsitzen kann, aber ich denke meine Frau kann ihn schon gut genug einschätzen.
Zitat von meineMeinung: Wo ich auch noch einen kleinen Wwiderspruch sehe: mit dem Schreiner will sie ohne also ganz innig, mit Carlos öfters gar nicht oder nur Ersatzhandlungen.
Das ist eine Fehleinschätzung von dir, wie ich schon ein paar mal erklärt habe. Ich finde den Begriff "Ersatzhandlung" im 6uellen Sinne sowieso sehr phantasielos. Glaubst du echt, dass zB bei Miss K und mir vag Penetr im Vordergrund steht? Falls ja, empfehle ich, dass du dich mal außerhalb des Vanilla-Bereiches schlau machst. Es gibt sooo viele Spielarten, die Freude bereiten. Diese ausschließliche Rammel-Fixierung ist... langweilig? phantasielos? 08/15?
Zitat von Gast2000: Sie wollte den Schreiner exklusiv und ausschließlich für sich haben.
Dem will ich nicht mal widersprechen. Auf seinen Wunsch einzugehen, war sicher auch mit dem Ziel verbunden, um ihn zu binden. Um ihn trotz der wenigen gemeinsamen Zeiten zu binden, muss sie sich schon etwas einfallen lassen. Solange er nicht auf die Pirsch geht, ist die Gefahr gering, dass er sich anderweitig bindet.