Zitat von carlos7: Weil die Aufgabe von Eltern ist, den Kindern Sicherheit und Stetigkeit zu bieten.
Na ja, wer sich auf eine Beziehungsreise mit Absturzgefahr begibt, sollte in sich gehen und sich
fragen, werde ich/wir der Eltern-Aufgabe und der Verantwortung vollumfänglich gerecht?
Zitat von carlos7: Haben wir beide das Gefühl, dass sich unser Beziehungsmodell eingeschwungen hat, nehmen wir die Kinder mit auf unsere Beziehungsreise. Alles im Leben hat seine Zeit.
Nun, das klingt bei dir schon sehr lange ganz anders. Es ist doch alles easy, toll, super, kann
besser gar nicht sein und ist seit Monaten stabil. Die eigene Teilzeit-Ehe läuft hervorragend, mit
viel mehr Nähe von ihr, ihre Teilzeit-Zweitbeziehung mit ihrem Herzensmensch, in den sie verliebt
ist und den sie liebt, ist toll für sie.
Soll die Poly-ZW-BZ weiter zeitlich und in Richtung Gleichwertigkeit zur Hauptbeziehung ausgebaut
werden und gleichzeitig die Nanny dann immer mehr ein sehr guter Mutterersatz für die Kinder sein?
Ist es das, was du mit abwarten, bis sich das Beziehungsmodell vollumfänglich eingeschwungen hat,
meinst?
Carlos, wird dein Kopfkino und deine Kicks nun heute und bis sie wieder da ist, gut bedient? Oder
gibt es da andere, weniger schöne, Gefühle. Wirst du deine Frau kein bisschen vermissen? Auch
die Kinder ihre Mutter nicht? Fühlst du dich gut, wenn ein anderer Mann mit deiner Frau nicht
nur die Betten 4 Tage hintereinander durchwühlt, sondern ihm dabei viel näher ist, als du es je
warst? Sie hat sich ja in den Schreiner schockverliebt, mit Gefühlen, die sie bisher noch nie hatte
und kannte und ihrem Lover geht es ja wohl ebenso. Klar, dass beide innig zusammen sein wollen.
Vielleicht solltest du die Zeit bis sie wieder da ist nutzen, deine Schönrede-Brille mal absetzen und
eine ehrliche Bestandsaufnahme machen. Dazu sollte, aus meiner Sicht, gehören, wo siehst du dich
in ca. 1 Jahr, was ist deine Frau (noch) für dich und du (noch) für sie? Ist alles wirklich so wie du
das möchtest, oder ist das jetzige Konstrukt die einzige Möglichkeit, eure Ehe (noch) zu erhalten?
Ich erinnere daran, wie du den Stand eurer Ehe im März 2023 beschrieben hast.
Zitat:Mein Problem ist nur ein kleiner Teil einer Dynamik zwischen meiner Frau und mir, die langsam aber sicher auf einen Abgrund zusteuert. Unsere jeweiligen Päckchen aus Kindheit und Jugend, unser Familienmodell, unsere 6uellen Vorlieben, unser Paardasein, unser Selbstverwirklungsdrang, unsere Lebensträume... all das passt nicht wirklich zusammen.
Uns war von Anfang an klar, dass wir Kinder wollten und ich sagte ja bereits, dass wir uns das Elternsein in unserer Naivität falsch vorgestellt hatten.
Da sich daran nichts Wesentliches geändert hat und alles im Außen kompensiert wird, sind die
gravierenden Probleme und Mängel in der Ehe geblieben. Somit hängt folgerichtig der Bestand
davon ab, ob das jetzige Beziehungs-Konstrukt funktioniert und stabil bleibt. Deine Zustimmungen
über die fest vereinbarten Bedingungen (Zweit-BZ) hinaus, sind so freiwillig wohl nicht. Letztlich
dürftest du keine Wahl (mehr) haben, wenn du deine Frau in der Ehe halten und den Kindern das
Elternhaus unter einem Dach erhalten willst. Ich denke, damit liege ich nahe an der Realität.
Das ist wie immer lediglich meine Sichtweise, Meinung und Einschätzung und wohlwollend gemeint.