Zitat von Basti77: Setze mich derzeit auch mit dem Thema auseinander und frage mich vor allem eines: ist es möglich, wenn nicht für beide die gleichen Regeln gelten? Da sehe ich für mich und meine Frau nämlich ein Problem.
Je nach Veranlagung und Bedürfnis können ungleiche Regeln durchaus Sinn machen. Bei Cuckold-Beziehungen ist das beispielsweise ganz eklatant der Fall. Es kommt weniger auf die Gleichheit der Regeln als auf die Gleichheit der Bedürfnisabdeckung an. Wenn beide Partner durch unterschiedliche Regeln ihre Bedürfnisse befriedigt haben, spricht grundsätzlich nichts gegen unterschiedliche Regeln.
In der Praxi ist das natürlich sehr viel schwerer umzusetzen, als gleiche Regeln für alle. Bei uns gelten für und beide die gleichen Regeln. Meine Frau lebt sie nur anders aus, als ich.
Zitat von Basti77: Wie ich das bei dir verstehe sucht deine Frau doch eine zweite und bessere emotionale Bindung plus Sex und du nur besseren Sex oder Praktiken die du so nicht mit deiner Frau ausleben kannst.
Ich würde nicht sagen, dass meine Frau eine bessere emotionale Bindung plus 6 sucht. Das hat sich erst im Laufe der Öffnung nach ca 2 Jahren so ergeben. Ich suche dagegen nach meiner Verliebtheit in die Jamaikanerin bewusst keine emotionale Bindung mehr im Außen. Ich kann mit der Ambivalenz der Gefühle nicht umgehen und habe diese Zeit der Verliebtheit in sehr unangenehmer Erinnerung. Nichts hat mich in 12 Jahren je so von meiner Frau entfernt, wie die Jamaikanerin. Ich suche daher "nur" 6 und die Bedienung meiner dominanten Neigungen.
Zitat von Basti77:Sie kann den Sex mit der anderen Frau akzeptieren aber keine Gefühle, du musst beides aber akzeptieren.
Das ist mir zu frei interpretiert. Ich muss nicht akzeptieren, dass sie Gefühle hat. Ich könnte selbstverständlich ein Veto einlegen und die Verbindung ablehnen. Aber wie immer im Leben stellt sich die Frage: Ist es das wert? Für mich ist die Antwort eindeutig, auch wenn viele das hier nicht nachvollziehen können: Definitiv ist es das wert. Zum einen müsste ich sonst ja auch selbst verzichten, zum anderen tut der Schreiner unserer Paarbeziehung gut: Wir haben viel mehr emotionale Nähe als früher, mehr und besseren 6, usw. Ich werde eine Teufel tun und sie einschränken und damit mich.
Zitat von Basti77:Ist da nicht immer ein Ungleichgewicht und vor allem auch die Gefahr dass sie irgendwann doch ganz zum neuen Mann wechselt? Er gibt ihr doch alles also ein Gesamtpaket. Hast du davor keine Angst?
Nein, ich habe kein Angst, dass sie mich für den Schreiner verlässt. Wie du ja selbst sagst, das Gesamtpaket zählt. Der Schreiner kann mit Body, Sympathie und Neuem dienen, damit hat es sich aber dann erledigt. Das Gesamtpaket Carlos kann da doch weit mehr bieten. Ein Zusammenleben erfordert mehr als gemeinsam zerwühlte Laken und ein paar kunsthandwerkliche Tätigkeiten. Da mache ich mir keine Sorgen: Er ist und bleibt die kleine Auszeit vom Alltag für sie.