Gast2000
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Zitat von carlos7:Doch, natürlich empfinde ich manchmal Schmerzen, zB. den Freitag abend vor 2 Wochen. Aber warum sollte ich mehr Schmerzen empfinden, als einer meiner Söhne, der ja auch damit leben muss,
dass ich nicht nur ihn, sondern auch seinen Bruder liebe. Es ist ja nicht so, dass die Liebe meiner Frau zu mir abgenommen hätte. Sie vermittelt mir erfolgreich, dass sie mich wegen meiner selbstlosen liebe noch deutlich mehr liebt als zuvor.
Na ja, mit der Zeit stumpft man halt ab. Lediglich das gelegentliche, unangenehme Bauchgefühl und belas-
tende Gedanken stören. Du willst die Realität nicht sehen und das geht, nur wenn du verdrängst, ignorierst,
dir alles so zurechtbiegt, umdeutest, bis es irgendwie wieder passt.
Ich finde, die Liebe zu den eigenen Kindern - eigenes Fleisch und Blut -, ist eine völlig andere Ebene und
darf nicht mit einer Beziehungsebene auf dieselbe Stufe, vergleichend gestellt werden.
Kinder brauchen in dem Alter Wurzeln. Etwas, was eure Ehe/Familie nicht (mehr) hat.
Deine Frau liebt dich wegen deiner selbstlosen Liebe noch deutlich mehr als zuvor? Ist es wirklich so,
dass sie deine " selbstlose Liebe " auch so empfindet? Das passt jedenfalls nicht zum Drama Orlando,
nicht zu ihrem Pflichtprogramm mit mindestens 2 x 6 pro Woche und auch nicht zu anderen Begebenheiten.
Nein, ihre Dates mit völlig fremden Männern aus einem Portal im I-Net waren nicht wirksam geschützt und
viel zu gefährlich. Mit einer Poly-BZ, dein Kalkül, sollte sie nicht mehr den Gefahren ausgesetzt werden und
gleichzeitig wolltest du alles unter deine Kontrolle und Steuerung bekommen. Die Gefahren wurden zwar
eliminiert, alles andere liegt jetzt nur noch sehr begrenzt in deiner Hand. So selbstlos wie du das darstellst
und dich hier darstellst, ist das somit nicht.
Zitat von carlos7:Und ja, lieben ist mehr als verlieben. Aber bei polyamoren Menschen nimmt durch die liebe zu einer zweiten Person nicht die Liebe zur ersten ab.
Ja, aber nur bei polyamor fühlenden und so handelnden Menschen. Du warst es, der ihr (Test) eine
Poly-BZ mit dem Schreiner schmackhaft gemacht hat. Sie war zunächst dagegen, hat aber sehr schnell die
für sie damit verbundenen Vorteile erkannt. Ich denke, die Zweifel daran, dass sie Poly ist, sind berechtigt. Sie
hat dir doch ihre wahre Gefühlslage gebeichtet (Miss-J.- Drama) und dir gesagt, dass sie gelernt hat - was ihr
schwergefallen ist - damit umzugehen. Die Wahrheit dürfte sein, dass sie ihre Ehe/Familie mit Kindern nicht
aufgeben will und den Mann, der in ihrem Lieben erstmalig tiefgehende Verliebtheitsgefühle ausgelöst hat,
den sie liebt dauerhaft in ihrem Leben behalten und einbinden will.
Zitat von carlos7:Es geht mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so weiter. Wir sind auf einer Beziehungsreise und es wird mit Sicherheit weitere Änderungen geben. Wie der Schreiner dazu steht, kann ich nur mutmaßen. Er macht das Spiel nun seit einem Jahr mit zwischenzeitlichem leichten Knurren mit.
Ja, realistisch gesehen hat das jetzige Konstrukt ein wahrscheinliches Ablaufdatum. Für mich ist das auch
keine Beziehungsreise, sondern der Versuch über diesen Weg die Ehe zu stabilisieren und möglichst zu
erhalten. Deiner Erzählung, warum deine Frau aus der Ehe ausgebrochen ist, fehlt wohl etwas entscheiden-
des, sie wollte die Ehe mit dir so wie sie war nicht mehr und war auf der Suche nach einem anderen Mann
als LP. Den hat sie mit dem Schreiner gefunden, will aber ihre Familie mit Kindern nicht aufgeben.
Du weißt nicht, was der Schreiner tatsächlich denkt und wie sich das weiter entwickelt. Ich denke, entweder
hat er noch Hoffnungen sie wesentlich mehr oder ganz für sich noch gewinnen zu können, oder wenn die
Schmetterlinge nicht mehr fliegen, keine Hoffnung mehr hat, wird er das wohl beenden. Für ihn dürfte es
kein Problem sein - so wie er beschrieben wird - eine Frau für sich alleine zu finden.
Sie hat sich inzwischen freigeschwommen, steht auch finanziell auf eigenen Füßen, ist von ihrem EM nicht
mehr abhängig. Das hat die Grundlagen wesentlich verändert..Die Liebe zum Schreiner und eine weiter
wachsende Bindung mit Zusammengehörigkeitsgefühl würde für sie im Falle einer Trennung von ihm schwer
verkraftbar sein und erhebliche, nur bedingt vorhersehbare Auswirkungen auf die Ehe haben. Für sie und für
Carlos ist das alles eher ein Drahtseilakt. Ich hoffe für Carlos und für seine Frau, dass das in sich fragile
Beziehungskonstrukt zumindest noch eine Zeit lang hält. Ich denke, auch Frau Carlos hat sich mit den mög-
lichen Szenarien befasst und gedanklich durchgespielt.
Wie immer, lediglich meine Einschätzung, Sichtweise und Meinung.
schon auch ein bissl mein Humor