Zitat von Martin123: Weil du halt die Wahnsinnskohle verdienst, was du ja schon mehrfach erwähnt hast.
Der eine sorgt für das Finanzielle, der andere wird geliebt wegen seiner Person.
Das deine Frau wirklich Polyamor unterwegs ist, das bezweifle ich, aber das hatte ich ja oben schon geschrieben.
Spannend wird halt, ob deine Frau auf dich verzichten möchte und einen Warmwechsel vorbereitet oder ob du als Finanzier weiter gebraucht wirst, was aber heißt, dass sich deine Frau weiterhin um dich "kümmern" muss obwohl sie in Gedanken viel lieber beim Schreiner wäre.
Das ist jetzt doch eine ziemlich platte Sichtweise. Ich kann dir versichern, dass meine Frau nach Zugewinnsausgleich auch ohne mich ein sehr kommodes Leben mit Eigenheim in einer süddeutschen Großstadt und 6 Wochen Genuss-Urlaub führen könnte ohne sich jemals den Buckel krumm arbeiten zu müssen. Daran kann das Fortbestehen unserer Ehe trotz Schreiner also wohl eher nicht liegen.
Im Gegenteil wäre es für meine Frau sehr kurzsichtig und geradezu dumm, in unserer Ehe aus finanziellen Gründen zu verbleiben (und wenn meine Frau eines nicht ist, dann dumm und kurzsichtig): Wie schon einige Male hier erwähnt, sind mein Anwalt und ich gerade dabei, ein Konzept zu entwickeln, wie unser Vermögen in eine Stiftung mit wohltätigem/gemeinnützigem Zweck eingebracht und damit umgewandelt werden kann. Wenn sich meine Frau für den Schreiner von mir trennen würde, dann sollte sie die Scheidung besser im Laufe des Jahres 2024 einreichen, ansonsten wird das nix mit Eigenheim und Genuss-Urlaub. Dann müssten die beiden sich womöglich die beiden Zimmer der Schreiners teilen. Und nur um einer Annahme der Unwissenheit vorzubeugen: Meine Frau weiß sehr genau um die Stiftungsfolgen in Bezug auf Erbe, Vermögen etc Bescheid.
Zitat von Martin123: Spannend wird halt, ob deine Frau auf dich verzichten möchte und einen Warmwechsel vorbereitet oder ob du als Finanzier weiter gebraucht wirst, was aber heißt, dass sich deine Frau weiterhin um dich "kümmern" muss obwohl sie in Gedanken viel lieber beim Schreiner wäre.
Ich glaube deine Grundprämisse, nämlich dass meine Frau lieber beim Schreiner wäre, ist eine falsche. Daraus leitest du den Fehlschluss des "Kümmerns" ab. Was mich in diesem Zusammenhang immer etwas ärgert, ist die Negierung meiner Empfindungen. Ich bin ja kein ganz grober Gefühlsklotz. Und ich glaube, ich würde eine emotionale Distanzierung meiner Frau durchaus bemerken. Sie ist ganz sicher nicht die große Schauspielerin. Mir da konstant implizit zu unterstellen, ich wäre nur zu doof, ihre Entfremdung nicht zu bemerken, finde ich enervierend.
Zitat von Martin123: Natürlich kann ich mich täuschen, ich gebe auch zu, dass ich mir mit dem Begriff der Polyamorie schwer tue. Ich glaube, das ist meistens eine Lüge und steht für ("Ich liebe jemand anderen, will mir aber den einen noch warmhalten" oder "ich kann mich nicht entscheiden", oder "eigentlich bist du nur eine 6 Affäre aber ich erzähle dir das Märchen von Polyamorie, damit du mitmachst". Echte Poloyamorie ist mir im echten Leben noch nie begegnet und ich habe schon einiges gesehen.
Siehst du, ich denke du bist einem polyamoren oder offenen Beziehungsmodell gegenüber nicht objektiv eingestellt. Deshalb fällt es dir schwer, die Verhaltensweise bzw Gefühls- und Gedankenwelt meiner Frau nachvollziehen zu können. Dein Vorurteil über Polyamorie führt automatisch dazu, ihr unlautere bis raffgierige Absichten zu unterstellen. Ich finde es schade, dass du dich gedanklich darauf so gar nicht einlassen kannst. Warum eigentlich? Dass du wissentlich noch keinen echten Poly-Konstrukten begegnet bist, kann durchaus sein. Wenn wir uns kennen würden, wüsstest du ja auch nicht Bescheid. Wer outet sich denn schon mit so einem Konstrukt?