Zitat von carlos7: bereits festehenden Diagnose "pathologische Hybris"
Zitat von carlos7: Vermutungen und Diagnosen durch Zitate oder Erlebtes zu belegen
Apropos Zitate:
Wenn du mich schon (ordentlich in Anführungszeichen) zitierst, dann bitte korrekt.
Ich sprach von "Hybris". Von "pathologisch" schrieb ich nichts.
Du scheinst aber nicht so genau zu wissen, was das ist und nur mal schnell Wiki überflogen zu haben. Deshalb erkläre ich es dir gern:
Seit dem antiken Griechenland bezeichnet der Begriff "Hybris" (wie ich ihn verstanden wissen will) eine Selbstüberschätzung in dem Sinn, dass man meint, über andere Macht ausüben zu können (im negativen Sinn) oder (im angeblich) positiven Sinn, dass man meint, zu wissen, was gut für sie ist. Das führt dann zum Beispiel zu Phänomenen wie dem, dass man aus dem Hintergrund heraus Fäden zieht, um etwa ihre Karriere zu pushen.
In beiden Fällen entmündigt man diejenigen und spielt ein bisschen "Gott", der ja bekanntlich immer alles besser weiß.
Man weiß aber (sofern man nicht tatsächlich Gott ist) nie wirklich, was gut für einen anderen ist und sollte sich daher bei ungebetenen Eingriffen in ihr Leben tunlichst zurückhalten und zwar auch dann, wenn man es angeblich gut mit ihnen meint.
Selbstüberschätzung ist beides per definitionem. Also deine "dunkle" und deine "helle" Ausübung der Macht.
Die Hybris ist übrigens in sehr vielen griechischen Tragödien, die ja bekanntlich nichts weiter tun, als menschliche Archetypen und deren Verhalten abzubilden, der eigentliche Grund dafür, dass alles in einer fürchterlichen Katastrophe endet.
Das merken die verantwortlichen Protagonisten aber regelmäßig erst dann, wenn es zu spät ist. Vorher pflegen sie so zu denken wie du.