Zitat von TheWho: oder ob ich eine offene Beziehung notgededrungen aus Mangel an Alternativen akzeptiere, weil ich ein Verlassenwerden vermeiden möchte, besonders weil auch noch Kinder, Haus, Hund, Geld und ne Menge anderes auf dem Spiel steht,
Und genau darauf gibt Carlos in 1143 Seiten seine ganz persönliche Antwort.
Übrigens komme ich teilweise auf komplett anderen Wegen zu gar nicht so anderen Schlussfolgerungen als du: was Frauen und Männer im ersten Moment zusammenbringt, ist vor allem sexuelle Anziehung.
Was dann aber über die Jahre passiert, ist Bindung, ist Liebe. Und es ist ein Grundbedürfnis von Menschen in liebevollen, sicheren Bindungen zu sein.
Und diese sicheren, liebevollen Bindungen sind nicht der "Trostpreis des Betamannes", sondern so wichtig für uns, wie Essen und Trinken.
Ja, wenn die sexuelle Anziehung, wie es oft aber nicht notwendigerweise passiert, verloren geht, dann ist das schade, entwertet aber eine sichere, liebevolle Bindung nicht.
Das Dilemma ist ja jetzt, dass wir nicht mehr Bereit sind, im Leben auf sexuelle Erfüllung zu verzichten, und ebenso wenig bereit sind, unsere Partner sexuell zu teilen.
Mir scheint, die Lösung der RP ist, Frauen nur noch für die sexuelle Erfüllung zu missbrauchen, und statt dessen "liebevolle" sichere Bindungen in ihrer Sekte zu suchen. Mit Abwertungen, Aufnahmeritualen, Ausgrenzungen, sich gegenseitig überbieten in kruden Ideen, Feindbildpflege wie man sie z.B in studentenvereinigungen fand und findet.
Da kommt mir die Lösung von Carlos und mir schon sinnvoller, ethischer und konstruktiver vor.