Velociraptor
Mitglied
- Beiträge:
- 16
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 46
- Mitglied seit:
ich bin neu hier und suche Ratschläge, wie ich weitermachen soll, denn so schlecht wie derzeit, ging es mir in meinem Leben noch nie.
Meine Frau (38) und ich (39) sind mittlerweile 18 Jahre lang zusammen, davon 6 Jahre verheiratet. Wir haben 2 kleine Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren und leben in einem Eigenheim, dass ich mit meinem Schwiegervater zusammen aufwendig saniert habe. Letzten Oktober feierten wir dann nachträglich (Corona) eine pompöse Hochzeit mit allem drum und dran. Und hier gehts los.
Im November wollte meine Frau mit ihren 2 besten Freundinnen, die sind wie Pech und Schwefel, zusammen ein Wochenende mit Hotel, Weihnachtsmarkt und Diskothek feiern gehen. Eigentlich ist das für mich gar kein Problem. Ich habe sie 18 Jahre lang immer feiern lassen, wenn sie wollte. Das letzte Jahr ist es allerdings immer mehr geworden. Meine Frau hat stark abgenommen, eine tolle Figur und ist objektiv betrachtet extrem attraktiv für andere Männer. Nun kommt allerdings der Fakt dazu, dass ich durch intensive Gespräche mit meiner Frau herausgefunden habe, dass ihre beiden besten Freundinnen wohl regelmäßig auf diesen Parties am WE ihre Ehemänner betrügen. Teilweise sogar mit mehreren Männern gleichzeitig. Sie leben ihre Sexualität aus und daheim wissen die Männer nichts davon. Beide haben ebenfalls kleine Kinder.
Die Beziehung mit meiner Frau ist bisher immer ein Traum gewesen. Wie auf Wolke 7. Wir tauschen viele Zärtlichkeiten aus und haben beide extrem viel guten Sex. Eigentlich bekommt sie alles was sie braucht. Als wir im besagten November mal wieder mit Handy getextet haben und ich ihr schrieb, wie sehr es mich anturnt, wenn sie Stiefel im Winter trägt, da schrieb sie zurück: Dann darfst du gar nicht sehen, wie heiß ich mich erstmal dieses WE anziehe
Und da ist mir der Kragen geplatzt. Wieso sagt man sowas? Und mich beschlich ein extrem ungutes Gefühl.
Diese Kombination: 1. Zwei Freundinnen, die motorische Fremdgänger sind
2. Dass sie sich freut sich anziehend in meiner Abwesenheit anzuziehen
3. Dass sie von Alk. erfahrungsgemäß immer sehr gut wird
4. In der Disko mit lauter junger Männer
machte mich richtig fertig. Mich beschlich das Gefühl, dass wenn ich nicht interveniere, etwas Schlimmes passieren kann. Ich habe ihr gesagt, ich möchte nicht, dass sie mit den beiden besoffen Clubben geht. Sie entgegnete Sätze wie "ja nur weil die das machen, bedeutet das nicht, dass ich das auch mache". usw. Vertraust du mir etwa nicht?
Es ging sogar so weit, dass ich gesagt habe, ich würde meine Sachen packen, wenn sie geht. Das Thema war zunächst durch. Aber dann fing sie wieder an, ob sie nicht doch gehen könne und der streit eskalierte. Sie war nur noch am Weinen und wir einigten uns darauf, dass sie mitkommt zum Weihnachtsmarkt, shoppen, Sauna usw. aber nicht mit den Club. Wir haben abends telefoniert.
Ihre beiden Freundinnen hassen mich jetzt auch wie die Pest, haben mich überall geblockt, aber das ist mir egal.
Unsere Beziehung ist seit November nicht mehr die selbe. Die Unbeschwertheit ist weg, man traut sich nichts mehr zu sagen, ein falsches Wort reicht für einen Streit. Uns geht es sichtlich beiden sehr schlecht. Die beiden Freundinnen verbringen trotzdem ständig Zeit mit ihr und ich habe eine schlimme Befürchtung.
Ich fürchte eines Tages kommt es dazu, dass die 2 meine Frau vor die Wahl stellen werden und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob sie sich dann für mich entscheiden wird.
Es geht mir elendig, weil ich Alles gegeben habe. Ich habe 3 Jobs, damit wir ein gutes Leben führen können. Ich mache viel mit den Kindern. Ich trainiere viel im Gym und habe einen ziemlich guten Körper. Aber meine sozialen Kontakte gingen in den letzten 5 Jahren gegen 0. Ich habe Angst. Angst dass ich den Trennungsschmerz nicht überstehe. Angst, dass die Kinder leiden werden. Angst, dass ich meine Söhne und mein Haus verlieren werde und Angst, dass ich für immer alleine bleiben werde, weil ich so ein leichtgläubiger Depp gewesen bin.
Was soll ich tun?
In meinen Gedanken kommt immer mehr die These auf, dass es genau so kommen wird und ich schleunigst anfangen sollte, in mich zu investieren.
Ich habe angefangen Bargeld und Goldmünzen bei Seite zu legen, um nachher nicht abgezogen zu werden.
Ich beginne Kontakte zu knüpfen und mal wegzugehen, damit ich nicht mehr nur noch meine Familie habe, sondern ein größeres Netzwerk.
Ich gebe mehr für Genuss aus, was ich vorher nie getan habe, weil ich ein sparsamer Typ bin, der gerne wirtschaftlich erfolgreich ist. Ich überlege, mir in 1-2 Jahren ein paar Haare transplantieren zu lassen, weil sie vorne ein wenig licht werden, um attraktiver auszusehen
All das quasi als Schutzreaktion, damit der eventuelle "Absturz" nicht zu hart wird.
Aber ist das gesund? Ist es wirklich gesund so zu leben, im Hinterkopf quasi schon damit zu rechnen, dass Alles irgendwann aus sein wird und man schon mal Vorkehrungen treffen muss?
Abschließend möchte ich sagen, dass ich meiner Frau felsenfest glaube, dass sie bisher immer treu war. Ich habe jedoch die starke Vermutung, dass diese 2 Freundinnen sie irgendwann einmal, nach unzähligen Anläufen, in Versuchung bringen werden, von der verbotenen Frucht zu naschen. Und das wäre meine absolute rote Linie. Ich ertrage diesen Gedanken nicht.
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?