VictoriaSiempre
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Zitat von Unsual83:Ich schlafe derzeit auf der Couch und werde nach dem Gespräch mit den Kindern zu meinen Eltern gehen.
Auch wenn ich Dich verstehe (Du hast es ja nachfolgend noch erläutert): Ich würde das Haus auf gar keinen Fall überstürzt verlassen. Damit schaffst Du Fakten, die Dir evtl. später gewaltig auf die Füße fallen können.
Zitat von Unsual83:Weiter wollen wir dann die Wochenenden so planen wie es jeweils passt
Ja klar. Sie mit neuem Lover - wem passt es da wohl besser, an den Wochenenden kinderfrei zu haben?
Zitat von Unsual83:Zitat von ihr, ich nehme dir deine Kinder nicht weg, du sollst sie weiterhin sehen.
Na, das ist ja mal großzügig von ihr!

Zitat von Unsual83:Der Plan ist auch, dass ich unter der Woche abends öfters komme und die Kinder ins Bett bringe.
Mag sich momentan ja alles nett anhören - ob das dauerhaft in der Praxis funktionieren wird? Ich würde nicht drauf wetten!
Zitat von Unsual83:Ob das aufgeht auf Dauer weiß ich nicht.
Spätestens, wenn der Neue sich auch trennt und in EUREM Haus hockt, wirst Du nicht mehr willkommen sein.
Zitat von Unsual83:Viele werden sich jetzt fragen, warum ich eigentlich ausziehe. Für die Kinder, ganz einfach. Alternativ könnte sie zu ihren Eltern mit den Kindern, diese somit aus ihrem zu Hause gerissen.
Ich finde es ja ehrenwert, dass Du an Deine Kinder denkst. Vermutlich bekäme Deine Frau - da sie hauptsächlich betreut und die Kinder noch so klein sind - im Streitfall auch die bisherige Familienwohnung (hier: Das Haus) vom Gericht zugesprochen. Vorübergehend!
Über kurz oder lang wird es eine andere Lösung geben müssen: Entweder kann sie Dich oder Du sie (zum Marktpreis, wenn Ihr Euch nicht anderweitig einigt) auszahlen oder das Haus muss eh verkauft werden. Für die Kinder ist das Zerbrechen der Familie schlimmer als der Verlust des Hauses.
Wenn Ihr noch einigermaßen miteinander sprechen könnt, dann empfehle ich Euch eine Mediation. Es gibt Rechtsanwälte, die das anbieten und mit Euch Regelungen zu Finanzen, Wohnsituation und Kindesumgang vereinbaren können. Das ist viel günstiger, als es später vor Gericht auszufechten.
Ein möglicher Mediator bleibt neutral, d. h, er kann weder Dich noch Deine Frau im Streitfall (falls es dazu kommt) später vor Gericht vertreten. Darüberhinaus solltest Du Dich auf alle Fälle schon mal nach guten Fach(!)Anwälten für Familienrecht umhören. Wenn es finanziell machbar ist, dann vereinbare Beratungsgespräche: Jeder Anwalt, bei dem Du warst, kann Deine Frau nicht mehr vertreten.
Grundsätzlich tendiere ich auch dazu, dass der-/diejenige, die aus ner Beziehung raus will, gehen sollte. Manchmal ist das im Sinne der Kinder jedoch nicht so praktikabel, das sehe ich natürlich ebenfalls.
Es gilt eine Lösung zu finden, bei der Du nicht über den Tisch gezogen wirst. Deine Chancen dafür stehen einfach besser, solange Du das Feld noch nicht geräumt hast.
Was spricht denn dagegen, dass Deine Nochfrau das Haus jeden Abend verlässt, wenn Du da bist? Sie kann ja mit ihrer neuen Liebe die Nacht verbringen (wo auch immer, nicht Dein Problem) und morgens oder mittags wieder aufschlagen, um die Kinderbetreuung zu übernehmen.
Das setzt natürlich voraus, dass Du es hinbekommst, abends (und ggfs morgens) die Kinder zu versorgen. Darüber musst Du Dir eh besser früher als später Gedanken machen, falls Du nicht nur Alle-2-Wochenenden-Papa sein willst.