Sven-Mörser
Mitglied
- Beiträge:
- 205
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 140
- Mitglied seit:
Aber zu den Eckdaten. Wir (Ich 31, sie 34) sind/waren seit 7 Jahren zusammen, davon 4 Jahre verheiratet. Wir haben 3 Kinder und ein gemeinsames Haus. Ich bin damals für sie wieder in unsere gemeinsame Heimatstadt gezogen, was ich nie vor hatte und habe mir auch hier eine Arbeit gesucht.
Vor besagten 2 Wochen eröffnete sie mir, dass sie sich wie in einem goldenen Käfig fühle und aus diesem raus möchte. Ich verstand überhaupt nicht woher das kam und was das bedeuten sollte. Es habe nichts mit den Kindern oder den allgemeinen Lebensumständen zu tun. Sie wolle wieder das Gefühl der Verliebtheit spüren und glücklich sein. Sie wolle auch Sex mit anderen Männern haben, aber auch sonst Dinge für sich machen, die ihr gut tun würden. Ich fiel wirklich aus allen Wolken und bekam erstmal so eine Art Nervenzusammenbruch.
Ein paar Tage vorher war sie wochentags noch mit Kollegen nach der Arbeit was trinken. Sie arbeitet in einer größeren Stadt mit ungefähr 1 Stunde Fahrtweg pro Strecke. Na jedenfalls fuhr sie an diesem Tag mit der Bahn und schrieb mir erst am Abend, dass sie noch weggeht - sonst hat sie immer gefragt, ob das in Ordnung ist. Um ca. 1:00Uhr nachts schrieb sie mir dann, dass sie die letzte Bahn verpasst habe und nun im Hotel schlafen müsse. Ihr könnt Euch sicher meine Begeisterung vorstellen. Ich hatte zufällig am nächsten Tag frei und als sie dann am Vormittag nach Hause kam, gab es ein ernstes Gespräch. Sie versicherte mir, dass nichts lief, was ich ihr auch glaube. Sie wisse aber selbst nicht, was zur Zeit mit ihr los wäre und brach in Tränen aus. Am Ende wollte sie mit den After Work Geschichten kürzer treten, um wieder zur Ruhe zu kommen. 2 Tage später meinte sie abends, dass ihr bester Freund vorgeschlagen habe mal auf die Kinder aufzupassen damit wir mal in einen Swin..klub gehen könnten. Ich wusste , dass sie so was schon gemacht hatte, war aber bisher nie ernsthaft Thema bei uns.
Daher habe ich mich auch noch nicht groß damit auseinander gesetzt. Nach hin und her sowie drüber schlafen, war ich soweit darauf einzugehen oder uns zumindest langsam daran zu führen. Wir hätten dann sogar den Freitag Kinderfrei, waren dann aber doch nur auf einer Party von einer Ihrer Kolleginnen. Am Montag war dann der Status, dass sie eine Ehe mit besonderen Vorzügen, sprich erlaubten Seitensprüngen wollte. Ich könne das dabei genauso tun wie sie. Für sie sei aber auch das Modell mit als Freunde die Kinder großziehen (macht eine Freundin von Ihr so) oder eine komplette Trennung denkbar. Ähhh... wo kam das denn jetzt wieder her? Ja sie wolle einfach richtig begehrt werden und Leidenschaft spüren. Nach 2 weiteren Tagen habe ich mich auch damit angefreundet, fand es sogar verrucht und cool wie fortschrittlich und offen wir mit unseren Problemen umgehen. Mittwochabend berichtete ich ihr von meiner Entscheidung und sie fand es nach eigener Aussage aufregend. Wir sprachen dann sogar schon von den Rahmenbedingungen und hatten als Resultat dann S*. Donnerstag bis Freitag musste ich dann auswärts zu einem lang geplanten Seminar, was zum einen vielleicht gut war um mal Abstand zu gewinnen, zum anderen war noch so vieles ungesagt.
Naja jedenfalls habe ich mich an meine "Hausaufgaben" gehalten und sogar mit 2 Frauen geflirtet, einfach um es zu probieren. Als ich ihr davon erzählte fand sie das wieder aufregend. Na gut dachte ich, das scheint ja so erstmal zu laufen. Am Samstag war sie dann mit ihrem besten Kumpel feiern. Mir war den ganzen Abend flau. Morgens um 4:00Uhr kam sie dann wieder, sah dann auf meinem Handy, dass sie mir schon gegen 00:00Uhr schrieb und es schrecklich fand. Sie habe zwar mit jemanden rumgeknutscht aber hauptsächlich war sie betrunken und wollte nur nach Hause. Sonntagabend könnten wir beide ewig nicht einschlafen und hatten kurzer Hand wieder S*.
Wiederum am nächsten Montag eröffnete sie mir, dass für sie nur noch eine Freundschaft, ggf. mit Extras, mit Kinder groß ziehen in Frage komme. Meine Welt brach nun völlig zusammen. Diese riesen Stufen in der kurzen Zeit. Ich habe vorher schon wenig gegessen und geschlafen, damit war es nun ganz vorbei.
Wir haben dann jeden Abend gesprochen und ich muss sagen es war sehr rücksichtsvoll und fair. Ich glaube am Dienstag sagte sie, dass sie sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen kann und ich immer Teil davon sein werde. Auch werde ich immer zu mind. 50% im Leben der Kinder stehen. Das Haus und alles was wir erschaffen haben (hatten gerade frisch 3 Monate lang das Erdgeschoss renoviert), wolle sie nicht verlieren. Wir können erstmal alles lassen wie es wäre, auch nach außen hin, nur mit klaren Fronten zwischen uns. Tagsüber habe ich es fast immer geschafft eine Kontaktsperre aufrecht zu halten. Aber abends brauchte ich diese Gespräche einfach und wohl auch ihre Anwesenheit. Die Nachmittag waren furchtbar. Ich hole immer die Kinder ab. Die Zeit mit Ihnen ist zwar toll, aber wirklich ablenken könnten sie mich auch nicht. Im Prinzip habe ich nur gewartet bis sie nach Hause kam. Sie meinte auch sie käme gern zu mir und verbringe Zeit mit mir.
Gestern war sie dann wieder mit Kollegen weg und schrieb mir nachts, dass sie bei einer Kollegin schlafe. Der Schriftverkehr ging über die Nacht verteilt und sie versichert mir, dass es da keinen anderen Mann gebe. Das sagte sie in den Gesprächen auch immer wieder, dass sie jetzt nicht auf der großen Jagd sei und das im Moment auch nicht wolle. Sie meinte auch, dass es ihr Leid tue, dass sie gerade nicht für mich da wäre und sie an mich denken müsse. Ich war nun aber die erste Nacht alleine und was soll ich Euch erzählen, es war schrecklich!
Heute kam sie dann nach dem Mittag wieder. Wir sind dann alle zusammen auf einen Familienausflug gefahren. Zeit zum Reden war also nicht wirklich. Jetzt sie sie bei ihrer besten Freund, die zu Besuch in der Stadt ist. Sie wollte eigentlich dort schlafen, meinte vorhin aber sie käme nach Hause weil sie nicht Zelten wolle. Aber nun sitze ich wieder alleine hier und schreiben diesen Text, nachdem im beim Stöbern im Forum wieder weinen musste.
Puh... lange Geschichte und trotzdem nur eine Zusammenfassung. Es gibt viele Zwischenmomente und -erklärungen, die ich im Moment nicht alle zusammen kriege. Beispielsweise solle ich die Gelegenheit nutzen, um auch mein Leben wieder aktiver zu gestalten und unter Leute zu kommen. Darauf habe ich aber aktuell wirklich gar keinen Bock.
Es hat mir schon etwas geholfen dies nieder zu schreiben. Trotzdem bin ich verzweifelt und verwirrt. Wir waren zwar schon einige Male am Endpunkt, haben uns aber immer für das Kämpfen entschieden. Dies habe sie nun aber aufgegeben sagt sie. Ich habe gerade keine konkreten Fragen, will mich einfach einbringen und Euer Feedback abwarten. Die Artikel zum Liebenskummer und die Tipps dagegen habe ich schon gelesen, schaffe es aber einfach noch nicht etwas davon umzusetzen.
So long...
Sven