@Amaliatae
Du wirst es schaffen ! Wo eine Wille ist, ist auch ein Weg !
Geht nur manchmal nicht so schnell, wie wir das gerne hätten.
Hmm, wie ich es geschafft habe, da muß ich grad schon wirklich überlegen, es ist schon eine Weile her.
Um Ihn getrauert hab ich nur sehr kurze Zeit, ich war auch einfach ziemlich sauer wegen der dreisten Lügen, hatte eine Menge Ablenkung durch den Alltag, wo ich funktionieren mußte, viele Verpflichtungen und mich nebenbei allein um Wohnung, Umzug kümmern mußte. 3 Monate am Stück nur nachts 4 Stunden Schlaf, während Er sich dann ganz offiziell vergnügte und mich mit allen Pflichten allein ließ, mich andererseits aber auch nicht gehen lassen wollte und mich immer wieder bedrängte. Sich ziemlich Distanzlos verhielt und ich ziemlich deutlich und konsequent Grenzen setzen mußte. Anstrengend !
Hab auch finanziell ziemlich Federn gelassen in Summe.
Danach war ich erst mal einfach nur noch froh Schlaf zu bekommen und einen eigenen Rückzugsort zu haben. Die 3 Monate waren echt eine Tortour. Und ich hatte keinerlei Bedürfnis Ihn zurück haben zu wollen. So eine Beziehung wollte ich einfach nicht leben.
Die Trauer hatte ich wohl eher um die gescheiterte Beziehung, die verloren gegangene Liebe auch in mir, Verlust von Vertrauen und so Einiges mehr. Natürlich fühlte ich mich auch irgendwie ungerecht und unfair behandelt, da wir "theoretisch" eine klare Vereinbarung hatten, nämlich unter allen Umständen zueinander ehrlich zu sein. Was in der Praxis dabei heraus kam, sieht man ja.
Dann hab mir ganz in Ruhe meine Eigenanteile angeschaut, bin ich mich gegangen.
War gut und wichtig. Hab auch geschaut was in Summe falsch gelaufen ist, mir seine Anteile angeschaut und festgestellt, daß Er da in Konditionierungen steckte, die Er nicht gelöst bekommt. (die hat Er heute immer noch).
Die haben nicht mal etwas mit mir persönlich zu tun. Und das war wohl eine wichtige Erkenntnis !
Eine zu lange und komplizierte Geschichte, um Sie Dir hier aufzuschreiben.
Und irgendwann kam ich dann an einen Punkt, wo mir klar wurde, daß ich Ihm und auch mir selbst einfach vergeben muß, um meinen Frieden zu finden und in die Heilung zu gehen. Das Leben viel zu wertvoll ist, um in der Vergangenheit festzuhängen. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, die Gegenwart und die Zukunft schon und wir bestimmen, was wir daraus machen.
