JoriKa
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mein Freund und ich sind seit 6 Jahren zusammen und haben einen vier Jahre alten Sohn. Seit ich meine Ausbildung angefangen habe sehen wir uns selten, wir streiten oft und haben uns irgendwie auseinander gelebt. Wir waren schon immer sehr verschieden, anfangs hat mir das nichts ausgemacht aber jetzt habe ich das Gefühl mich weiter entwickelt zu haben. Mir reicht das nicht mehr. Ich will jemand über dessen Witze ich lachen kann, mit den ich über Politik reden kann und neue Sachen ausprobieren kann. Wir haben zusammen ein recht spießiges und langweiliges Leben. Wir haben einen Altersunterschied von 8 Jahren was vielleicht auch mit rein spielt. Das Problem ist das ich ihn als Mensch sehr mag und mir es schwer fällt allein zu sein. Aber das ist nicht fair und ich muss lernen allein klar zu kommen. Doch ich habe Angst es nicht zu schaffen. Angst damit einen Fehler zu machen. Angst das mein Sohn das nicht gut verkraftet. Wir haben schon so viel miteinander geredet und viel geweint. Wir wissen beide, dass es gerade nicht gut läuft, aber haben Angst los zu lassen. Er liebt mich auch noch, nur ich weiß nicht ob ich das noch so tue. Ich mag ihn als Mensch aber das ist doch nicht das selbe wie lieben. Ihm das zu sagen tat weh. Ich habe ihn damit sehr verletzt. Ich fühle mich so egoistisch wegen solchen Kleinigkeiten alles hinschmeißen zu wollen anderseits kann ich meine Gefühle nicht erzwingen. Die Illusion einer glücklichen Familie ist so schön, aber eben nichts anderes als eine Illusion. Ich bin noch so jung und weiß ich habe noch so viele Chancen und Möglichkeiten aber auch Angst davor hin zu fallen. Angst an falsche Männer zu geraten oder immer allein zu sein. Er war immer gut zu mir, es gab Problem ja, aber wir konnten immer miteinander reden und auf uns zählen. Sollte mir das nicht wichtiger sein, als der Rest? Ich bin so durcheinander der Zustand ist für alle schmerzhaft und ich weiß nicht wie ich einen klaren Kopf bekomme. Wir hatten uns auch kurzzeitig getrennt, doch es hat nicht gut geklappt. Ich war ziemlich überfordert und wir haben es dann wieder miteinander versucht. Ich habe kaum Freunde, meine Familie ist weit weg und nicht immer hilfreich und ich muss vieles stämmen. Ich brauch eindeutig Hilfe. Vielleicht eine Familienhilfe, einen Psychologen, damit ich alles packe. Ich fühle mich so schwach. Das Bild der glücklichen Familie hat mir so viel gegeben, es zerbrechen zu sehen ist schmerzhaft, es nimmt mir den letzten Halt. Ich fühle mich schuldig und naiv, dass ich geglaubt habe ich könnte es schaffen, um letztlich daran zu scheitern.
Ich hoffe auch gar nicht auf Ratschläge, letztlich muss ich mich entscheiden und ich weiß eigentlich auch was das richtige ist. Meine Sorgen niederzuschreiben hilft mir jedenfalls, mich zu ordnen und Druck abzulassen und vielleicht ging es jemanden ähnlich und könnte mir Mut machen.