Zitat von Lebenskünstler: Das ist leider bei Bindungsängstlern oft so. Am Anfang möchte man so viel wie möglich (siehe auch ihre WhatsApp, die du erwähnt hast) und dann wird es sukzessive immer weniger und weniger und man spürt irgendwann, dass da kein Verlangen nach Nähe, sondern schon Ablehnung ist, allerdings ist es dann meist zu spät, noch irgendwas zu retten. Da passieren auch genau diese Dinge, dass man seine eigenen Bedürfnisse, egal in welcher Art, vernachlässigt, nur damit der Partner zufrieden ist, was aber genau der falsche Weg ist.
Zitat von Stiletto: Schau auf DICH und versuche zu ergründen, ob Du vielleicht zu sehr geklammert hast und in die Bedürftigkeitsschiene abgerutscht bist. Das kann beim Partner/Partnerin zur Ablaschung der Liebesgefühle führen, denn das macht nicht gerade attraktiv. Ich muss in diesem Zusammenhang auch an Deine Alk. (darf ich das so schreiben?) denken. Da hast Du Dich als einen Menschen geoutet, der in kritischen Situationen "schwach" ist und nicht souverän mit Problemen umgehen kann - und das wirkt wiederum auf das andere Geschlecht nicht besonders anziehend.
Zitat von Stiletto: Es ist die gesunde Nähe-Distanz-Balance, die allzu oft darüber entscheidet, ob eine Partnerschaft längerfristiges Beziehungspotenzial hat oder eben nicht. Wenn der eine mehr liebt als der andere, der eine mehr auf Freiheit Wert legt, der andere aber mehr Sicherheit und Nähe braucht, der eine eine Verlust- der andere eine Bindungsproblematik hat (ach, was es da alles gibt), dann kommt schnell ein Ungleichgewicht zu Stande. Wenn Du magst, dann gehe der Sache weiter auf den Grund. Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt ...
@Stiletto natürlich darfst Du die Aktion als Alk. bezeichnen, war sie ja schließlich auch
🙈 Also daran habe ich noch gar nicht gedacht, dass bei ihr eventuell auch Bindungsängste mit ihm Spiel gewesen sein könnten. Wahrscheinlich auch eine Folge der Schlammschlacht und Scheidung. Grundsätzlich denke ich, dass da noch viel bei ihr mitschwingt, ob bewusst oder unbewusst.
Aber so wie du es beschreibst, passt das schon ins Bild. Und als ich nicht mehr die Aufmerksamkeit bekam, die ich mir wünschte, da machten sich dann langsam Verlustängste bei mir breit. Blöde Kombi. Wobei ich mir diese nie anmerken hab lassen und ich ihr bis zuletzt die Freiheiten gab die sie sich wünschte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie sich von mir sehr bedrängt gefühlt hat.
Hab die Thematik etwas ausführlich in einem meiner früheren Beiträge dargestellt. Hoffe es ist ok, wenn ich das einfach nochmals hier rein kopiere:
"Vielleicht sollte ich hier noch erwähnen, dass ich meine Bedürfnisse nie in den Vordergrund gestellt habe und auch nie geklammert oder den Bedürftigen gegeben habe. Ich hing ihr nie am Rockzipfel und hab nie nach Aufmerksamkeit gebettelt. Auch nicht als mich die Verlustangst einholte.
Ja geäußert habe ich meinen Wunsch nach mehr Zweisamkeit irgendwann aber ich hab nicht darum gebettelt.
Und ich konnte ihr auch eine starke Schulter bieten, davon bin ich überzeugt.
Aber bei alle dem muss ich mir eingestehen, dass ich meinen Selbstwert an ihr festgemacht habe und das zeugt sicher auch von Schwäche."