nadja3424
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ich (23) bin seit ein paar Wochen wieder mit meinem Ex zusammen.
Unsere frühere Beziehung liegt rund zwei Jahre zurück – sie war damals sehr schwierig und hat mich emotional ziemlich mitgenommen. Es gab über die Jahre immer wieder Kontaktabbrüche und Phasen, in denen wir uns sporadisch getroffen haben, aber diesmal ist es wirklich ein neuer Versuch.
Damals war ich sehr unglücklich, weil ich das Gefühl hatte, keine Priorität in seinem Leben zu sein. Er war distanziert, hat Gefühle kaum gezeigt und sich emotional komplett verschlossen – mittlerweile weiss ich, er hatte (und hat vielleicht noch) Bindungsangst. Ich habe sehr gelitten, während er eher auf Rückzug ging.
Nach der Trennung und dem hin und her hat meine Familie alles natürlich mitbekommen und war auf meiner Seite. Meine Mum meinte, ich soll ihn nie wieder sehen, weil sie gesehen hat, wie schlecht es mir ging. Ich weiß, dass sie mich nur schützen wollte – aber jetzt hat sich die Situation verändert.
Er wirkt heute ganz anders: aufmerksam, respektvoll, ehrlich interessiert an mir. Er fragt nach meinem Alltag, ist unterstützend, will Zeit mit mir verbringen und zeigt mir, dass ich ihm wichtig bin. Wir reden viel offener als früher – und ich merke, dass mich das total beruhigt. Gleichzeitig frage ich mich natürlich: Kann sich jemand mit Bindungsangst und emotionaler Distanz wirklich so verändern? Oder hält das vielleicht nur an, weil alles gerade „neu“ ist?
Ich bin glücklich, aber auch verunsichert. Ich wohne noch zuhause, und meine Eltern wollen immer genau wissen, wo ich bin und mit wem. Deshalb verheimliche ich den Kontakt gerade – weil ich weiß, dass meine Mutter extrem enttäuscht wäre und mich wahrscheinlich nicht ernst nehmen würde. Sie denkt, er sei „für immer“ aus meinem Leben verschwunden.
Genau so ist es mit ein paar wenigen Freundinnen, sie haben damals schon zu mir gemeint, dass er sich niemals ändern wird.
Ich ziehe in ein paar Wochen oder wenigen Monaten aus, und überlege jetzt, ob ich bis dahin warte, um es in Ruhe ansprechen zu können – oder ob ich lieber ehrlich sein soll, auch wenn das sehr wahrscheinlich Streit auslöst.
Es ist halt auch so, dass ich selber erstmal schauen möchte wo das Ganze hinläuft. Aber auch bei Wochenendtrips etc. lüge ich aktuell.
Was würdet ihr tun?
Aktuell bin ich einfach verunsichert, auf der einen Seite sehr glücklich wie sich das mit ihm entwickelt hat, aber diese Verheimlichung ist halt auch nicht wirklich produktiv, da es sich dadurch falsch anfühlt.
Glaubt ihr, dass sich jemand mit Bindungsangst und emotionaler Verschlossenheit wirklich dauerhaft ändern kann?
Ergänzung:
Meine Mutter und ich haben eigentlich ein sehr liebevolles Verhältnis. Gerade deshalb fühlt sich das Verheimlichen für mich so schlimm an – ich will sie nicht enttäuschen, aber ich will auch nicht wieder vorschnell aufgeben, wenn diesmal wirklich etwas anders ist.
Ich weiß, dass ich es am Ende für mich selber entscheiden muss, aber evtl. gibt es ja ähnliche Erlebnisse gerade im Familienumfeld und Freundeskreis mit Ex Partnern.