Zitat von Wasabix:Anzahl der Berichte, hatten diese Frauen/Männer zu einem sehr frühen Zeitpunkt genau wahrgenommen, dass sich da was nachhaltig unangenehm anfühlt.
Das hatten wir weiter vorne schon einmal.
Man nimmt es zwar wahr. Ist aber schon derart rosabeschwurbelt worden, dass der Alarm wieder ausgeht.
"Vertrrrrau miiiir." Bssssss. Darin sind sie Meister.
"Ich hab Dich lieeeeeb." Bssssssss
"Nur Duuuuu..." Bssssssssss
Oder so ähnlich. Man ahnt schlicht und ergreifend das Schlachtbeil hinterm Rücken nicht als normal denkendes Hühnchen und kuschelt sich quasi an den Hackblock.
Oft erscheinen sie, wenn tief innen drin doch ein unerfüllter Partnerschaftswunsch schlummert.
Da docken sie an. Wer hat schon Argwohn gegen einen geliebten bzw gegen einen zu einem solchen werden sollenden Menschen? Das wäre ja absurd.
Partnerschaft macht, dass man sich öffnet. Dass man sich zeigt. Sich bindet.
Nichts triggert frühkindliche schmerzhafte Erlebnisse so sehr wie ein toxisches Erlebnis.
Viele von uns haben Frustrationen erlebt. Fühlten sich als Kind von Elternteilen ungeliebt, ungesehen. Wurden verletzt, fühlten sich zurück gesetzt anderen gegenüber (da setzt das Triangulieren auf, das gerne verwendet wird).
Viele von uns kennen dieses "ich bin nicht gut genug" Gefühl. Es wird verwendet, um einem Kind zu vermitteln, es müsse sich mehr anstrengen. Mehr tun. Mehr geben.
Das Kind kann die Elternhand nicht loslassen. Die Eltern sind seine ganze Welt. Ohne sie ist meist die Existenz des Kindes bedroht. Zumindest in den ersten Jahren kann ein Kind ohbe andere Menschen, ohne Eltern nicht überleben.
Diesen Festhalte- und Leistungsreflex stößt eine toxische Beziehung an. (Das nicht gewinnbare Spiel. "Tu mehr, dann....").
Man weiß, dass man Gift trinkt. Aber man kann es nicht lassen. Außerdem ist es... vertraut. Schmerzhaft vertraut.
Einen Weg dort raus gibt es meines Erachtens nur in der Auflösung des Bildes aus Kindertagen. In der Aussöhnung mit dem Kind, das sich in seiner Existenz bedroht fühlte, das gelernt hat, immer wieder nachzulegen. Um Liebe zu bekommen.
Die meist- und da wird es paradox- vorhanden war. Man hat sie nur einfach nicht als solche wahrnehmen und annehmen können.
Damals war sie da. Der überwiegende Teil der Eltern lieben ihre Kinder tatsächlich.
Aber in der toxischen Beziehung gibt es keine.
Zitat von Wasabix:Natürlich gibt es auch Narzisstinnen, der überwiegende Teil jedoch ist männlich
Seh ich anders. Die Dunkelziffer bei weiblichen Narzissten dürfte deswegen größer sein als Du annimmst, weil Männer sich oft schämen, zu zeigen, dass man sie vera..., ausgenutzt und verletzt hat. "Wie konnte Dir das nur passieren?" will sich kaum einer fragen oder fragen lassen.