Dennis82
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Ich möchte mich kurz bei euch vorstellen. Ich heiße Dennis, bin seit 16 Jahren in einer Beziehung (davon 5 Jahre verheiratet).
Warum habe ich mich hier angemeldet? Die aktuelle Situation in meiner Ehe stellt sich wie folgt dar:
Angefangen haben die Probleme im Lockdown. Meine Frau ist ein sehr kommunikativer Mensch, trifft gerne Freunde / Familie, geht aus. Richtige andere Hobbys kennt sie nicht. Aufgrund einer chronischen Erkrankung habe ich es in den letzten Monaten vorgezogen lieber Zuhause zu bleiben und kein Risiko in Bezug zu Corona einzugehen.
Da meine Frau jedoch sehr unter der Situation litt, hat sie Kontakt zu einer Nachbarin eHäuser weiter aufgebaut. Da es sich um eine Familie mit zwei Kindern handelt, habe ich mir auch nichts dabei gedacht, wenn sie 3x die Woche dort zu Besuch war. Meine Frau verlor zwischenzeitlich auch noch den Job, was die Situation nicht besser gemacht hat (einen neuen Job hat sie vor kurzem angetreten). Vor ca. 4 Wochen kam es bei uns durch eine Unwichtigkeit zum Streit. Ich hatte gehört wie sie mit einer Feundin sprach und die Begriffe "Unzufrieden", "läuft ja nicht mehr so mit ihm" gefallen sind. Ich stellte sie zur Rede und es kam zu einem heftigen Streit. Zwei Tage später kam es zur Aussprache. Ich hatte mich eigentlich auf ein paar Entschuldigungen und die üblichen Problemthemen in einer Beziehung eingestellt. Aber was bekam ich zu hören: Ich glaube ich brauche eine räumliche Trennung von dir! Ich war total perplex, wusste gar nicht wie mir geschieht. Da wir eine ähnliche Situation schon einmal am Anfang unserer Beziehung hatten, stellte ich ihr ganz bewusst die Frage: Hast du jemand anderen kennengelernt? Aber sie verneinte. Wir haben uns einen Tag Später entschuldigt, uns gesagt das wir das nochmal anpacken wollen und wurden intim - das Thema war erst mal vom Tisch. Aber in den nächsten Tagen stellte ich dann deutliche Veränderungen an ihr fest. Sie wurde mir gegenüber abweisender, veränderte ihren Ton mir gegenüber. War noch öfter unterwegs als sonst. Wollte das ich auch mal rausgehe um meine Freunde zu treffen. Sie rief mich nach Feierabend aus dem Auto an, erzählte mir von ihrem Tag und jedes mal: Achja, ich fahr noch kurz zur Nachbarin. Da wurde mir klar, das es noch jemand anderen geben musste. Habe sie noch einmal bewusst angesprochen und 6x gefragt ob da jemand ist-beim Weg raus aus der Tür hat sie es dann gestanden.
Aktuelle Situation: Seit 4 Wochen weiß ich es. Die ersten zwei Wochen war zwischen uns alles recht normal. Wir haben auch über das Thema gesprochen (wenn auch sehr wenig). Überlegt wie und ob es weitergehen kann. Den Typen hat sie zwischendurch immer noch getroffen. Nachts haben wir gemeinsam in unserem Bett geschlafen. Ich habe ihr trotzt allem die Hand gereicht um einen Weg aus dieser Situation zu finden. Aber mit jedem Tag hat sie sich mir gegenüber immer wütender verhalten. Sie macht einfach zu, will nicht darüber reden. Erzählt etwas von Abstand. Berührungen waren plötzlich nicht mehr gewünscht. Gibt mir die Schuld an allem was schlecht läuft. Eine vernünftige Kommunikation ist eigentlich nicht mehr möglich. Alles Oberflächlich und voller Vorwürfe. Wir hatten uns auf eine Woche Abstand geeinigt, in der wir mal über alles in Ruhe nachdenken und uns überlegen was wir wollen / wie es weitergeht. Kein Kontakt zu mir, kein Kontakt zu dem Anderen. Über eine Eheberatung hatten wir auch nachgedacht. Sie weiß im Moment nicht, was sie wirklich will. Lässt einfach alles parallen laufen als wäre das völlig normal. Vor zwei Wochen sagte sie: "Ich brauche Zeit, kann nicht von jetzt auf gleich zu tun, als ob alles wieder normal ist". Sie machte mir Hoffnung das wir es wieder in den Griff bekommen. Aber mit jedem Tag zweifle ich mehr daran und habe das Gefühl das sie auf Zeit spielt.
Bis jetzt kam ich mit der Situation gut zu recht. Übernachte im Moment bei einem Freund um ihrem Wunsch nach Abstand zu entsprechen. Die Situation ist für mich aber mittlerweile unerträglich geworden. Durch den Abstand werde ich noch unsicherer, vermisse sie noch mehr. Es macht mich verrückt, das wir keinen Dialog aufbauen und das Thema gemeinsam besprechen. Und je mehr Zeit ich ihr gebe, destomehr habe ich das Gefühl, das sie sich vor mir abschottet. Mein Herz hängt an diesem Menschen der mich 16 Jahre begleitet hat und an allem was wir uns gemeinsam aufgebaut haben. Eigentlich komme ich mit Ausnahmesituationen immer gut klar. Aber im Moment bin ich wirklich am Ende. Keine Ahnung was mich erwartet, ob es Sinn macht für uns zu kämpfen oder ob ich Sonntag abserviert werde.