Zitat:Ich versinke dann in meinem Selbstmitleid, weil mir das alles so "unfair" vorkommt.
Ja, ich suhle mich gerade in meinem Selbstmitleid. Mache mich selbst zum Opfer und komme da einfach nicht raus. Ich habe meine Entscheidungen bisher immer für mich selbst getroffen. Dass nun er seine Entscheidung gegen mich getroffen hat und mir damit weitreichende Lebensänderungen auferlegt hat, damit komme ich nur schwer klar.
Zitat:Es ist nur so das es total egal ist wie gut es ihm jetzt geht (oder auch nicht, wer weiß das schon).
Würde es mir wirklich besser gehen wenn es ihm schlechter geht? Ziehe ich nur positive Energie aus Schadenfreude? Das kommt mir irgendwie unsinnig vor.
Ich weiß, dass es egal ist wie es ihm geht. Und ich weiß auch, dass es mir wahrscheinlich nicht besser gehen würde, wenn er genauso leiden würde. Es würde nichts ändern. Vielleicht wäre dann sogar noch etwas Hoffnung da. Auch das wäre nicht gut. Die Hoffnung aufzugeben und zur kompletten Akzeptanz zu finden ist gerade ein riesen Akt für mich.
Ich möchte gar nicht, dass es ihm schlecht geht, weil es mich nicht weiter bringt. Nur wird mir jetzt erst klar, in welcher Abhängigkeit ich mich ihm gegenüber befunden habe. Nach all der Zeit ist es ihm möglich einfach weiterzumachen. Das wertet mich, unsere Beziehung, irgendwie ab. Es besteht keinerlei Respekt vor dem was wir uns aufgebaut haben. Steinigt mich jetzt bitte nicht. Ihr habt ja recht, wenn ihr sagt, dass das genau so NICHT ist. Aber ich fühle so. Und das nervt mich. Ich messen meinen Wert immer noch an der Trennung. Und da muss ich endlich weg.
Ich igele mich nicht ein. Ich mache viel. Gehe viel mit Leuten raus, mache Sport und rede. Das hatte ich auch schonmal geschrieben. Ich bin immer noch zu ungeduldig.
Es macht mich auch traurig, dass es mir wahrscheinlich nie mehr möglich sein wird in einen normalen Kontakt zu ihm zu treten. Es wird immer Wut in mir sein. Ich habe Angst, in dieser Wut ihm gegenüber zu verharren. Für immer.