Zitat von Marylou88:die dissoziieren aber in der Regel dann alle Emotionen weg und funktionieren wie Roboter.
Ja genau das war einer der Punkte an denen es langsam anfing komisch zu werden.
Sie stand oft mal bei abspülen und ich merkte, dass sie irgendwie total weg war. Klar jeder schaut mal ist "Affenkastl" (wie man in Bayern sagt), aber das war anders.
Wenn ich darauf ansprach konnte es durchaus passieren, dass sie schlagartig explodierte oder länger gar nicht sprechen konnte, bis sie dann in sich zusammenbrach und mir aufgelöst erzählte, sie wisse nicht wer sie ist.
Zitat von Marylou88:Schütze die Täter nicht mehr, sondern geh in die Auseinandersetzung.
Ja da bin ich gerade.
Vielleicht etwas spät, aber es hat einfach Zeit gebraucht um vieles zu erkennen, zu hinterfragen, wiede zu prüfen und nochmal anzuschauen.
Ich mache da eigentlich seit ca 2 Jahren ziemlich tabula rasa, was eben auch Muster und Rollenverteilungen in meiner Familie betrifft.
Zitat von Exil_Wolf:Da helfen auch alle Therapien nicht viel, würde ich mal behaupten, denn eine Therapie, zeigt dir mittel und Wege auf, um mit Dingen zu lernen umzugehen, Strategien zur Verarbeitung und auch zur Akzeptanz deiner selbst, zu entwickeln.
Für mich persönlich kommt es mir langsam so vor, als wäre es bedingt kontraproduktiv, da ja genau da nach eigenen Anteilen, Mitverantwortung und Akzeptanz für die Probleme des Anderen geschaut wird.
Somit komme ich eigentlich nicht wirklich weiter, da ja so genau wieder mein Muster aktiviert wird.
Ich für meinen Teil hatte eigentlich eine ganz gute Selbstakzeptanz, eine vernünftiges Selbstwertgefühl und auch Selbstbewusstsein.
Verückt daran ist, dass tatsächlich ganz ganz alte, für mich eigentlich, so dachte ich, abgeschlossene Dinge hervorgeholt und völlig auf den Kopf gestellt wurden.
Ich war eigentlich immer ein sehr positiver Mensch, mit einem tiefen Gefühl für die Natur, die Menschen und ihren Nöten und Fehlern, die ich insgesamt einfach für menschlich halte.
Ich habe deshalb vor kurzem dann angefangen mich mit "projektiven Identifikation" zu beschäftigen, was mir vieles plötzlich in einem anderen Licht erscheinen lies. (Ich häng unten einen Link zum Überblick an)
Zitat von Exil_Wolf:Wichtig ist aber auch, sich nicht in dieser ganzen Thematik zu verlieren,
Zum Glück neige ich nicht zum "Gedankenkreisen", das stelle ich mir furchtbar vor, wobei ich das tatsächlich nach der Trennung zwischenzeitlich hatte.
Ich hab schon recht früh festgestellt, dass ich die besten Gedanken habe, wenn ich nicht darüber nachdenke.
Meine Ex dachte, ich würde mir ständig Gedanken machen, aber mir fallen Dinge einfach ein oder auf, wenn ich spazieren gehe, Zähne putze, eine rauche, oder einfach gerade etwas völlig anderes mache. Bei mir sind das mehr so "Aha-Effekte".
So.... auf was wollte ich jetzt eigentlich raus...? (Wo bleibt der Aha-Effekt..)
