Zora_1
Gast
nachdem ich in diesem Forum nun über ein Jahr gelesen habe, traue ich mich nun selbst etwas zu schreiben.
Kurz zu meiner Geschichte: vor etwa vier Jahren habe ich (32) meinen jetzt Expartner (35) kennengelernt. Er war mein ein und alles und ich habe eigentlich mein ganzes Leben nach ihm ausgerichtet. Meine ganze Welt hat sich nur noch um ihm gedreht. Bevor ich ihn kennengelernt habe ging es mir sehr schlecht. Und dann kam er in mein Leben und war irgendwie mein Retter. Ich war total happy dass ich endlich jemanden kennengelernt habe.
Ich hatte das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen und irgendwie war von Anfang an alles sehr vertraut. Ich war auch total schnell am Anfang und eigentlich wollte er das nicht unbedingt aber ich bin dann eingezogen. Ich hätte ihn am liebsten gleich geheiratet
Nach etwa einem Jahr wollte ich ihm dann wirklich einen Heiratsantrag machen. Und so ziemlich zu diesem Zeitpunkt hatten wir dann auch unsere erste Krise. Ich bemerkte an mir dass irgendetwas nicht stimmte. Ich bekam immer ein ganz schlechtes Bauchgefühl. Zuerst hatte ich diese schlechte Bauchgefühl nur wenn ich nicht bei ihm war. Dann hatte ich dieses schlechte Bauchgefühl auch wenn ich bei ihm war. Ich war wirklich total am Boden zerstört und habe an meiner Liebe zu ihm gezweifelt. Mir ging es körperlich sehr schlecht, ich konnte meine Arbeit nicht mehr nachgehen und eigentlich hätte ich am liebsten nur im Bett gelegen. Zu diesem Zeitpunkt sage ich mal, habe ich das dann einfach ausgesessen und nach 2-3 Monaten war das Bauchgefühl wieder weg und es lief eigentlich ganz gut.
Als wir dann drei Jahre zusammen waren, kam dieses Bauchgefühl wieder verstärkt. Mir ging es eigentlich nur noch schlecht weil ich 24 Stunden dieses schlechte Bauchgefühl hatte. Ich zweifelte wieder sehr an der Liebe. Aber ich wollte ihn auf keinen Fall verlassen. Er war doch mein ein und alles! Ich war wirklich sehr verzweifelt. Aber trotz meinen Zweifeln blieb er immer bei mir.
Im letzten Sommer ist es dann so eskaliert beziehungsweise ging es mir so schlecht, dass ich in eine Klinik eingewiesen werden musste. Diese Zerrissenheit zwischen meinen Gefühlen und dem sich nicht trennen wollen wurde immer größer. Mir ging es einfach nur noch schlecht. Ich konnte nicht mehr schlafen und nicht mehr essen. Trotz dieser Zweifel hat er mich dann immer in der Klinik besucht. Ja, er war wirklich immer für mich da. Nach der Klinik ging es dann kurzzeitig ein wenig besser. Aber das schlechte Bauchgefühl blieb
Letztendlich ist er dann im Dezember letztes Jahr gegangen. Für mich ist zuerst eine Welt zusammengebrochen. Ich lag nur noch da und bin innerlich vor mich hingestorben. Aber ich habe gemerkt dass ich nicht zurück konnte, weil es mir nur nich so schlecht ging. Wir haben dann mehrmals telefoniert, er wollte mich natürlich zurück. Ich wollte auch so sehr aber ich konnte es leider nicht.
Seit der Trennung haben wir uns jetzt insgesamt drei Mal gesehen und immer ein sehr intensives und schönes Wochenende gehabt. Wir haben sehr viel geredet und natürlich waren wir auch im Team miteinander. An diesem Wochenende bin ich hingefahren und habe dort meine Sachen aus der Wohnung geräumt. Es war ganz schrecklich. Wir haben nur geweint, es war einfach nur furchtbar und traurig.
Für hat sich das Wegfahren nach jedem Wochenende immer wie ein kleiner Tod angefühlt. Die ersten zwei Wochenenden hatte ich dann auch immer das Schlechte Bauchgefühl wenn ich zu ihm gefahren bin. Die vier Wochen dazwischen immer hat sich das geändert. Das Bauchgefühl war weg. Als ich jetzt zuletzt aber meine Sachen holen war, war das schlechte Bauchgefühl nicht mehr da.
Irgendwann hat einen sehr guter Freund von mir mich mal gefragt, warum denn die Beziehung zu Ende soll. Ich sagte dann dass ich immer diese Zweifel habe und immer diese innerliche Zerrissenheit habe. Diese Zerrissenheit wird immer durch mein schlechtes Bauchgefühl ausgelöst. Er fragte dann, ob es dafür einen Grund geben dass ich zweifle. Und eigentlich habe ich immer gedacht meine Beziehung ist toll und ich habe genau das was ich mir immer gewünscht habe. Deswegen hat mich das Ganze immer sehr zerrissen. Ich habe mich sehr lange damit gequält. Eigentlich haben wir zusammen jetzt über ein Jahr versucht die Beziehung zu retten. Aber mein schlechtes Bauchgefühl ist leider immer noch da.
Irgendwann fiel mir dann doch ein, dass ich mit seiner Art zu streiten nicht klar gekommen bin. Eigentlich war er leider immer nur wütend und seine wirklichen Gefühle hat er nie angesprochen. Anstatt zu sagen dass er jetzt verletzt sei, hat er mir eigentlich nur Vorwürfe gemacht und mich ständig beleidigt. Leider ist das in jedem Streit so gelaufen. Danach hat er sich schon entschuldigt aber mir hat dieser Streit dann immer wochenlang in den Knochen gesteckt.
Insgesamt bin ich jetzt wie gesagt gegangen. Mir geht es sehr schlecht und ich fühle mich eigentlich so als wenn er mich verlassen hätte. Ich und auch eher, wir sind unendlich traurig. Das Wochenende jetzt wo ich meine Sachen gepackt habe war einfach nur furchtbar. Leider merke ich, dass ich insgesamt nicht zurück kann obwohl ich es doch noch so gerne möchte. Ich merke dass er mir fehlt, ich genieße die Zeit mit ihm wenn ich da bin, ich geniesse seinen Geruch, ich genieße deine Berührung...
Meine Fragen an euch:
Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennt jemand diese schlechte Bauchgefühl? Warum hänge ich so an ihm wenn ich doch denke ich liebe ihn nicht mehr? Warum quäle ich mich dann so? Und glaubt ihr, dass diese Streitkultur eine Liebe kaputt machen kann?
Bitte entschuldigt, wenn ich hier etwas wirr schreibe, wenn etwas nicht klar ist, fragt doch vielleicht einfach noch mal nach.
Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn sich jemand melden würde Punkt vielen lieben Dank schon mal dafür.