Wogenglätter
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es hört sich im Titel natürlich schrecklich an, aber wir sind ja nicht ohne Grund in einer Ehe mit zwei Kindern
Seit 10 Jahren renovieren wir unser Haus von Grundauf. Die letzten Jahre und seit die Kinder da sind eigentlich nur noch ich. Meine Frau ist eine Art "workaholic", immer unter Strom. Ich bin eher der ruhigere, mit EIGENTLICH ausgewogenen Ruhe- und Schaffenszeiten , das brauch ich einfach. Meine Frau macht unglaublich viel, mit den Kids, den Haushalt usw, obwohl sie zudem 75% Arbeitet.
Ich bin dann eher für alles andere technische zuständig, halte Ihr den Rücken frei, unterstütze sie natürlich wo ich nur kann.
Wie gesagt renoviere ich nur noch alleine das Haus (jetzt 90%fertig). Kürzlich sind wir in Urlaub. Wochen davor war jede freie Minute Abends nur noch am werkeln. Auto, Wohnwagen usw hatte alles plötzlich mit super Timing technische Probleme und war knapp das alles vorher noch hin zu bekommen. Dann Urlaub: Fahrerei, Auf und Abbau, und ansonsten immer mit den Kids unterwegs. Abends völlig platt.
Zuhause wieder alles Ausräumen. ihr kennt das ja.
Grundsätzlich ist das Alles ja gar kein Problem. Jeder hat seine Aufgaben bei uns und das klappt eigentlich hervorragend.
Doch irgendwie läuft es seit 1-2 Jahren still und leise in ne Überforderung. Irgendwie scheint es immer mehr zu werden, und defakto wird es auch immer mehr.
Meine Frau ballert sich selbst mit Aufwand zu, immer mehr Tiere, Unternehmungen Kids usw. Ich kann sagen was ich will, sie zieht ihr Zeug durch, jammert aber dann irgendwann. Ne, nicht jammern, sie wird dann gereizt, sieht sich selbst als ärmste Person und erwartet leise dass ich Zuhilfe eile. Wies mir grade geht ist wurst. Und wehe wenn nicht
Bei mir häuft sich auch die Arbeit. Zb Autos, Haus und jegliche Geräte gehen grade kaputt. Und wie gesagt war der Urlaub obendrauf irgendwie zuviel. Seit 1-2 Jahren habe ich auch keine Zeit mehr für mein Hobby. Meine Frau aber dafür täglich 2-3h.
Nun versteh ich die Welt nicht mehr ganz. Lustlos, 24h nur noch müde, emotionslos, Gedächnisverlust, von allem und jedem überfordert.
Ich hab das auch kommuniziert. Nur hat sie selbst auch Zoff auf Arbeit, scheint selbst auch überlastet (wie gesagt hat sie sich ja selbst mit Freizeitstress zugeballert - der auch nicht so einfach reduzierbar ist.)
Sie sagt aber selbst ich solle mal langsam tun. (Aber mich bitte ja weiter unterstützen
Dazusagen muß man, dass wir keinerlei Möglichkeit einer Unterstützung haben. Unser beider Eltern sind entweder gebrechlich, oder viel zu weit weg.
Trotz allem waren wir bisher recht stark, arbeiteten im Team. aber es schleichte sich was ein.
Da ich die ganzen technischen und schweren Arbeiten mache, sind die Kids fast immer nur bei Mama. Vor allem da meine Frau zb Turntrainerin ist, und die Sie mit den Kids auch ein gemeinsames Hobby haben, bin ich auch daher eher raus, und komm da auch nicht mehr an die Kids ran.
Natürlich schlug ich vor, 1-2 Nachmittage/Woche mit den Kids was zu machen. ABER das behagt der Frau auch nicht so recht, denn dann würde ja deren Hobby beschnitten
Leider habe ich andauernd das Gefühl trotzdem an allem Schuld zu sein. Meine Frau meckert am Haus, was ich mache ist nie recht und wenn sie es sinnvoll erachtet, ja grade das mindeste, ihr ist alles zuviel, im Job sind alle doof
Ich fühl mich unverstanden und ausgenutzt.
Schon so oft wollte ich meiner Frau mehr freie Zeit verschaffen. Helfe im Alltag wos geht, übernehme wann immer sie mich braucht oder bot auch schon ganze freie Nachmittage an. Nur leider tickt meine Frau anders. Die freie Zeit muß sie zwanghaft "nutzen", da sie Ordnung braucht (aber merkwürdigerweise immer mehr UNordnung schafft).
Obendrauf kommen noch diese übertriebenen und völlig unnützen Streitereien.
Zb seit aus dem Urlaub zurück ist nur noch deren Hobby das Thema. Und schon die zweite Woche an dem jeden Abend was zu tun ist. und jetzt soll ich wieder was tun wg dem Hobby, Wie gesagt bin ich völlig durch, und irgendwann platzte auch mir mal der Kragen mit den Worten "euer sch. Hobby".
Und seitdem ist sie richtig Sauer. Egal dass ich vorgestern erst bei dem Hobby geholfen hab, egal dass ich bisher zig mal mit ihrem Hund zur Klink bin, und mich an den Kosten beteilige, usw.
Natürlich müssen wir was ändern, natürlich wächst uns der Alltag über den Kopf.
Ich habe zb Hobbys die ich jederzeit liegen lassen kann - und das tu ich ja seit 1-2Jahren (Überfordrung,leider), sie aber eben nicht, hält verbissen dran fest und irgendwie kam bisher immer noch was dazu - obwohl alles eher schlampig und notdürftig läuft (nur meine Meinung).
Was mir hierbei auffällt, ich versuche zumindest meiner Frau zu helfen, dass es ihr besser geht. Nur von meiner Frau kann ich sowas überhaupt nicht erkennen. Vielmehr fühle ich mich ständig unter Druck ihrem hohen Stresslevel nachzukommen. Alles darunter wird ja als Faul betitelt. Dank erwarte ich schon lange nicht mehr, denn was ich tu ist ja das Mindeste.
Sie ist nur noch mit mir zusammen weils für sie bequem ist, finanziell und unterstützend? Mag sein. Sicher auch weil sie immer das Beste für die Kids will, und den Papa nehmen wäre ja schlimm. Kann auch sein ich sehe es zu düster gerade. Aber solch Rückschlüsse kann man pragmatisch schon ziehen aus dem Verhalten.
Was wenn ich mich ne Zeit lang raus nehme? Meine überforderten Frau auch noch in den vielen Aufgaben sitzen lasen? Na was denkt ihr wie sie das fände?
Ich erwarte von euch jetzt nicht die schnelle Lösung. Und reden ist mit ihr auch nur bedingt möglich.
Mir tats grade einfach mal gut drüber zu schreiben. Aus Zeitmangel haben wir bzw ich ja auch keine Freunde in der Nähe, zudem aufm kleinen Dorf. was ich richtig schade finde.
Weiß keiner ne Plattform wo man rein nur Freunde finden kann in der Umgebung?
Ach noch eins, wir sind ja im Internet. Ich hoffe man sieht dass ich mir wirklich mühe gebe, offen bin für Veränderung usw. Ich tat nichts blödes zumindest aus Absicht. Daher wäre es schön wenn wir nett und auf Augenhöhe kommunizieren könnten
Danke fürs zuhören.
Seid gegrüßt