desperation
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Meine Frau hatte seit Februar eine Affäre. Diese flog im Juni auf. Nach zwei Monaten und drei Paarberatungsterminen, entschied sich meine Frau dann gegen unsere Ehe und für den AM, mit dem sie nun eine Beziehung führt. Sie hat sich also im August von mir getrennt. Ich habe diese Trennung nicht verkraftet und war daraufhin vier Wochen lang stationär in einer psychiatrischen Klinik. Mittlerweile geht es mir zwar ein wenig besser, aber die Gesamtsituation belastet mich noch sehr. Ich leide immernoch unter großem Liebeskummer und starker Eifersucht. Nach meiner Entlassung aus der Klinik, bin ich wieder in unser Haus zurückgekehrt, in dem wir nun also aktuell zu viert wohnen. Ich und meine Frau schlafen getrennt, abwechselnd im Ehebett und auf der Wohnzimmercouch. Das Verhältnis zwischen uns beiden ist sehr distanziert und kalt. Wir reden kaum miteinander und wenn, dann nur über organisatorische Dinge. Allerdings auch immer nur kurz, weil die Gespräche ansonsten schnell emotional werden und dann meistens im Streit enden. Ich tue mich sehr schwer damit, meine Frau loszulassen. Ich bekomme oft mit, wenn sie ihren neuen Freund trifft, was mir immer sehr weh tut. Ich habe natürlich untersagt, dass er in unser Haus darf. Aber sie fährt fast täglich zu ihm.
Er hat sich übrigens auch getrennt, allerdings schon zu Beginn der Affäre. Er ist aus dem Haus seiner Familie (Ehefrau & zwei Kinder) ausgezogen.
Nun ist die große Frage, wie unsere neue Wohnsituation aussehen soll?
Weiterhin zu viert im Haus bleiben funktioniert natürlich nicht. Meine Frau hat den Wunsch, dass ich ausziehen soll und sie mit den Kindern im Haus wohnen bleibt. Diesem Wunsch möchte ich allerdings nicht nachkommen. Die Tatsache dass sie einen neuen Partner hat, ist schon schlimm genug für mich. Die Vorstellung, dass er auch noch hier einzieht, nachdem ich ausgezogen bin, macht mich nur noch wütender. Genau das will ich mit aller Kraft verhindern.
Meine Frau verdient besser als ich und bekommt große finanzielle Unterstützung aus ihrer Familie. Sie könnte das Haus tatsächlich auch alleine finanzieren. Ich würde das mit meinem Gehalt allerdings nicht schaffen.
Ich hatte an das Nestmodell gedacht, wo die Kinder im Haus bleiben und die Eltern sich mit der Betreuung (im Haus) abwechseln. Allerdings bräuchte man dann natürlich noch mindestens eine externe Wohnung, besser sogar zwei. Weil eine Wohnung mit meiner Frau zu teilen sicher auch nicht ideal wäre. Außerdem ist sie gegen das Nestmodell.
Ich will das Haus nicht kampflos aufgeben, aber meine finanziellen Mittel sind nur gering, wie gesagt. Das macht meine Position natürlich umso schwieriger. Und meine Frau drängt mittlerweile vehement darauf, dass ich ausziehen soll. Sie will ja schließlich in Ruhe ihr neues Leben mit ihrem neuen Partner beginnen. Anfangs war sie noch milde gestimmt, als sie noch Schuldgefühle hatte. Diese scheinen mittlerweile allerdings verflogen zu sein, so dass das ganze immer mehr in einen Kampf ausartet. Genau das wollten wir eigentlich vermeiden, damit die Kinder nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber die Fronten sind mittlerweile verhärtet.
das ist wirklich eine richtig besch....Situation und deine Ex auf einem Egotrip. Klar möchte sie, dass du gehst, damit ihr Neuer gleich einziehen kann. Aber so einfach ist dies zum Glück ja nicht. Wenn ihr beide im Grundbuch steht, kann sie dich auch nicht rauswerfen, umgekehrt natürlich auch nicht.