Kontra
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Zitat von Kronsteen:Nein, das ist bislang die erste Frau von der ich so etwas gehört habe.
Sie hat es bis heute nicht verkraftet. Das Kind wäre ohnehin eine Totgeburt und dennoch verfolgt es sie ihr halbes Leben.
Immer wieder taucht die Frage nach dem Warum, Wieso und gab es möglicherweise keine andere Option auf.
Den damaligen Männern war es anscheinend egal (?), keine Ahnung was da alles passiert ist.
Als ich es gehört habe, wurde mir an dem Abend speiübel.
Sie hat so einen tollen lieben Sohn und dann kommen immer wieder diese dunklen Wolken über sie.
Danke auch Dir Kontra für Deine Worte.
Ob sie derzeit schwanger ist, weiß sie nicht. Sie meint, dass sie nicht schwanger werden darf aufgrund des implantierten Netzes nach ihrem Leistenbruch und sie deshalb nicht noch eine Abtreibung erleben möchte.
Dann gilt erst mal abzuklären, ob sie schwanger ist. Zudem würde ich - wenn alles etwas ruhiger geworden ist - die Frage stellen, wieso sie sich dann auf den ungeschützten GV eingelassen hat; Ihr war ja die ganze Zeit klar, dass sie auf keinen Fall schwanger werden dürfte aus gegebenem Anlass. Hatte da die Idee, dass sie vielleicht einen "Anlass bräuchte" (unterbewusst), um das alte Thema aktualisieren zu können. Damit meine ich keine böse Intention von ihrer Seite aus, aber du schreibst, dass sie das seit Jahren immer und immer wieder einholt - also gibt es ja einen inneren Druck, den Verlust endlich zu bearbeiten. Da kommt die Situation mit die ja sozusagen "passend". (Ich hätte jedenfalls extrem bei der Verhütung aufgepasst, deswegen fiel mir das auf!)
Zu den "dunklen Wolken": Ich kann dir nur empfehlen, dich ein wenig in das Thema einzulesen. Das ist ungemütlich, aber ich bin immer wieder überrascht, wie wenig Männern klar ist, was da eigentlich passiert - also rein auf körperlicher Ebene schon: es ist ja ein invasiver Eingriff in den Körper, von der Seele mal ganz zu schweigen.
Und sie hat sich anscheinend ja auch nicht aus freien Stücken dazu entschieden, sondern war durch die Situation dazu gezwungen, auch das hinterlässt Spuren.
Zum Umgang mit ihr habe ich oben schon was geschrieben. Es gibt überall Beratungszentren, Beratungsstellen, offene Gruppen, Psychologen usw, diese Hilfe scheint mir bei ihr mehr als nötig zu sein. Das sind allerdings Vorschläge, die in Ruhe und vorsichtig unterbreitet werden sollten.