Kamikazeherz85
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ich mache hier noch einmal ein eigenes Thema auf, das sich mit der Frage beschäftigen soll, ob man seinen Gefühlen nach dem Verlassenwerden eigentlich trauen darf.
Damit meine ich Folgendes: Kann man nach dem Verlassenwerden zwischen echter Liebe und verletztem Ego unterscheiden?
Bei mir ist es nämlich so, dass ich während der Beziehung mit meinem Expartner selbst schon des Öfteren an Trennung gedacht hatte und mir phasenweise auch gar nicht mehr sicher war, ob es eigentlich noch Liebe oder nur noch Gewohnheit ist.
Und nun, da mein Exfreund die Trennung ausgesprochen hat (das war vor sechs Wochen), habe ich das Gefühl, die Liebe meines Lebens verloren zu haben. Plötzlich strahlen mein Ex und unsere Beziehung in den hellsten Farben, ich sehe nur noch seine positiven Eigenschaften. Sprich: Die Liebe zu meinem Expartner kam nach dessen Trennung mit überwältigender Wucht wieder zurück und lässt mich nun völlig hilflos und am Boden zerstört zurück. So fühlt es sich zumindest an.
Oder ist es etwa gar nicht die Liebe, sondern die verletzten Gefühle, die sich hier melden? Kann es wirklich sein, dass es so einen großen Unterschied macht, ob man derjenige ist, der verlässt, oder derjenige, der verlassen wird? Also dass dieses Zurückgewiesenwerden dann als endlose Liebe fehlinterpretiert wird in all diesem Gefühlschaos?
Wie geht es euch in dieser Hinsicht? Versteht ihr, was ich meine?
Warum mich das so beschäftigt, ist die Tatsache, dass es mir wesentlich besser ginge, wenn ich wüsste, dass es "nur" mein verletztes Ego ist und dass ich nicht meine große Liebe verloren habe, wonach es sich jetzt gerade anfühlt.
Über einen Gedankenaustausch zu dieser Frage würde ich mich sehr freuen.