Zitat von paulaner:Die Sprüche, die während einer Affäre zwischen den APs fallen, oder die Sprüche, die sich Betrogene anhören müssen?
Oft unterscheiden die sich gar nicht mal so sehr. Mit der ehemaligen Geliebten meines Ex hatte ich darüber einen durchaus netten und konstruktiven Austausch (sie hatte mich kontaktiert). Unter anderen Umständen hätten wir Freundinnen werden können.
Zitat von MariaLaFleur:Es geht vermutlich darum, sein Wunschdenken und seine Vorurteile zu bestätigen. Daher setzt man sich mit den identifizierten Mustern auch ungern kritisch auseinander.
Weder Wunschdenken noch Vorurteile meinerseits, Hoffe ich

. Sondern zum Teil selbst Erlebtes oder im Umfeld (und auch hier im Forum) mitbekommen.
Mir geht es gar nicht um die Affäre an sich. Sondern um das Rumgeeiere und die Lügen desjenigen (m/w), der betrügt. Da ist auf der einen Seite der offizielle Partner, der vielleicht etwas ahnt und nachfragt und sich Sprüche anhören muss (und vielleicht auch glauben will. Meist liebt und vertraut man ja!), so dass man seinem eigenen Bauchgefühl nicht mehr traut. Man solle doch zum Psychiater gehen, da unter Verfolgungswahn leidend (mir passiert. Hab ich aber auch von anderen Betrogenen gehört). Es ist fast eine Erleichterung, zu erfahren, dass man richtig lag...
Auf der anderen Seite der Affärenpartner, der bestenfalls ebenfalls liebt und vertraut. Und sich auch oft sehr ähnliche Sprüche anhören muss: Man trennt sich selbstverständlich, weil ja nun endlich die ganz, ganz große Liebe gefunden wurde. Nur grad im Moment noch nicht: Wegen der Kinder, wegen des Hauses, der Firma, Hund, Katze, Maus...
Für mich spielt für so ein Verhalten der Zustand der Ehe überhaupt keine Rolle. Wenn sie so schlecht ist, dann trennt man sich nach meinem moralischen (jaja. Ich Moralapostel!

) Weltbild oder lässt die Hosen runter, um etwas daran zu ändern. Lügen sind kontraproduktiv, immer! Sie verletzen und waren für mich viel schlimmer als der Betrug an sich.
Versprechungen, die gemacht und nicht gehalten werden, machen mürbe und verletzen genauso. Der Affärenpartner hat nur den Vorteil, dass er um den/die Dritte/n im Bunde weiß, während der/die nur möglicherweise ahnt.
Für mich (! natürlich spreche ich nur für mich) gibt es keine Entschuldigung für so ein Verhalten, das ausschließlich dem Betrüger dient. Entweder man führt eine Affäre so diskret, dass sie nicht auffliegt und nicht mit Zusagen verbunden ist - oder man ist spätestens nach dem Auffliegen ehrlich. Vor allem zu sich selber, was ja häufig der unangenehmste Part ist.