Zitat:Hast du es mit einem Mann zu tun, der Bindung (noch) stärker vermeidet als du oder unerreichbar ist, fällst du in den Modus Verlustangst, anderenfalls bist du eher bindungsvermeidend unterwegs.
Ja, genau so.
Da bin ich generell offener, er setzt mich ja nicht unter druck oder fordert etwas von mir (was natürlich keiner tut, aber so kommt es mir in meiner Wahrnehmung vor) aber habe dann das Gefühl immer mehr Gas geben und den anderen von mir überzeugen zu müssen.
Zitat von Funkenline: Ich bin ja ein Fan von Stefanie Stahl, sowohl von ihren Büchern als auch von ihren Videos. Wenn die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema nicht weiterhilft und der Leidensdruck sehr groß ist, würde ich vielleicht auch eine Therapie anvisieren.
Stefanie Stahl kenne ich.
Habe ein Buch und einen Podcast von ihr, die Inhalte sind voll auf mich zutreffend, mit ihrer Art muss ich mich noch ein bisschen eingrooven.
Ich bin seit Ende 22 in Therapie, ursprünglich aus anderen Gründen, aber aktuell ist das Thema mit der Bindungsangst auch immer mal wieder ein Thema.
Zitat von Funkenline: Hilfreich in der Beziehungsanbahnung könnte eine längere Kennenlernphase und das frühe Einweihen des Partners sein. Darüber hinaus würde ich auf das Nähebedürfnis deines (potentiellen) Partners achten. Braucht/wünscht er sich viel Nähe, hättet ihr vermutlich keine gute Prognose.
Und genau damit tue ich mich so schwer. Es ist nicht so, dass ich keine Lust auf Treffen und gemeinsame zeit habe. Aber irgendwann merke ich, dass ich dem ganzen vielleicht nicht die oberste Priorität einräume. Muss ich vielleicht auch nicht, aber irgendwann kommt von den Männern selbstverständlich die Frage, wann man sich wieder sieht, dass es aber schon wenig ist und es stimmt ja auch.
Nur fasse ich das als Vorwurf und Kritik auf obwohl ich eigentlich selbst weiß, dass er recht hat.
Dann muss ich jedes Mal in mich rein horchen, ob mich das Stresst, wenn ich doch noch ein Treffenin der gleichen Woche versuche hin zu bekommen und oft ist es so.
Das tut mir für mich leid, weil ich gegen mein ursprüngliches Bedürfnis handel und für ihn weil ich ihm nicht das Gefühl geben möchte, dass ich ihn irgendwo in der Woche noch dazwischen schiebe.
Vom Kopf weiß ich das, es meldet sich mein schlechtes Gewissen und dann bin ich total verunsichert, was jetzt richtig ist.
Die Treffen selbst sind eigentlich fast immer schön, aber da liegt immer (bei mir) ein gewisser erwsrtungsdruck in der Luft und es fühlt sich oft nicht leicht an.
Was ich dann höchst wahrscheinlich auch ausstrahle.
In der Kennenlernphase kommt fast immer bei nahezu jedem Mann, dass man mich nicht einschätzen kann, dass ich extrem selbstbewusst und "kühl" wirke und dass man sich bei mir gar nicht vorstellen kann, dass ich kuschelnd auf dem Sofa liegen kann.
Und das ist dann der Moment, der mich wütend und enttäuscht macht.
Dass er mich nicht kennt und mir so was unterstellt, dass ich mich ärgere, dass ich so eine Ausstrahlung habe und dass ich, obwohl es mein Wunsch ist, es oft nicht auf Dauer schaffe.
Ich kann kuschelnd auf der Couch liegen. Aber ich möchte nicht den Eindruck vermitteln, dass das mit mir nie geht. Es geht schon, nur eben wohl dosiert.
Ich kann Sex haben, aber bei dem Mann zu übernachten kostet mich in der frühen Kennenlernphase echt Überwindung. Das versuche ich auch, wenn ich merke, dass der vibe zwischen uns prinzipiell gut ist, auch vorsichtig zu erklären. Dass ich länger brauche, um mich richtig zu öffnen, dass so Übernachtungen und we Trips, die weit im voraus geplant sind für mich echt ne kleine Herausforderung sind.
Und das so zu erklären finde ich richtig schlimm und schwer.
Auch wenn viele dates in meinem Leben schön waren, überwiegt diese Schwere und dieses Gefühl von Enge und erwartungsdruck, so dass ich für mich jedes Mal zu dem Ergebnis komme, dass ich es abbreche. Dass ich beziehungsunfähig bin und das der Mann jemand weniger anstrengendes Verdient hat und ich ihm die Möglichkeit mit wem anderes dazu nicht nehmen möchte.
Ich sage mir und allen anderen immer, dass dating sich leicht und locker anfühlen soll. Wenn das irgendwann nicht mehr gegeben ist, bekomme ich beklemmungen und ziehe mich mehr und mehr daraus.
Die Männer verstehen das nicht, sind sauer und enttäuscht und ich ja ebenfalls (auf mich)
Und letzten Endes sitze ich traurig zu Hause ubd fühle mich schlecht und unverstanden und Als die mega unverbindliche, komplizierte Alte