@Aline_8
Najaaaaa. Grundsätzlich finde ichs schwierig, wenn man Erklärungen von Leuten liest, die in irgendeiner Weise damit ihr Geld verdienen. Bei 170Euro die Stunde will ich schon wirklich krank sein
Fangen wir mal an:
Die Hälfte aller Menschen hat also kein sicherer Bindungsstil. Sprich, sie brauchen ihre Hilfe.
Da sie ja Expertin im Thema Bindungstheorie ist (ihre Worte), spricht es auch deutlich für sie, dass bei "vermeidender Bindungsstil" und "desorganisierter Bindungsstil" der selber Text steht.
Wer den Leuten einredet dass sie Hilfe brauchen, hat auch so viel zu tun, und kann auf solche Kleinigkeiten nicht achten.

Beim lesen habe ich so viele Punkte gesehen, die auch mich teilweise zutreffen... da hab ich gleich mal ihren Test gemacht und geschaut, was ich denn für ein Bindungstyp bin. Hier das Ergebnis:
Sicherer Bindungsstil
Deine Verteilung:
Vermeidend: 7 Punkte
Desorganisiert: 1 Punkte
Ängstlich: 3 Punkte
Sicher: 7 Punkte
7x "sicher" gegen 11 Punkte "ich bin krank", ist sicher. Easy.
Der Test ist auch so gemacht, dass man beim lesen der Frage schon genau weiß, was man antworten muss, damit man auf das gewünscht Ergebnis kommt.
Schwafel... schwafel...
Worauf ich hinaus will, ich glaube weiterhin nicht an diese Einteilung.
Sie selbst schreibt, dass die Grenzen zwischen den Typen fließend sind. Das macht doch eine Einteilung alleine schon total unnötig. Als sicherer kann ich also trotzdem Eigenschaften der anderen Typen besitzen. Und laut meinem Ergebnis, gar nicht mal so wenig. Ich hätte mich damit nicht mal selber als sicher eingestuft.
Wie kann man das also einteilen, wenn es keine richtig festen Faktoren gibt?
Laut der Beschreibung bist du auch scheinbar eher ein Ängstlicher Bindungstyp. Die parallelen laut deiner Beschreibung zum vermeidenden Stil, sehe ich nicht so ganz. Aber ist ja eh egal, die Grenzen sind fließend

. Wahrscheinlich bist du auch sicher. Mach mal den Test

Wenn ich so darüber nachdenke.... eigentlich sollte es auf Partnerbörsen auch einen Reiter für "Beziehungstyp" geben. Dann kann man wenigstens auch nach seinem passenden suchen.
Ich denke du merkst schon, dass ich mich eigentlich nur darüber lustig mache.
Ich glaube halt wirklich nicht an diese Einteilung.
Für mich ist es einfach eine "Theorie", die dazu dient, dem Großteil der Menschen einzureden, dass mit ihnen was nicht stimmt. Gefühlt ist es ja irgendwie "in", schnell mal wegen ein paar Lapalien gleich mal eine Therapie zu machen.
Die Leute die wirklich krank sind, verstehen das bestimmt, wenn ich darüber reden will, warum ich nicht den passenden Partner finde. (vorsicht, dies ist eine Hyperbel! damit soll sich niemand angegriffen fühlen!)
Ich bleibe dabei.
Laut der "Alex-ander- Therorie", geht man problemlos eine Beziehung ein, und wird glücklich, wenn man den richtigen Partner gefunden hat. Dann sind auch alle vorherigen Beziehungtypen null und nichtig.
Garantiert gibt es genügend Menschen, die wirklich aufgrund von zb Traumas, wirklich ein Problem mit Bindung haben. Und denen muss man auch helfen, gar keine Frage.
Meiner Ansicht nach, liegt das Problem dann aber nicht an dem Beziehungstyp, sondern an dem was passiert ist.
Und eine Theorie für ein Symptom aufzustellen... määääh. Ich weiß nicht.
Mich ködert man damit nicht. Aber es gibt ja genügend die daran glauben, um eine Erklärung für ihr Verhalten zu haben. Und das kann ich sogar gut verstehen. Meiner Meinung nach, bringt es einen nur nicht weiter.
Mal ehrlich, wie viele Leute kennst du, die sagten "Der/ die ist der totale Traumpartner! Ich kann mich nur nicht an ihn binden, weil ich ein "vermeidender Beziehungstyp" bin." Oder lernen unsichere Bindungstypen keine Traumpartner kennen?
Aber bei Dates die man abgesägt hat weil sie für einen nicht gut genug waren, was auch mal häufiger passieren kann, ist man dann plötzlich "krank"?!
Ich komme mit der Theorie einfach nicht auf einen Nenner. Mir sind da zu viele "Aber´s".
Noch ein Nachtrag zur "Alex-ander- Theorie".
Ich glaube, das viele Menschen viel zu sehr eine Beziehung wollen, und sich deshalb auch mit weniger zufrieden geben, als sie eigentlich wollen. Das sind dann die, die Kompromisse eine gute Idee finden oder vorschlagen "Das mans doch trotzdem versuchen kann".
Kann man. Bei einigen klappts.... bei einigen nicht.
Ich für meinen Teil möchte keine unzufriedene Beziehung führen. Ich will die ultimative süße Kirsche auf meiner Torte. Wenn da irgendwo eine Made aus einem kleinen Loch guckt, oder sogar der Teig noch geknetet werden muss... bin ich raus.
Eine Beziehung soll etwas leichtes... das Spaß macht... was mich weiter bringt... sein.
Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden. Und wenn ich deshalb Single bleiben muss, dann ist das halt so.
Nun bin ich ganz schön abgedriftet vom eigentlichen Thema....
Öhm.... ich hab schon bessere Erklärungen zum Thema "Bindungsstil" gelesen
