Zitat von Funkenline: Aber: wenn man sich sehnlichst eine Beziehung wünscht, sich dabei aber immer wieder selbst sabotiert, kann ein großer Leidensdruck entstehen. Und der kann auf Dauer krank machen - einsam, depressiv, abhängig etc.
Bindung ist nun mal ein menschliches Grundbedürfnis. Von daher kann eine Therapie schon sinnvoll sein.
Klar kann der Leidensdruck entstehen.
Ich für meinen Teil würde mich aber hinterfragen, warum wünsche ich mir denn so sehnlichst eine Beziehung.
Früher ging es mir auch so, da war es praktisch der Mittelpunkt meines Lebens. Heute sieht es ganz anders aus.
Es wäre schön wenn jemand kommt, aber ich arbeite gar nicht darauf hin.
Das Thema Partnerschaft und Dating raubt einem viel zu viel Energie, selbst wenn man nur darüber nachdenkt. Von daher lasse ich es für mich, einfach auf mich zu kommen.
Zitat von mitBauchweh: Die Bindungstheorie geht bis in die 1940er Jahre zurück. Ich habe auch schon gelesen, dass auch vergangene Beziehungen den Bindungsstil prägen bzw, ändern können, nachdem der Mensch in der heutigen Zeit weit mehr Bindungen im Erwachsenenalter eingeht als früher.
Ja, hab ich gelesen. Und von daher ist mir das ganze auch einfach zu schwammig.
Die Arten der Beziehungen ändern sich. Heute ist Exklusivität und lange Partnerschaften nicht mehr so wichtig wie früher.
Man hat mehr Auswahl durchs Onlinedating. Man muss sich halt nicht mehr so zurück nehmen, wie es vielleicht mal war.
Zitat von mitBauchweh: Absolut! Es heisst, dass die meisten Vermeider Deaktivierungsstrategien anwenden, das sogenannte Haar in der Suppe suchen, und sich dann sagen, er/sie ist es einfach nicht und fertig. Das wird vermutlich nicht ein Leben lang so bleiben und irgendwann leidet dann auch der Vermeider.
Aber wieso kann er es denn nicht auch einfach nicht sein?
Wieso muss denn unbedingt mehr dahinter stecken? Weil es Psychologen so gesagt haben?
Das man darunter leidet wenn man keinen Partner findet, sehe ich ein.
Das Problem haben aber nicht nur "bindungsgestörte".
Zitat von Aline_8: Irgendwann waren es für mich dann aber nur dates, die nicht zu Beziehungen führten, oder Situationships, f+ oder eine Affäre
Vllt ist das auch einfach für die im Moment die angenehmste Bindungsform.
Du schriebst doch, dass ein Partner für dich nicht die höchste Priorität hat. Also gibt es Dinge die für dich wichtiger sind, und um die du dich mehr kümmern möchtest. Und das ist doch auch gut so.
Der passende Partner wird schon irgendwann kommen.
Ich kann nur wieder aus meinem Leben schreiben. Beruflich läufts für mich ziemlich gut, und demnächst fange ich mit der Meisterschule an. Alleine aus diesem Grund, kann ich mir momentan keine feste Beziehung vorstellen.
Wenn ich jemanden in der Nähe der Schule kennenlernen würde, dann würde ich da auch gerne was anfangen. Aber eben nichts festes.
Ein zweiter ganz wichtiger Punkt ist meine persönliche Freiheit. Nach meiner letzten Beziehung, habe ich gemerkt wie wichtig mir die, und das regelmäßige allein sein geworden ist.
Ich kann die Beziehungsform die @Charly38 hat, daher gut nachempfinden. Das wäre auch etwas für mich.
Unter anderem, wegen des nicht zusammen wohnens.
Ich glaube aber auch, das es schwierig sein könnte, den passenden Partner zu finden, der damit einverstanden ist.