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Denkanstöße & Erfahrungen für euch nach einer Trennung

Nicoletta_2

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Hallo meine lieben Fories,

viele stecken grade im Liebeskummersumpf oder kommen nicht endgültig von dem/der Ex los. Ich habe Einiges in bestimmten Threads geschrieben und dachte mir, dass ich das Wichtigste daraus einfach mal zusammen packe, um andere hier voran zu treiben weiter zu machen oder zumindest mal ein paar Denkanstöße zu geben. Ich bin jetzt mit meinen 26 Jahren einfach mal so frech nachdem ich schon länger wieder auf dem Damm bin.

Die Trennung und die Zeit danach:
Es lässt sich ganz einfach sagen: Trennungen sind der absolute Bockmist schlechthin. Es ist schwer, es tut weh. Dabei spielt es keine Rolle, ob man 15 oder 96 Jahre alt ist.
Wir lieben jemanden, der uns nicht liebt, der nicht mehr die gleiche Intensität an Gefühlen fühlt oder der uns zutiefst geliebt hat und dann wegen etwas abgeschaltet und uns auf eine schmerzhafteste Art verletzt hat. Die Situation ist in jedem Fall die Gleiche: wir bleiben mit so viel Schmerz zurück und rufen uns immer wieder die alten Gespräche in Erinnerung. Wo hat derjenige die Abzweigung genommen? Hätten wir es verhindern können? Wir fühlen uns zurückgewiesen, als schlechte Menschen und verstehen die Welt nicht mehr.
Vielleicht gibt es jemand Neuen bei dem/der Ex, vielleicht hat derjenige sich einfach entliebt. Vielleicht ist derjenige einfach mit sich selbst nicht im Reinen, vielleicht hatte er/sie Angst vor mehr Verantwortung, vielleicht hat derjenige einfach Dinge verdreht.
Aber Fakt ist: wir akzeptieren die Situation nicht. Wir weigern uns zu glauben, dass es endgültig ist. Wir denken, dass es nur eine Phase ist, welche vorüber gehen wird. Wir werden auf die Idee kommen zu warten und einfach die Zeit abzusitzen oder besser noch: Dinge sofort ändern zu wollen. Wir feilschen, wir kommen auf die Idee demjenigen zu schreiben und ihn/sie zu überzeugen, dass all das einfach falsch ist, ein riesiger Fehler. Unsere natürliche Reaktion ist es, genau das zu tun, was wir nicht tun sollten. Wir fühlen zu viel, wo wir einmal mehr nachdenken sollten.
Wir fühlen uns zurückgewiesen, weniger Wert und an diesem Punkt nehmen wir die ganze Schuld auf uns. Wir übernehmen die komplette Verantwortung für das Scheitern der Beziehung. Wir schauen nicht objektiv auf die Ereignisse, sondern geben unseren Aktionen während der Beziehung ein viel zu großes Gewicht, Dinge werden einfach überanalysiert. In unserem Kopf entwickeln sich Ideen, wie wir uns ändern können, um leichter (wieder) von der Person geliebt zu werden. "Ich werde dünner, ich werde mehr putzen, ich werde nicht mehr so oft meckern, ich werde alles tun."
STOP! Verändert euch nicht für eine andere Person. Natürlich gibt es Dinge die wir bedauern, Dinge die wir anders machen würden, wenn wir es könnten. Das Ende der Beziehung wirft ein Licht auf eventuelle Themen oder Probleme, die wir bearbeiten müssen. Wenn überhaupt macht das nur für euch. Ändert euch nicht, nur damit der ehemalige Partner euch wieder liebt. Das ist falsch!

Wir können uns entscheiden, was wir im Anschluss der Trennung tun. Weinen, betrunken Nachrichten schreiben, denjenigen anbetteln zurückzukommen oder wir versuchen aufrecht zu stehen und es wie eine starke, unabhängige Person zu handhaben.
Am Anfang sollte man sich natürlich ganz klar Zeit für die Trauer geben. Wir sind es uns zu dem Zeitpunkt selbst schuldig, unsere Wut, unseren Schmerz, unsere Trauer und die Hoffnungslosigkeit auf jede mögliche Art rauszulassen. Wir sind es uns schuldig, alle Gefühle der ganzen Emotions-Palette zuzulassen. Sowohl Verlasser als auch Verlassene, kann der Verlust der Beziehung emotional gleichermaßen treffen.
Während manche Menschen trauern, indem sie mit ihrem Umfeld sprechen oder sich zurück ziehen, ziehen andere los und suchen sich Zuneigung bei anderen Menschen. Es ist nicht einfach, etwas so Großes hinter sich zu lassen.
Wir müssen nicht immer die Person für immer aus unserem Leben werfen. Aber grade am Anfang ist es extrem wichtig, den Kontakt abzubrechen, denn einer wird mit der Trennung auf alle Fälle verletzt und möchte zurück in das alte Leben. Diese Auflage der Beziehung ist gescheitert, also lasst sie vorbei sein.
Der Verlust eines Menschen den ihr wahrhaftig geliebt habt, ist verdammt schwer. Erlaubt es euch zu trauern und urteilt nicht über eure Gefühle. Fühlt was ihr fühlt. Weint, wenn ihr weinen müsst. Geht einfach euer Tempo. Lasst euch auch von niemandem einreden, dass es doch jetzt mal "gut sein müsste". Gebt euch die Zeit, denn sie ist wichtig, um über Dinge nachzudenken, welche in der Beziehung richtig oder falsch gelaufen sind.
Bitte haltet hier nicht an den rosaroten Traumvorstellungen der Beziehung fest. Es gab gute Zeiten, aber es wird auch definitiv schlechtere gegeben haben. Riskiert einen objektiven Blick von außen auf eure Beziehung. Keine Beziehung ist perfekt, wirklich keine. Eine Beziehung kann wunderschön sein, aber irgendwelche Kleinigkeiten werden auch euch gestört haben. Seid ehrlich mit euch.
Wünscht dem Anderen alles Gute, lasst ihn/sie seines/ihres Weges gehen. Es geht in der jetzigen Zeit nicht ums gewinnen. Weder, um denjenigen traurig zu machen, ihm erfolgreich Schuldgefühle einzupflanzen, noch um den anderen mit allen Mitteln zurückzubekommen. Man kann andere Menschen NIEMALS gewinnen, denn es ist weder ein Spiel, noch ein Kampf. Diejenigen müssen sich selbst aus freien Stücken dazu entscheiden.

Eine Wutphase kann heilend wirken, aber versucht nicht für immer auf jemanden böse zu sein, der den gemeinsamen Weg mit euch jetzt nicht mehr weiter gehen will. Es macht die Person nicht zu einem schlechten Menschen, wenn sie ausbrechen will. Natürlich kommt es hier auch auf das "wie" an. Beziehungen halten nicht immer und niemand sollte das Gefühl haben, den anderen überzeugen zu müssen, einer Liebe verpflichtet zu bleiben, wenn es ihn/sie unglücklich macht.
Spread love and make selfcare a priority. Verwöhnt euch, liebt euch. Maniküre, Pediküre, Sport, Meditation: macht einfach alles was euch gut tut und was ihr braucht, um euch besser zu fühlen. Vielleicht geht ihr auch ein Ehrenamt ein, bietet Hilfe an und verbessert so das Leben anderer Menschen ein kleines bisschen.
Füllt euer Leben mit Dingen, die euch Freude bereiten, euch glücklich machen. Wenn man nur noch wütend auf die Person ist und diese Aura auch nach außen trägt, wird man weder ein besserer Mensch, eine gute Gesellschaft, noch bringt es den ehemaligen Partner dazu es zu bereuen.

Grade in der Anfangsphase denken wir, dass die Gefühle des Kummers niemals vorüber gehen. Aber das werden sie. Ich dachte auch, dass diese Gefühle mich bis an das Ende meiner Tage begleiten werden und ich niemals wieder glücklich werden könnte. Dramatisch, ich weiß. Und doch war ich der großen Überzeugung. Im Nachhinein, kann ich die Schmerzen nicht mehr nachvollziehen. Ich weiß, dass ich gelitten habe, aber ich fühle keine Trennungsschmerzen. Es war nicht der erste Liebeskummer und vielleicht wird das auch nicht der Letzte sein. Wenn es die große Liebe, Mr./Miss Perfect, euer Gegenstück war, dann wird es eines Tages eine neue Chance auf ein gemeinsames Glück geben. Wenn beide wachsen, reflektieren und sehen, wie das Leben ohne den anderen aussieht. Vielleicht erscheint es in dem momentanen Zustand auch nur wie die große Liebe, denn wir scheinen immer noch einmal mehr zu lieben, wenn der andere beschließt, das gemeinsame Leben zu verlassen. Vielleicht bereitet uns der Weg durch das Tal der Schmerzen auch nur auf einen neuen, besseren Partner vor. Wir wissen nicht, wie das Leben spielt und was die Zukunft für uns bereit hält. Ihr könnt den aktuellen Stand der Dinge nicht aktiv beeinflussen, ihr könnt ihn nur so annehmen wie er ist und das Beste aus alldem versuchen zu machen.

Hört auf demjenigen ellenlange Texte zu schicken. Schreibt sie auf, löscht sie, verbrennt die Briefe. Grade in der Anfangszeit neigen wir dazu unbedacht alles direkt an denjenigen zu senden. Wir verlieren an Glaubwürdigkeit, wir verlieren unseren Stolz, wir wirken bedürftig. Ja, man kann Briefe und Texte versenden, wenn sie nicht aus negativen Emotionen oder aus einem Schnellschuss heraus geschrieben werden. Lasst die Dinge einige Zeit liegen und überprüft eure wahren Intentionen. Vielleicht verliert ihr ja auch nach einiger Zeit den Drang danach, demjenigen Dinge zu vermitteln.

Am wichtigsten ist, dass ihr nicht versucht, den/die Ex zurückzubekommen. Erspart euch zum jetzigen Zeitpunkt noch mehr verletzte Gefühle. Macht euch nicht verrückt, macht euch selbst nicht schlechter als ihr seid und dümpelt nicht länger in dem Trübsal als ihr es eigentlich müsst. Lasst euch nicht sofort auf etwas Neues ein, wenn ihr dazu nicht bereit seid. Und BITTE bettelt ihn/sie niemals an zurückzukommen! Ihr seid zu klug, zu stolz und zu gut dafür. Jemanden emotional zu erpressen oder bedürftig zu wirken, bringt denjenigen, wenn überhaupt nur kurzzeitig zurück. Auf lange Sicht würde es jedoch niemals gut gehen. Wenn der-/ diejenige wieder mit euch zusammen sein will, dann wird er/sie anfangen zu kämpfen, um den aktuellen Zustand zu ändern.

"Was wäre, wenn. ". Ihr denkt ihr müsst nur alles tun, um die Beziehung wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Das Problem hier: die Beziehung ist vorbei. Wenn ihr darum kämpft, jemanden zu behalten oder wieder zu bekommen, solltet ihr darüber nachdenken, den-/diejenige ernsthaft gehen zu lassen. Manchmal bringt der Expartner einen eigenen Sack voll Probleme mit. Wir können diese nicht beheben, indem wir hübscher, klüger oder emotional abhängig werden. Mit diesen Problemen muss derjenige leider alleine klarkommen.
"Was du liebst, lass frei". Sich an jemanden zu klammern und festzuhalten, ist weder wahres Glück noch wahrhaftige Liebe. Wenn wir verlassen werden, dann müssen wir die Kraft finden, den-/diejenige(n) gehen zu lassen. Und zwar vollständig. Sollte er/sie eine persönliche Krise haben oder das Gefühl, dass er/sie sich selbst finden muss, dann wird die Person das leider alleine tun wollen. Eine Beziehung wäre Ballast, der die Person daran hindert, sich hier frei zu entfalten und den Themen auf den Grund zu gehen. Und vielleicht, wenn die Krise oder das Gefühl vergangen sind, findet der-/diejenige den Weg zurück. Vielleicht aber auch nicht. Wenn der/die Ex euch wirklich liebt und euch auch über eine lange Zeit nicht vergessen kann, er/sie reflektiert und seine/ihre eigenen Fehler anerkennt, dann kommt er/sie zurück. Das wird aber nicht heute oder morgen passieren. Daher macht weiter und lasst denjenigen einfach sein.

Man mag vielleicht nicht mit der Entscheidung des anderen einverstanden sein, man mag über den-/derjenigen schimpfen, ihn/sie eine(n) Idiot(in) nennen. Aber der-/diejenige hat die Entscheidung getroffen und wir können eine erwachsene Person nicht davon abhalten, schlechte Entscheidungen zu treffen. Lasst die Person ihre schlechte Entscheidung treffen und mit den Konsequenzen leben. Es ist ihr Verlust, nicht eurer. Macht euch das bitte klar.
BITTE beachtet die Trennung nicht als scheitern eurerseits. Ihr seid nicht gescheitert. Betrauert diesen Verlust aber gebt euch nicht die Schuld an dem Ende. BEIDE Seiten haben ihre Anteile daran.

Zur emotionalen Abgrenzung - Erinnert euch:
- Erinnert euch an den/die Ex, wenn jemand danach fragt, ob ihr single oder vergeben seid. Diese Frage hätte sich einst leicht vermeiden lassen, wenn er/sie da gewesen wäre, um die Frage selbst zu beantworten. Erinnert euch daran, dass er/sie euch keine Antworten auf eure Fragen gegeben hat, geben konnte/wollte und er/sie euch nicht mal helfen wollte Antworten zu finden.
- Erinnert euch an die Person, an die ganzen Schmerzen, die sie euch zugefügt hat, wenn ihr nachts alleine im Bett geweint habt. An die Trauer und den ganzen Schmerz, die euch die Person zugefügt hat. Erinnert euch daran, dass ihr dachtet nicht mehr atmen zu können.
- Erinnert euch an die Person, wenn ihr Spaß mit Freunden habt. Denkt daran, dass sie euch so hätte fühlen lassen sollen aber stattdessen hat sie sich dazu entschieden eine fremde Person zu sein. Sie ist nur noch jemand, den ihr versucht habt kennen und lieben zu lernen.
- Erinnert euch an den/die Ex, wenn ihr Geburtstag habt. Erinnert euch daran, dass er/sie für sich entschieden hat, kein weiteres Jahr mit euch zu verbringen. Die Person hat entschieden, nicht mit euch alt werden zu wollen.
- Erinnert euch an die Person, die euch einmal versprochen hat, euch nicht zu verlassen. Erinnert euch daran, wenn ihr einsam seid. Erinnert euch an das "in guten wie in schlechten Tagen". An das Versprechen, dass diese Person gebrochen hat.
- Erinnert euch an den/die Ex, wenn ihr zu einer Hochzeit eingeladen wart und ihr dort alleine hingehen musstest, weil er/sie euch kurz vorher im Stich gelassen hat, anstatt eure Begleitung zu sein. Erinnert euch daran, dass er/sie euch davon überzeugt hatte in die gleiche Richtung gehen zu wollen, aber nun doch beschlossen hat einen anderen Weg einzuschlagen.
- Erinnert euch an die Person, wenn ihr mit jemandem herzlich lachen müsst, weil euch trotzdem jemand zu schätzen weiß und erinnert euch, dass diese eine Person es nicht getan hat.

Wartet nicht darauf, dass er/sie kapiert, dass die Trennung ein riesiger Fehler war. Ihr wollt jemanden, der euch liebt und der denkt, dass ihr das Beste seid, was ihm/ihr passieren konnte. Wir wollen niemanden, der uns nicht will.
Die Meisten die einen Neustart mit Ex oder jemand Neuem gewagt haben, sind nach der Trennung über sich hinaus gewachsen und hatten mit der alten Beziehung als solches komplett abgeschlossen. Nur weil man abschließt und loslässt heißt es nicht, dass man dem Anderen nicht noch einen Platz im Herzen lassen darf. Nur weil man neue Wege geht heißt es nicht, dass man den anderen automatisch vergisst oder keine Erinnerungen mehr an denjenigen haben darf. Manchmal müssen sich zwei Menschen voneinander entfernen, um zu spüren, dass sie sich eigentlich wollen. Manchmal müssen sich zwei Menschen trennen, um zu merken, dass sie den anderen brauchen und zusammen gehören. Manchmal müssen zwei Menschen getrennte Wege gehen, weil Ihnen mit Abstand zu den Gefühlen aufgezeigt wird, dass man so viel Besseres verdient und jetzt die Chance hat sein wahrhaftiges Glück zu finden. Manchmal braucht es einfach Abstand, um die Dinge wieder klar zu sehen.
Rafft euch auf, wartet nicht, lebt euer Leben und nutzt jeden Moment.

Bleibt stark, ihr schafft das.

08.06.2021 18:37 • x 21 #1


Shohi82


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Hallo Nicoletta_2

Deine Zeilen helfen mir gerade. Ich hänge in meinen Gedanken fest und möchte es einfach nur akzeptieren.

Ich möchte auf ihn keinen Groll hegen und ich möchte ihn auf der einen Art zurück auf der anderen Seite, möchte ich einfach nur abschließen.

Vielen Dank für Deine einfühlende Worte.

Werde ich mir jetzt mehrmals durchlesen

08.06.2021 19:17 • x 1 #2



Denkanstöße & Erfahrungen für euch nach einer Trennung

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Brokenh3art


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Herzlichen Dank für die aufbauenden und tollen Worte!
Du triffst den Nagel auf den Kopf.
Den Post würde ich sofort unterschreiben.

Stecke selbst grad in einer Einbahnstraße, ich versuche jedoch zu wenden!

Lasst euch nicht hängen, ihr seid toll so wie ihr seid! Vergesst das bitte nicht. Dicke Umarmung :*

08.06.2021 19:31 • x 3 #3


Derek868


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Naja...meines Erachtens passen ein paar Dinge nicht. Aber wenn es dir geholfen hat - gut so.

Aber speziell die *Erinnert euch an Ex* Dinge....sorry...für MICH ist das der falsche Weg. Wenn ich mich immer bewusst an den Ex erinnern soll in wichtigen Momenten dann tue ich nur eins: ihm weiterhin einen besonderen Platz im Leben einräumen. Und in Wahrheit lasse ich dann nicht los, sondern ziehe ihn mir immer wieder an.

Loslassen muss doch heißen, dass der EX einem egal wird. D.h. nicht dass einem die Zeit mit ihm egal wird. Aber die Person muss einem egal werden. Und das geht nur indem ich ihn gerade NiCHT an meinem Geburtstag in den Kopf hole...

08.06.2021 20:14 • x 3 #4


Snipes

Snipes


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Ich finde deine Ansätze wirklich gut und lese dich sowieso immer wieder sehr gerne, liebe @Nicoletta_2. Es kann sich sicherlich jeder etwas aus deinem Text rausziehen, auch wenn nicht jeder mit allem zu 100% einverstanden ist. Alles in allem ganz klasse und da Du noch so jung bist, ziehe ich gerade mal virtuell den Hut vor dir.

08.06.2021 20:33 • x 1 #5


Itsmehere


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Boah, vielen Dank an dich! Es waren genau die Zeilen, die ich gerade brauchte. Wissend haargenau um jeden einzelnen Punkt, hätte ich es so nicht präzisieren können. Du bist wie ganz viele aktive User hier ein totaler Gewinn. Danke

08.06.2021 21:24 • x 1 #6


Nicoletta_2

Nicoletta_2


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@Shohi82 , @Brokenh3art , @Snipes , @Itsmehere ich danke euch sehr und auch dir @Derek868 für deine ehrlichen Worte. Vielleicht ist der Teil mit dem "erinnert euch" für dich der falsche Weg, mag sehr gut sein aber mir hat es geholfen als nach Monaten die Rückschläge kamen. Dadurch konnte ich mich zumindest emotional wieder entfernen, weil ich dem Ganzen so einen Riegel vorgeschoben habe. Ich persönlich habe ihn dadurch nicht wirklich an mich rangezogen oder in mein Leben geholt sondern wieder den nötigen Abstand gewonnen.

Loslassen heißt für mich nicht, dass der Ex einem egal wird. Das wäre für mich strikt Gleichgültigkeit. Loslassen bedeutet für mich die Dinge einfach sein zu lassen und die Person nicht aktiv festzuhalten. Ich denke hier gehen aber die Meinungen auseinander genauso wie bei dem Thema oben.
Ich danke dir auf alle Fälle für deine Ehrlichkeit

08.06.2021 23:29 • x 3 #7


Shohi82


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.ich denke "ja genauso wollte er es" und diese Argumente sind ja nun mal Fakt

Er will es nicht mehrFakt
Er geht den Weg nicht weiter mit euch/uns/mirFaktusw

Warum sinnlos Hoffnung machen, dass sie uns vermissen?
Behindert uns das nicht im Abschließen?

Für mich ist es ein guter Weg damit fertig zu werden. Wenn der Kopf und die Gedanken es wissen, muss da nicht das Herz irgendwann hinterher kommen?

09.06.2021 10:31 • #8


Nicoletta_2

Nicoletta_2


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Zitat von Shohi82:
.ich denke "ja genauso wollte er es" und diese Argumente sind ja nun mal Fakt Er will es nicht mehrFakt Er geht den Weg nicht weiter mit ...

Es sind Fakten aber es sind Dinge die man am Anfang nicht wirklich händeln kann weil diese Gedanken so unfassbar weh tun.
Klar behindert es einen im endgültigen Abschließen aber ich denke, dass uns diese Hoffnung zumindest oftmals die ersten Wochen überleben lässt. Dadurch stehen wir zumindest kurzweilig auf weil wir hoffen, dass derjenige es bereut und wir wollen ja nicht, dass derjenige uns als Häufchen Elend sieht.
Nach und nach wird uns dann der wahre Zustand bewusst und die Hoffnung lässt stückchenweise nach. Dann kommen die nächsten Trennungsschmerzen weil wir immer mehr die Tragweite der Situation realisieren. Ich denke auch, dass wir oftmals direkt nach der Trennung gar nicht alle Schmerzen auf einmal annehmen/fühlen können. Da übernimmt dann ein Gefühl (zB. die Verlustangst) die Oberhand. Wenn dann die Wunde mit den ersten Stichen zugenäht wird, kommen die nächsten Gefühle zum Vorschein weil wir uns mit den vorherigen soweit befasst haben. Das geht so lange bis die Wunde vollständig vernäht wurde. Am Ende muss die Wunde noch ausheilen und das benötigt noch mal einige Zeit. Das sind die Zeiten in denen man vielleicht ab und zu noch Wehmut oder Trauer fühlt. Die Narbe ist verheilt aber sie schimmert noch eine Weile rosarot. Man verspürt keine Schmerzen mehr aber es wird immer noch Tage geben, wo man in Erinnerungen schwelgt oder einfach an die Person denkt. Die Narbe wird immer heller und irgendwann weiß. Man hat alles verarbeitet aber eine Narbe bleibt eben eine Narbe. Und sie macht uns zu anderen (hoffentlich besseren) Menschen.

Ich hoffe das ergibt halbwegs Sinn was ich grade schreibe

10.06.2021 17:10 • x 3 #9


Shohi82


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Ja Nicoletta_2 schön sinnbildlich beschriebenich kann nicht glauben, dass ich irgendwann wieder glücklich werden kann. Momentan verspüre ich nur wahnsinnige Schmerzen und eine Riesen Enttäuschung.

Ich hoffe so, dass ich bald wieder klar denken kann.

Vor 3 Stunden • x 1 #10


Nicoletta_2

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Zitat von Shohi82:
Ja Nicoletta_2 schön sinnbildlich beschriebenich kann nicht glauben, dass ich irgendwann wieder glücklich werden kann. Momentan verspüre ich nur ...

Wirst du aber, wenn du die ersten Themen soweit verarbeitet hast. Dann wirst du auch nicht mehr nur schwarz sehen. Irgendwann kommen die ersten Sonnenstrahlen zurück in dein Leben. Stück für Stück. Rückschläge werden vermutlich nicht ausbleiben aber die Verarbeitung einer Trennung ist ja nie gradlinig.
Es braucht einfach seine Zeit. Gib sie dir und setz dich nicht unter Druck. Dein Herz wurde gebrochen, da sind die wahnsinnigen Schmerzen und die Enttäuschung zu 100% nachvollziehbar. Würdest du nicht leiden würde ich mir eher Sorgen machen. Das wäre ein Zeichen, dass du nicht geliebt hättest.
Die Intensität der Schmerzen wird irgendwann langsam abnehmen, eine Zeit lang wird dann vermutlich ein Gefühl der Leere dein dauerhaften Begleiter. Aber irgendwann blitzt mal ein Sonnenstrahl (Glücksgefühl) durch den mit Wolken überhäuften Himmel.

Ich hätte selbst nie gedacht, dass ich irgendwann mal an dem Punkt stehe, wo ich jetzt bin. Gib die Hoffnung nicht auf, dass sich alles in irgendeiner Weise für dich richten wird

Vor 1 Stunde • x 1 #11


Shohi82


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@Nicoletta_2 Das hast du so schön geschrieben. Ich klammere mich wie verrückt an die Hoffnung!

Wenn man bedenkt, ich habe mehrere Trennung durch und müsste doch wissen, dass man wieder glücklich wird!? Gerade aber kann ich das nicht glauben, dass der Zustand irgendwann besser wird.

Ich bin heute schon Fahrrad gefahren 15 km, das blöde Gefühl war immer dabei und schwebt wie ein Dolch über einenschrecklich. Ich bin sonst witzig, lebensfroh, genieße aber nichts davon ist mehr übrig. Wie ein Miesepeter gehe ich durch die Welt, das bin ich nicht.

Ich

Vor 1 Stunde • #12


Nicoletta_2

Nicoletta_2


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@Shohi82 jede Trennung ist auf ihre eigene Weise besonders hart. Manche verarbeiten wir schnell und manche eben langsam. Ich hatte auch schon einige Trennungen und doch war es genau die letzte, die mir am meisten weh getan hat und wo ich dachte, dass ich es nicht mehr schaffe aufzustehen. Und hier bin ich, wieder mitten im Leben und mit mir selbst im Reinen.

Tief in dir weißt du, dass du wieder glücklich wirst. Dein Kopf weiß es, nur dein Herz muss anfangen das selbst wieder zu glauben. Und genau das dauert leider etwas länger. Wie schon gesagt, gib dir die Zeit die du brauchst, um alles zu verarbeiten. Momentan bist du ein eben Miesepeter, was solls. Das wird wieder vergehen. Ich wurde nach der Trennung vor anderen Menschen einfach nur eiskalt. Ich war ein Eisblock, hab alle weggestoßen und ich konnte mich da selbst nicht leiden. Du wirst wieder witzig und lebensfroh sein und dein Leben genießen. Darauf verwette ich alles was mir lieb und teuer ist. Gib nur niemals auf!

Vor 4 Minuten • #13



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