Guten Morgen liebe Leute und ein herzliches Willkommen an die Neuen,
hab mich gestern abend bei meiner Nachbarin festgequatscht und bin totmüde ins Bett
gefallen....
@Norman....und um halb 2 war ich wieder wach

ist das nicht blöd
na ja, aber sonst geht es mir gut wie schon lange nicht mehr
J-L hat mir gestern noch mal ne mail ins Büro geschrieben und sich entschuldigt, aber ich habe nicht drauf geantwortet, und ich habe absolut keine Lust mehr über die "Angelegenheit"mit ihm zu reden....
das fühlt sich total gut und klar an
ist vielleicht noch ein bisschen früh für "tiefgängige" Gedanken, aber ich habe mir überlegt, wie man diesen "Verlauf" des Kummers beschreiben könnte.
Wenn ich mein Beispiel nehme, sehe ich es so, dass sich durch alles was ich so erlebt habe im Laufe der Jahrzehnte seit meiner Kindheit, eine Art Panzer oder eine Kruste über den verschiedenen Verletzungen gebildet hat...
und unter diesem Panzer steckte irgendwie die "echte" Peper
dann habe ich angefangen den Panzer Stück für Stück abzutragen, und das dauerte natürlich einige Zeit und war zum Teil sehr schmerzhaft
aber jetzt habe ich das Gefühl wieder ICH zu sein
was ich damit sagen will ist, dass dieser Leidensweg den wir hier alle durchleben oder schon ein ganzes Stück durchlebt haben irgendwie zu uns gehört und "bearbeitet" werden muss.
und nichts und niemand kann uns diesen Schmerz abnehmen oder wegzaubern.
immer Schritt für Schritt und manchmal nur Schrittchen müssen wir uns da raus kämpfen
Jede/r auf seine Art und in seine/m Tempo.
Eigentlich wollte ich euch mit meinem "Vortrag" Mut machen, ich weiß nicht ob mir das jetzt auch gelungen ist. Wollte damit sagen, dass wir alle schon an dem Punkt waren, wo wir dachten die Welt geht unter und man könne nie wieder glücklich sein, ABER ES GEHT!

(nur leider nicht auf Knopfdruck)
wenn man sich von einem Menschen dermaßen verletzt und im Stich gelassen fühlt, mit dem man eigentlich sein weiteres Leben teilen wollte, dann tut das verdammt weh und man hat alles Recht der Welt zu jammern....
Bis man eben eine Entscheidung treffen muss ob das Leben nicht zu schade und zu kurz ist, um etwas hinterher zutrauern, dass es nicht mehr gibt... und dieser Punkt kommt bei jedem irgendwann... bei mir leider erst nach so vielen Jahren
Aber lieber spät als nie
bis nachher, ihr Lieben
