Zitat von Blümle72: mittlerweile muß ich aufpassen das es nicht zu einem Verbitterungstrauma wird.
Das kann ich gut verstehen.
Und muss dazu mal kurz von einer meiner ganz anderen, zum Glück zurückliegenden, Baustellen erzählen.
Als ich mich vor Jahren endgültig von meinem Kinderwunsch verabschieden musste, stellte ich den Sinn meines Lebens komplett in Frage. Und habe mich extrem zurückgezogen.
Irgendwann aber merkte ich, dass ich eine Wahl habe. Endweder zu verbittern, und mich fernzuhalten, um nicht immer wieder daran erinnert zu werden, was mir fehlt. Oder aber, am Leben meiner Freunde und Geschwister UND ihren Kindern aktiv teilzunehmen, und daran Freude zu haben. Ich liebe meine Nichten und Neffen von Herzen, meine Patenkinder und sie mich. Dafür bin ich so dankbar.
Für mich habe ich also festgestellt, dass ich im gewisser Weise in jeder Lebenssituation eine Wahl habe.
Es ist meine Entscheidung, die Dinge anzunehmen und eben nicht daran zu verzweifeln. Weil man sonst vielleicht aus dem Blick verliert, was darüber hinaus noch an Schönem im Leben wartet.
Das mir das aktuell selbst nicht grad so gelingt, ist natürlich nicht so erbaulich. Aber ich halte mir diese Krise von damals immer wieder vor Augen, und wie es eben ausging.
Traurig, keine Kinder zu haben, bin ich manchmal trotzdem noch. Aber das beherrscht mich nicht. Ich kann gut damit leben und messe den Sinn meines Lebens nicht daran.