tesa
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Zitat von WW-Bärchen:Desweiteren, vielleicht war er zum Zeitpunkt des einlassen´s noch kein Narzisst.
Das ist ein schwieriges Thema.
Für ein Forum und schriftliche Auseinandersetzung.
Ich wußte meine ganze Kindheit, dass da was nicht stimmt. Die Sache hat aber erst vor wenigen Jahren einen Namen bekommen. Ich glaube aber nicht, dass man von heute auf morgen Narzisst wird und ich glaube, dass viele ein Leben lang herum laufen ohne dass irgendwer was diagnostiziert.
Ich glaube auch, dass es sogar für Profis schwer ist, da irgendwas zu diagnostizieren. Ich kann nur meine Mutter als Vergleich nehmen. Sie ist sehr intelligent. Eine Meisterin im Blenden und Wahrheit verdrehen. Niemand käme auf die Idee Ihr eine psychische Krankheit zu diagnostizieren. Die Grenzen zwischen Normalität und Egoismus/narzisstischen Zügen und Krankheit sind meines Erachtens sehr fließend.
Ich habe im Laufe meines Lebens einige Männer getroffen, bei denen ich im Nachhinein sagen würde "normal war das nicht mehr".
Zitat von Femira:Also ich kann nur sagen, dass man das schon in großen Teilen umlernen kann.
Da stimm ich dir zu. Aber es ist ein sehr, sehr langer und schwerer Weg. Und vieles erkennt man viel zu spät. Ich wußte mit 20 schon, dass mein krankes Elternhaus wohl Spuren hinterlassen hat. Welcher Natur die waren habe ich erst die letzten Jahrzehnte leidvoll erfahren müssen. Für vieles was es halt im Leben so geben könnte, kamen meine Erkenntnisse zu spät.
Für andere Erfahrungen ist es aber genau richtig. Deswegen werde nicht verbittert über diesen traurigen Fakt...