Danny23703
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warum ich hier gelandet bin wissen wir wahrscheinlich alle. Auch ich möchte meine Geschichte erzählen, auch wenn diese erst begonnen hat und das "Happy End" für mich als Verlassenen noch in weiter Ferne ist.
Meine Geschichte beginnt vor ca. 4 Monaten.
Ich war mit meiner Freundin 4 Jahre in einer glücklichen Beziehung die eigentlich nur von Höhen geprägt war. Wir waren an einem Punkt unserer Beziehung angekommen, wo Hochzeit und Familie gründen keine reine Spinnerei mehr waren. Kurzgesagt: Wir hatten Pläne für die Zukunft.
Die Rahmenbedinungen waren nicht so schlecht. Liebe war da und nach dem Studium hatte ich einen festen Job gefunden. Sie war jedoch seit bereits 2 Jahren arbeitslos. Und dann kam eines Tages (Anfang 2006) der Supergau. Ich kam von der Arbeit nach Hause und Sie saß auf dem Sofa mit hängenden Kopf. Als ich Sie fragte was los Sei kam der Satz den wir wahrscheinlich alle mehr oder weniger bereits ertragen mussten: "Ich habe einen anderen kennen gelernt und ich Liebe Ihn."
Kennen gelernt hatte Sie ihn tagsüber (ich war auf Arbeit) in einem Internet-Chat. Was soll ich sagen: Er auch arbeitslos und den ganzen Tag Zeit, so wie Sie. Sie gestand mir, dass das schon eine ganze Weile so ging und Sie sich mehr zu Ihm als zu mir hingezogen fühlt.
Sie sprach von Abstand nehmen um einen klaren Kopf zu bekommen und war 2 Stunden später aus dem Haus. Das war der Anfang vom (langen) Ende.
2 Tage später (Sie war bei Freunden untergekommen) stand Sie wieder vor der Tür und meinte Sie hätte darüber nachgedacht und sich für mich entschieden. Ab diesem Zeitpunkt haben wir viel darüber geredet, wie es soweit kommen konnte.
Kurz zu den Rahmenbedingungen:
In den 4 Jahren unserer Beziehung sind wir 3x umgezogen (wegen Studium und meinem Job). Mit jedem Umzug haben wir immer mehr gemeinsame Freunde aus den Augen verloren bis wir schließlich nur noch uns hatten. Mir reichte das vorerst(ich hatte ja noch meine Arbeit). Sie hatte jedoch "nur" mich. Neue Freunde hatte Sie sich im Chat gesucht und dann halt "IHN" kennen gelernt und sich in Ihn verliebt.
In den folgenden Wochen und Monaten Ihrer "Rückkehr" haben wir viel gemeinsam unternommen um uns wieder näher zu kommen. Es war auch eine schöne Zeit in der ich guter Hoffnung war, alles Überstehen zu können und Ihr wieder vertrauen zu können. Es war wieder wie in der Anfangszeit unserer Beziehung mit den Schmetterlingen im Bauch. Jedoch blieben die Rahmenbedingungen die gleichen. Sie kümmerte sich nicht wirklich um einen neuen Job in dem Sie neue Freunde hätte finden können. Sie konnte den anderen nicht vergessen und telefonierte so oft und so lange wie es ging mit Ihm (und ich bekam alles mit). Auch ab und zu ein Treffen mit „IHM“ war nichts Außergewöhnliches. Wenn ich Sie fragte, warum Sie mich so verletzt sagte Sie, dass es nicht an mir liege sondern an Ihren Gefühlen die Sie nicht kontrollieren kann. Sie empfinde für Ihn immer noch mehr als für mich.
Dann fing Sie eines Tages wieder an von „Abstand nehmen“ zu reden. Diesmal sah das ganze jedoch so aus, dass Sie zu ihrem Neuen gefahren ist (andere Stadt). Das ging keine Woche gut, da ihr Neuer ziemlich viel Alk. trank. Wenn er getrunken hatte wurde er auch aggressiv. So stand Sie nach einer Woche wieder mit Tränen in den Augen vor der Tür und säuselte „Tut mir leid. Ich liebe dich“. Auch diesmal war ich wieder guter Hoffnung alles noch retten zu können. Außenstehende sagen jetzt sicher: „Du bist schön blöd die noch mal zurückzunehmen.“ Aber diese eine Woche war für mich die Hölle. Ich liebte sie natürlich immer noch und die Schmerzen die wir alle kennen waren unerträglich. Es machte alles keinen Sinn mehr und die Gewissheit, Sie für immer verloren zu haben bringt einen an den Rand des Wahnsinns. Aber wem erzähl ich das.
Trotzdem stand Ihr neuer nach Ihrer 2. Rückkehr immer noch zwischen uns. Es hat keine 2 Tage (!!) gedauert, da gestand Sie mir, dass Sie für mich eigentlich nur noch Freundschaft empfinde. Da ist für mich die restliche Welt zusammen gebrochen. Sie war der Mittelpunkt meines Lebens. Ich liebte Sie wie am ersten Tag, doch das letzte bischen Hoffnung war nun zerstört.
Trotzdem war ICH an diesem Tag mutig und habe die Beziehung beendet. Sie ist natürlich sofort wieder zu Ihrem Neuen zurück. Seitdem sind die Schmerzen wieder da. Ich vermisse Sie so sehr und weiß nicht wie es weitergehen soll. Sie plant jetzt Ihr neues Leben in einer anderen Stadt, mit einem anderen Mann, mit neunen Freunden. Und ich bin allein.
Ich Liebe Sie immer noch so sehr. Alles was Sie sagt (per Telefon oder wenn Sie nach und nach Ihre Sachen abholt) klingt so gleichgültig, als wenn ich Ihr egal wäre und die letzten 4 Jahre unserer Beziehung nicht existent sind. Vielleicht ließt sich die ganze Geschichte so, als wäre sie relativ Gefühlskalt. Wenn dem so wäre würde es mir vielleicht besser gehen, da ich Sie dann hassen könnte. Auch Sie hat oft geweint und mir gesagt dass es Ihr leid tut und das da noch Hoffnung wäre. Das macht die ganze Geschichte für mich jedoch nur schmerzvoller. Jetzt ist alles vorbei und keine Hoffnung mehr da.
Alles was Sie mit mir geteilt hat (Zärtlichkeit, Spaß, Vertrauen, Liebe, Wärme…) teilt Sie nun mit Ihm. Ich fühle mich so leer und ich sehe keine Hoffnung. Alles was ich tue macht keinen Sinn mehr ohne meinen Lebensmittelpunkt.
Ich weiß, das dass vergehen wird, bloß ist dies auch keine Hilfe.
Ich würde gern noch mehr erzählen, will euch aber nicht langweilen.
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