@VictoriaSiempre
Zu deiner ersten Frage. Er wollte von vorne rein, eine Beziehung ohne Verpflichtungen, also sich hin und wieder sehen, schreiben und eben Sex.... mehr nicht. Anfangs war auch alles ok so, mit der Zeit wurde es immer komischer. Eigentlich war es so abgemacht, dass wir uns keine Erklärungen etc. schulden und doch hat er sich hin und wieder erklärt, dann auch da und da mal gelogen, aber was ganz komisch war, er hat angefangen, jedes Mal zu fragen, ob ich mit meinem Mann Sex habe, oder noch jemanden anderen treffe. Wenn ich Nachrichten bekommen habe, hat er auch direkt gefragt, wer mir da schreibt, warum so viele Nachrichten etc., und nein, er hat sich nicht verliebt. Aber ich glaube sein Ego war verletzt. Zusätzlich bräuchte er eine Frau, die halt da verfügbar ist, wo er auch kann. Was bei mir nicht immer der Fall ist. Er hat es sich gewünscht, dass man auch die Nacht miteinander verbringt und hin und wieder was mit einander unternimmt. Also eine Freundschaft+ quasi, das konnte ich nicht geben. Im Juli ist es dann so ausgegangen, er war bei mir, wir hatten Sex und er wollte wissen, ob ich eine Entscheidung getroffen habe. Genau genommen, hat er mir gesagt, dass ich meinen Mann anzeigen sollte wegen den Handgreiflichkeiten. In den letzten Monaten hat er halt oft genug gesehen, dass irgendwas nicht in Ordnung war und hat mich immer darauf angesprochen. Darauf sagte ich, dass ich das nicht tun kann. Dass ich keine Entscheidung getroffen habe, wie es weiter gehen soll. Zum Zeitpunkt ist mein Mann auch oft alleine da rumgelaufen, wo er wohnt und davon hat er sich wohl zusätzlich bedroht gefühlt.
Auf jeden Fall hat er dann gesagt:
"Ich dachte, dass wir vielleicht nur freundschaftliche Verhältnisse pflegen sollen, weil ich diese Probleme nicht gebrauchen kann, aber heute so..." und ich soll das Problem lösen.
Auf meine Frage, ob er das nun zwischen uns beenden will, hat er mit einer komplett anderen Antwort geantwortet. Also komplett anderes Thema und zwar warum er mich beim Abschied nicht geküsst hat.
Zum ersten Mal seit wir uns getroffen habe, hatte ich ein sehr unschönes Gefühl. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich nach unserem Treffen immer voller Euphorie, Glück etc., dieses Mal war es anders. Ich habe wirklich tagelang überlegt, was er mit vermitteln wollte.
1) er hat überlegt, aber dann doch anders entschieden
2) er hat überlegt und an dem Tag eine Ausnahme gemacht
3) er will, dass wir nur Freunde sind und kam an dem Tag, um mir das irgendwie durch die Blume zu vermitteln
Und warum antwortet man auf die Frage dann doch nicht einfach direkt...
Die Fragen verfolgen mich seit Juli.. Noch genau 3 Wochen habe ich mein Handy an gehabt, (ist ein altes Handy von mir), in den 3 Wochen kam keine einzige Nachricht von ihm. Dann hat es mir so geschmerzt, dass ich es ausgemacht habe, um nicht jedes Mal nachschauen zu wollen, ob da was ist.
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Meinem Mann die Wahrheit zu sagen, das würde ich tatsächlich gern. Nicht weil ich schlechtes Gewissen etc. habe, sondern weil ich das einfach alles loslassen will und wie du ja sagst, das wäre ja auch die Voraussetzung. Aber ich habe große Angst, dass er dann handgreiflich wird. Ich meine, er ist handgreiflich, weil ich mit meiner Schwägerin zu lange spreche, während seiner Mutter sich scheinbar ignoriert gefühlt hat. Ich will es mir nicht ausmalen, was kommen könnte, wenn ich die Wahrheit sage.
Eine offene Ehe zu führen ist für mich keine Option und ich habe es nie gedacht, dass ich eines Tages auf der anderen Seite stehen würde und nicht die Betrogene, sondern die Betrügende bin. Ich wünsche mir einfach eine normale Beziehung, mit Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeiten etc., wo es von beiden Seiten alles kommt.
In der Ehe hält mich glaube ich noch:
Mitleid zu meinem Mann
Gewohnheit
Erinnerungen an schöne Erlebnisse zu zweit
und Angst, vielleicht von dem Single-Leben, vielleicht dass ich dann keinen vernünftigen Mann finde, der Familie gründen will.