Zitat von LadyChanel: Unlängst kamen sie wieder auf das Thema zu sprechen und sie wollte wissen wie es aussieht. Seit Ende des Jahres ist sie getrennt, ob die Tochter (5 Jahre alt) mitkommen soll, ist noch offen.
Mein Partner überlegt nun, ob er fahren soll, da er ja mit mir zusammen ist.
Die ursprüngliche "Überlegung" liegt über sechs Monate zurück und mittlerweile kommt hinzu, daß er bald ihr Vorgesetzter wird.
Jeder Profi in Sachen Beruf und Partnerschaft hätte da
aus dem Bauch heraus sofort sowas gesagt wie
"Du, daraus wird leider nichts mehr. Inzwischen bin ich fest gebunden und verreise daher nur noch mit meiner Partnerin. Wir arbeiten beide soviel. Das ist Prime time. Die brauchen wir unbedingt für uns. Das verstehst Du doch sicher, gell?"Würde jeder dezente Mensch auch anstandslos hinnehmen (bzw. hätte gar nicht erst nachgefragt, wenn er um die neuen Lebensumstände weiß).
Ja was denn sonst? Zitat von LadyChanel: nur weil ich gerade nicht fahren kann, ist das kein Freifahrtschein für ihn.
Hat er mehr Urlaub im Jahr als Du? Oder ginge dieser Trip etwa von
Eurer Prime time runter?
Zitat von LadyChanel: Ich habe von Anfang an klar kommuniziert, dass ich keine Kinder will.
Zitat von LadyChanel: Neulich verwirrte er mich allerdings mit dem Satz: Naja, wer weiß was morgen oder in drei Jahren ist und sein "Wunschkind" sollte genauso wie die Tochter von Madame sein
Auf mich wirkt es, als nehme er Dich überhaupt nicht ernst. Dazu passt auch seine Reaktion hier, als Du ihn neulich endlich zur Rede gestellt hast:
Zitat von LadyChanel: Ich habe das Thema angesprochen, dass es nicht darum geht, dass ich mir blöd vorkomme, sondern dass ich nie auf diese Idee kommen würde, jegliche Distanz im Job flöten geht und ich den Eindruck habe er will das Familienleben testen.
Daraufhin warf er mir vor, dass es egal ist, was er privat macht und er ist ja versprochen hat und die hält er normalerweise ein.
Nochmal: Zu Beginn Eurer Beziehung hatte er das angeblich "mal überlegt". Wann und wie wurde daraus ein handfestes Versprechen? Wäre es eins gewesen, hätte die Frau wohl kaum gefragt, wie es nun ausschaut, oder?
Und um ihre Tochter geht es wohl auch weniger dabei. Immerhin stand deren Beisein doch selbst bei dieser Nachfrage noch immer nicht fest?
Der Gipfel war dann dieser Spruch hier:
Zitat von LadyChanel: er wollte ja immer Kinder, aber es war ihm immerhin nicht vergönnt
Die Nummer mit dem sterbenden Schwan kann er sich schenken. Er hatte 40 Jahre Zeit und sicher auch Gelegenheit dazu. Wenn ihm solange alles andere wichtiger war dann ist das ok - aber von "nicht vergönnt" zu faseln, ist nur noch lächerlich.
Abgesehen davon ist es sein Problem, wenn er sich mit 40 zu alt für Kinder fühlt und für eine Partnerin entscheidet, die erklärtermaßen keine will, auch da braucht er sich nicht auf die Macht des Schicksals zu berufen.
Irgendwas stimmt an dieser ganzen Geschichte nicht. Es entsteht der Eindruck, daß er sehr viel länger und besser mit der anderen Frau bekannt ist als er anfangs durchblicken ließ. Das scheint keine Bekannte, sondern eine enge Freundin zu sein. Ansonsten nähme er den Kontakt nicht so ernst und verhielte sich auch Dir gegenüber nicht so frech.
Er wäre auch nicht der erste Mann der gern die Puppen um sich rumtanzen lässt - wobei es mich hier allerdings ganz besonders abstösst, daß er dabei auch ein angehendes Vorgesetztenverhältnis übergeht - bzw. womöglich gar für seine Bestrebungen ausnutzt.
Das passt alles so vorn und hinten nicht - auf so ein Spiel hättest Du Dich gar nicht erst einlassen sollen und spätestens jetzt ist es Zeit, sich auszuklinken. Denn das ist erst der Anfang, der wird noch mehr Grenzen überschreiten, sobald er Dich in dieser Sache hier weichgekocht hat.