Lieber Peter L...
In meinem Fall ist es ähnlich wie bei dir, es war ein schleichender Prozeß, für meine Frau waren immer andere Sachen wichtiger als unsere Beziehung. Sie war mit der Situation so zufrieden wie es war, Hauptsache ich habe immer schön mitgespielt.
Sie hat mich und meine Person, meine Bedürfnisse einfach nicht wahr genommen und war sich mir immer sicher.
Wenn ich mit ihr über unsere Defizite in der Beziehung gesprochen habe, hat sie anfangs versucht etwas zu ändern, aber irgendwann bin ich dann jedes Mal wieder irgendwo untergegangen. Mich als Mann hat sie gar nicht mehr gesehen.
Es ging mir auch nicht extrem schlecht mit ihr, aber die Liebe ist halt dabei auf der Strecke geblieben.
Ich bin daher jetzt auch unsicher ob ihr Verhalten momentan von längerer Dauer ist.
Eigentlich müsste ihr das alles doch gezeigt haben " Hey, der meint das wirklich ernst. Wenn ich jetzt nicht das Ruder rum reiße, ist er irgendwann ganz weg."
Oder aber sie wiegt sich in Sicherheit und weiß, daß ich gar nicht von zu Hause weg kann. Ich wollte ja ausbrechen aber mir sind die Hände gebunden. Ich kann nicht leben ohne meine Kinder.
Nichts destotrotz denke ich noch immer jeden Tag, jede Stunde, an meine große Liebe die ich so vor vollendete Tatsachen stellen musste. Mit ihr war das Leben so leicht, man wurde bedingungslos geliebt und war voller Pläne.
Ich muß zugeben, ich war es immer der alles wollte, und ihr immer versprochen hat, es würde alles gut werden und sie solle sich keine Sorgen machen. Wir waren so voller Pläne weil ganz klar war, daß wir einfach zusammen gehören. Mit ihr hätte ich mir alles, wirklich alles vorstellen können.
Und dann mußte ich ihr so weh tun...
Ich habe ihr den Boden unter den Füßen weggezogen auf dem sie glaubte, felsenfest zu stehen.
Ich leide momentan gerade fürchterlich daß ich der Frau die ich über alles liebe, so unendlich weh tun mußte
