Mona_Mango
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Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, davon 6 verheiratet, zwei Kinder.
Vor 4 Monaten war meine Schwägerin bei uns zu Besuch. Mein Sohn, damals 8 Monate alt, hatte ich für den Mittagsschlaf hingelegt. Es dauerte etwas, aber schließlich schlief er dann doch irgendwann ein. Ich wollte dann zu meiner Schwägerin und meinem Mann in die Küche gehen. Vor der Tür hielt ich dann inne weil ich hören konnte, dass er über uns sprach. Die Tür war geschlossen. Ich versuchte ehrlich gesagt daraufhin zu lauschen, konnte aber nicht wirklich etwas verstehen, weil die großen Kinder im Wohnzimmer spielten. Ich konnte nur an seiner Art zu reden hören, dass hier gerade mächtig was passiert und dass ich wohl eh nie die Richtige für ihn gewesen wäre. Das war so das Einzige was ich wirklich verstehen konnte.Ich stürmte dann alsbald in die Küche verlangte von meiner Schwägerin dass sie ihren Besuch bei uns bitte beenden solle und bat dann meinen Mann darum, mich doch bitte ebenfalls in Kenntnis zu setzen.
Er fragte mich wie ich unsere Beziehung zur Zeit sehe etc.
Es lief zu dem Zeitpunkt nicht rund. Unser Sohn verlangte uns viel ab, generell eben das Familienleben, die Arbeit, der Haushalt usw. Eben der normale Alltag. Wir hatten uns allerdings als Paar total vergessen. wie so viele.
Wir unterhielten uns eine Weile und dann rückte er mit der Wahrheit raus. Dass er vor 2 Monaten auf seiner Dienstreise eine Frau kennengelernt hatte und auch die beiden Nächte dort mit ihr verbracht hatte. Sie haben sich beruflich schon vor drei Jahren kennengelernt und er fand sie wohl schon immer sehr attraktiv. Sie haben dort auf Dienstreise, dadurch, dass sie sich kannten die Veranstaltungsabende miteinander verbracht. Alk. war wohl auch im Spiel, aber das enthemmt eben nur etwas. Ich finde es irgendwie halt auch schlimm, dass es eben nicht nur ein ONS an dem Abend war, sondern sie gleich auch noch die nächste Nacht miteinander verbracht haben. Völlig ohne Skrupel und schlechtes Gewissen. Sie sind dann auch zusammen 6 Std. wieder zurück gefahren und haben sich auch die Woche danach täglich gesehen. Ein sehr herber Schlag. Für sie konnte er sich frei nehmen und Zeit freischaufeln. Wenn ich das mal gewünscht hatte ging das nie.
Es entwickelte sich eine Affäre.
Mein Mann hat mich/ uns an dem Abend noch verlassen. Er sagte er hätte die Möglichkeit woanders bei Freunden von uns unterzukommen und ich wollte auch dass er geht. Ich konnte ihn nicht 1 Minute länger ertragen.
Er fuhr natürlich zu ihr!
Die Woche danach sahen wir uns nicht. Unserer Großen erzählte ich, dass ihr Papa auf Dienstreise sei und sie telefonierten täglich. Das Wochenende danach hatten wir nochmal eine Aussprache. Er blockte mich eiskalt ab. Gab keinerlei Anzeichen, dass für ihn noch irgendeine Möglichkeit bestand, dass es für uns noch eine Chance gäbe. Er wollte unbedingt die neue Frau.
Was das finanzielle und die Wohnung, Hausstand etc. anging, wollte er nichts behalten und sagte es solle uns weiterhin gut gehen und das er alles dafür tun würde. Ich ihm dennoch viel bedeuten würde.
Es vergingen zwei weitere Wochen. Der Kontakt war sehr spärlich. Ich strebte ihn aber auch nicht an. Das verbot mir schon allein mein Stolz. Ich würde ihm nicht hinterherlaufen! Ich litt unfassbar schrecklich.
Unsere Tochter sollte nun zwei Wochen später ihre groß geplante Geburtstagsparty feiern. Ich hatte alles allein schon Wochen vorher vorbereitet. Ursprünglich wollte er sich an dem Tag um den Kleinen kümmern, damit ich mich um die Mädelstruppe kümmern kann. Da er aber überhaupt nicht auf Nachrichten etc. antwortete oder eben nur sehr spärlich, sagte ich ihm dass ich mich für die Party um andere Unterstützung kümmern würde. Da kam dann plötzlich eine Nachricht, dass er doch unbedingt an dem Geburtstag teilhaben möchte und er mir nur schwer unter die Augen treten könne, weil er wüsste was er mir angetan hätte und es ihm furchtbar leid tun würde. Ich es nicht verdient hätte und er sich schämt. Ich spielte darauf hin die Großzügige und er durfte kommen. Es fiel mir allerdings sehr schwer ihn um mich zu haben. aber meine Tochter war natürlich glücklich und nur das zählte ja in diesem Augenblick.
Zwei Tage später schrieb er mir, er würde wohl doch noch mehr für mich empfinden, als er dachte und wahrhaben wollte und das er seine Affäre den Tag zuvor beendet hätte.
Ich bat ihn darauf hin um eine weitere Aussprache.
Ende vom Lied: Er wollte mich wieder zurück.
Das Vertrauen war natürlich futsch und es wurde auch nicht besser, da in weiteren Gesprächen die folgten sich herauskristallisierte, dass er sie eben fast täglich gesehen hatte, erzählt hatte er anfangs natürlich, dass es nur wenige Male waren etc. Außerdem erzählte er mir, dass er seine Affäre beendet hatte, weil sie an dem Tag der Geburtstagsparty mit einem anderen rumgeknutscht hatte und dass das Fass bei ihm zu überlaufen brachte. Es gab wohl schon so einiges was ihn gestört hätte und an dem Tag der Feier wäre ihm wohl bewusst geworden, dass da doch noch viel an Gefühlen für mich da ist. Aber dass er sich nicht aktiv für mich von ihr getrennt hat, schafft natürlich nicht besonders viel Vertrauen und macht mich immer noch sehr skeptisch. Es wäre aber beides quasi parallel gelaufen, dass er gemerkt hat, dass er mich noch liebt und sie dann wohl doch nicht das Wahre war.
Gut. kann sein, kann man glauben. muss man aber nicht. Das ist das dumme wenn das Vertrauen erst einmal weg ist!
Wir wollen es versuchen. Beide. Wir waren jetzt über zwei Monate räumlich getrennt, wir reden miteinander, welches eines unserer größten Probleme war. Haben wir nie getan. Er möchte natürlich alles so schnell wie möglich aus seinem kopf haben. Er wünscht sich dass das alles nie passiert wäre, das er stärker gewesen wäre und ich zitiere er nicht nur mit seinem *beep* gedacht hätte. aber ob wir zu den Paaren gehören die das schaffen, bzw. vielleicht daran sogar wachsen. ich weiß es nicht. Der Verrat ist halt da und er hat alles sooo leichtfertig und quasi sofort für sie hingeworfen. Ich bin und bleibe misstrauisch auch wenn ich weiß, dass man gegen Schmetterlinge kaum etwas machen kann und Gefühle nun einmal passieren. Es entschuldigt und rechtfertigt es nicht. Er hätte anders damit umgehen müssen.
Ich muss allerdings sagen, dass er sehr reumütig ist. Er ist aufmerksam, bringt Blumen und anderes mit, hört wirklich zu und setzt es auch schnell um, kümmert sich richtig gut um die Kinder, hat endlich eine Beziehung zu unserem Sohn aufgebaut. Ich habe schon das Gefühl, dass er ganz bei mir ist. Aber die Zweifel, ob es wirklich wegen mir oder nicht doch auch seine Verlustangst ist, die Angst eben alles zu verlieren ist, die ihn hier hält?!? Es ist so verdammt schwierig. Dazu kommt natürlich immer wieder das Kopfkino und alles was dazu gehört.
Ich versuche daran zu glauben, dass es unser Weckruf war. Wäre da nur nicht meine verletzte Seele.
Danke! und entschuldigt bitte den langen Text!