Ampelmännchen
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Kennt ihr das?
Es ist einfach furchtbar. Vor drei Monaten bin ich nun von ihr verlassen worden und seit einigen Wochen sage ich mir täglich wie sehr sie mich mit ihrem Misstrauen vom ersten Tag an und ihren ganzen falschen Unterstellungen verletzt hat.
Von Beginn an wurde mir unterstellt, ich wäre nur halbherzig mit ihr aus Einsamkeit zusammen. Hauptsache es würde einigermaßen passen.
Warum auch immer.
Das war der Grundstein, dass fast alles was von mir thematisiert wurde, dass meine Schlafprobleme, dass mein distanziertes Verhalten ihr gegenüber nachdem ich völlig aufgelöst zum ersten Mal auf dem Friedhof meines Vaters war, in ihren Augen darauf hindeutete dass ich es nicht ernst mit ihr meinte.
Ständig wurde ich falsch verstanden weil von Beginn an kein Vertrauen da war.
Ich habe keine weiße Weste. Hab in zwei Beziehungen mit ein und derselben Frau geknutscht. Beim ersten Mal nüchtern, habe ein Angebot auf mehr abgelehnt und habs verschwiegen. Flog aber auf. Männer und ihre Dummheit halt.
Beim zweiten Mal stockbesoffen und als ich es bemerkte, wies ich die Dämonin von mir und bin gegangen und habe es meiner Partnerin (Alleinerziehende mit zwei Kindern) gebeichtet.
Nachdem die Beziehung zwei Jahre später zu Bruch ging, habe ich mir die Dämonin vorgeknöpft und sprang mit ihr zweimal in die Kiste. Ernüchterung. Thema für mich durch.
All das habe ich meiner letzten Ex (Alleinerziehende mit drei Kindern) im Verlauf unserer Beziehung erzählt. Doof. Ich weiß. Aber Offenheit und Ehrlichkeit stehen mittlerweile ganz oben bei mir im Kurs.
Bei ihr blieb das sicher haften, auch wenn sie meinte, dass ich eigentlich nix schlimmes gemacht hätte
wenn sie keine Kinder hätte.
Väter hätten aber auch viel schlimmeres abgezogen und wie ich das am Ende mit der Dämonin geklärt hätte, so hätte sie es mir auch empfohlen.
Aber schlimmer:
Eigenschaften die mich als Mensch ausmachen wurden nicht gesehen oder es wurde mir Anpassung unterstellt indem ich Familie leben wollte um nicht alleine zu sein.
Ich liebe Familienleben und verbringe gerne Zeit mit Kindern!
Meine Hilfsbereitschaft mit Haushaltesgegenständen wurde als "Einnisten" gedeutet, Tatsachen teilweise verdreht. Hauptsache ich schnitt immer schlechter bei ihr ab weil sie sich nur unsicher meinetwegen war und sie nach ihrer Scheidung und dem Umzug mit drei Kindern 200 km weit weg sich erst einmal erden und die Kinder integrieren müsste. Kompromisse meinetwegen konnte sie der Kinder wegen nicht eingehen.
Hat ihre Gefühle mir gegenüber bis zum letzten Tag nie hinterfragt und konnte von einem Tag auf den anderen nicht mehr sagen was sie empfindet und erbat sich Bedenkzeit. Nach vier Tagen war klar, sie konnte nicht mehr weil sie nicht wüsste was sie empfindet, dem Kindesvater gegenüber ein schlechtes Gewissen hätte und die vier sich Erden müssten.
Ende. Ohne Zweifel. Zehn Tage später hieß es plötzlich, sie hätte es vorerst beendet.
Hätte angefangen mich zu vermissen. Ein wenig Schreiberei und wieder ging es los, dass ich falsch verstanden wurde. Wieder machte man aus mir einen Menschen, der ich einfach nicht bin.
Ich kappte die Verbindung, schmiss sie aus WhatsApp raus was sie stinkig machte und verbal um sich haute, erklärte ihr warum ich das tat, es wurde anerkannt ohne sich zu entschuldigen (was sie nie tat).
Alle zwei Wochen wurde mir dennoch mitgeteilt, was man von mir noch an Sachen gefunden hätte. Sie wusste, dass ich davon nichts vermisse und gab ihr zum Schluss zu verstehen, dass sie sich nicht mehr melden möge. Wieder übertriebene Stinkigkeit ihrerseits.
Was sie von mir wolle, wollte ich wissen. Sie wollte mich nicht mehr in ihrem Leben und hat mich immer mehr zu einem Ar. och zerdacht. Zu einem Lügner der auf ihren Gefühlen und denen ihrer Kinder rumtrampeln würde, sich in eine Familie einnisten würde und abdampft wenn es zu viel wird. Dem Kinder eine Last seien.
Sie halte mich menschlich nicht für ein Ar. och und hätte das nie gesagt. Sie schätze mich als Mensch sehr und möchte mich als Freund in ihrem Leben haben und dass es sie sehr verletze wenn ich mich von ihr einfach abwenden würde.
Was aus uns mal wird und was das sein wird, wisse ich nicht, war meine Antwort. Ich sei zutiefst verletzt wegen dem was sie aus mir gemacht hat und bräuchte Zeit.
Zwei Wochen später erfahre ich zufällig: sie hat einen Neuen. Nach zwei Monaten.
Ich komme mir verar. t vor. Wie eine Hintertür. Eine Starthilfe von dem man nicht wirklich was ernstes wollte. Weil kein Vertrauen da war. Eine richtige Chance hatte ich damit nie. Sämtliche evtl mal bei ihr dagewesene Gefühle hat sie sich größtenteils kaputt gedacht. Ich habe mit draufgehauen, keine Frage.
Ich stelle mich nicht als Opfer hier hin. Beim Trennungsgespräch meinte sie zu mir, ich wäre perfekt gewesen, hätte gekämpft, alles richtig gemacht und an mir gearbeitet. Mich träfe keine Schuld.
Das war Quatsch und das sagte ich ihr auch. Es gehören immer zwei dazu und so leicht würde ich mir das auch nicht machen. Das wäre ihr gegenüber nicht fair.
Ich mag heute nicht ausschließen, dass sie mir keinen reinwürgen wollte um leichter durch die Trennung kommen zu können. Was weiß ich.
Wir kennen uns von klein auf. 40 Jahre. Mit 15 zog sie fort und ist nach 25 Jahren, in denen wir kaum Kontakt hatten, vermutlich einer Nostalgie gefolgt (ihre Worte irgendwann am Ende) weil sie in Jugendjahren schwer verknallt war in mich und ich, nach ihrem Wegzug früher, in ihrem Kopf angeblich immer präsent war. Egal welchen Beziehungsstatus sie hatte.
Das mit dem "ständig im Kopf" hat sie mich früh wissen lassen und ich habe mich wahnsinnig unter Druck gesetzt deswegen nun abliefern zu müssen und einiges dabei auch versiebt. Kein Ding.
Es macht keinen Sinn, das weiß ich wohl, aber mir brennt so dermaßen unter den Nägeln ihr zu schreiben, dass ich ihr keinen Platz mehr geben mag in meinem Leben. Sie hat mir nie vertraut und kann mich als Mensch nicht schätzen weil sie Eigenschaften von mir nie sehen wollte oder mir miese Anpassung unterstellt hat.
Ich bin immer noch so dermaßen verletzt deswegen, dass es eigentlich albern ist. Aber ich komme da nicht raus. Wir waren nur acht Monate zusammen und jetzt nach drei Monaten wird es langsam mal besser. Aber Leere, Schwermut, vermissen, glorifizieren überrollt mich täglich, egal wie ich mich ablenke.
Und jeden Tag die Gedanken was ich ihr um die Ohren hauen würde. Ich mach schon den Smeagol und sage mir bei aufkommenden Gedanken "verschwinde und komm nie wieder"es nützt nix und ist furchtbar dolle anstrengend.
Ihr zu Schreiben wird nichts bringen. Es wäre ihr egal. Und was macht das aus mir? Was ist der Grund ihr das mitzuteilen? Den Schmerz zu teilen? Schlechtes Gewissen zuwerfen? Verletzen?
Das macht mich nicht zu einem guten Menschen.
Ich will sie nicht zurück. Will sie nicht zum Freund. Weil ich sie will.
Weil ich trotz allem weiß was sie mir wiederum gegeben hat, was sie unbewusst aus mir rausgeholt hat.
Weil ich mich an ihr nicht sattgegessen habe.
Weil sie mich verletzt hat wie niemand zuvor.
Ich bin nicht böse, weil es für sie schon ein stimmiges Bild gegeben haben mag und weil Zorn nicht gut ist. Ich bin nur enttäuscht weil sie mir vom ersten Tag an nicht getraut hat und damit alles aussichtslos war und ich nun Dreck fresse, den ich vielleicht auch verdient habe.
Zwei Damen haben mir verziehen. Eine Dritte, die es nie betraf, nicht.
Blöd.
Tschuldigungist viel geworden.