Ich hab noch nie gehört, dass man bekommt, was man ausstrahlt. Kann mir das auch gar nicht richtig erklären, ehrlich gesagt.
Mir fiel aber während des Lesens der Beiträge hier ein, dass ich vor einiger Zeit mal jemanden erst online kennenlernte und dann offline traf. Und derjenige sagte dann zu mir, dass ich ihn mit meiner Art total verzaubert hätte und jetzt hier "voll gefrierfachmäßig und emotionslos" sei und "total selbstsicher" auftrete, was er mir sehr zum Vorwurf gemacht hat. Seiner Ansicht nach hätte ich schüchtern und zurückhaltend sein müssen, was ich übrigens zuvor, als ich ja so bezaubernd war, wir erinnern uns, auch nicht dargeboten hatte.
Wie kann man dieses erbauliche Erlebnis nun auf die hier diskutierte Redewendung, falls es wirklich eine sein sollte, beziehen?
Tatsache ist auf jeden Fall mal, dass ich sowohl on- als auch offline so war wie ich eben bin.
Der betreffende junge Mann hatte eigentlich konkrete Pläne für diesen Abend, die er mir auch zuvor angekündigt hat. Die waren so... ich sag mal "mutig", dass ich echt belustigt war und mal abwarten wollte, was er tatsächlich startet. Und dann kam da halt nur heiße Luft und sonst eigentlich gar nichts. Er ist auch sehr beleidigt abgerauscht, weil er mich als zu stark wahrgenommen hat. Er hat sich einfach nicht mehr getraut und mich danach auch noch zugebombt mit Aufforderungen, dass ich ihm sagen soll, ob ich einen Mann brauche, der mir sagt, wo's langgeht (ich hab das übrigens mehrfach verneint und wurde daraufhin immer wieder gefragt. Naja....).
Ich hab also ausgestrahlt, dass ich kontaktfreudig und offen bin und jemanden bekommen, der es sich anders überlegt hat, weil er eigentlich jemanden wollte, der schüchtern und zurückhaltend ist. O...kay.
Irgendjemand Erklärungsversuche im Sinne der Fragestellung?