Zitat von MelanieMurr:Man kann doch den Menschen nicht auf der einen Seite quälen (Liebesentzug, betrügen, demütigen, anlügen) und auf der anderen Seite versuchen ihm zu helfen und das als ein und der selbe Mensch. Doch? Und weckt das nicht immer wieder Hoffnungen in dem, der eigentlich demnächst gegangen werden wird? Ist das nicht immer wieder aufs neue grausam? Was ist daran bitte nicht im Stich lassen? Die reine körperliche Anwesenheit und Hilfe im Haus?
Möchte Mann sich so beweisen, dass er doch nicht gaaanz so schlimm ist, wenn er weiterhin pflichtbewusst den Rasen mäht, oder dergleichen;-D
Das ist mir wieder zu schwarz-weiss. Doch, man kann das alles "leisten". Man kann kommunizieren und der Respekt vor diesem Menschen kann weiterhin da sein - beiderseits. Weil eine "Liebe" erlischt und eine andere beginnt, ist man doch kein schlechter Mensch. Ich bin nicht aus niederen Beweggründen in die Affäre gegangen. Für mich war sie eine Art Rettung. Ähnlich sehe ich das hier auch.
Stell dir mal vor, du musst jahrelang deine Bedürfnisse, deine Hoffnungen und Wünsche unterordnen oder gar verwerfen, damit du einem anderen Menschen es möglich machst, dass er/sie seine Bedürfnisse, Hoffnungen und Wünsche leben kann... Meinst du nicht, dass dann irgendwann der Punkt kommt zu sagen: Hey warte mal, mich gibts auch noch?
Klar, in der pinken Glitzer-Konfettiwelt von einigen hier in diesem Forum kann man alles mit "Reden" regeln. NEIN, kann man eben nicht. Da gibt es Scham, da gibt es Verletzung, da gibt es Verantwortung und man kann eben NICHT alles mit Reden regeln und die Liebe ist nicht immer so stark, dass die einen Atomkrieg aushält. Das ist romantisierter Unfug.
Nochmals: Ich wünsche niemandem, dass er sowas mal erleben muss. Darum bin ich hier auch so aktiv. Ich kann mich sehr gut in die Lage von CeBa reinversetzen. Ich kann mir denken, was er fühlt und auch, dass er grade vor einem großen Nichts steht. Sein Leben, so wie er es kannte endet - ja, auch das von der Frau. Bei ihm kommt aber die Schuld dazu, die schmerzlich und nagend seinen Tag derzeit bestimmt. Selbstzweifel, Selbstvorwürfe... glaub mir, wir Männer leiden massiv unter solchen Dingen, zumal das Gefühl des Versagens (Alles aus dem Thema Rollenbilder/Erziehung herrührend) für einen Mann katastrophal ist.
Ich hoffe, ich konnte das nun etwas näherbringen.