@Trust_him
Uiuiuiiii
Mit den Gefühlen ist das so eine Sache und zwar keine leichte, wie wir ja hier nicht nur in diesem Thread, sondern in den verschiedenen Forenthemen unschwer konstatieren müssen, gell?
Also, man muss mit Diagnosen, zumal sie das psychische Abteil betreffen, GANZ doll vorsichtig sein. Dir ist schon klar, dass es selbst in Deutschland nur wenige Experten gibt, die Autismus einwandfrei diagnostizieren können, oder? Generell sehe ich ein großes Problem hinsichtlich psychischer Diagnostik. Nicht für umsonst wurde die Klassifikation ICD-10 von der 11 abgelöst. Das Problem ist, dass ein Gehirn nicht wie ein Computer funktioniert. Man kann (vielleicht auch zum Glück) einen Menschen nicht „auslesen“. Es ist z. B. manchmal sehr schwierig Autismus von Narzissmus zu unterscheiden. Es gibt teils sehr viele Überschneidungen in der Symptomatik. Mit anderen Störungen und Krankheiten ist das ähnlich. Und einen Menschen in eine Schublade zu stecken, nur anhand von ein paar Sätzen, ohne ihn jemals wirklich begegnet zu sein – ich möchte auch Dir nicht zu nahe treten…und deshalb werde ich für Deine gefühlsmäßig eingeordnete Einschätzung hier keine weiteren Adjektive auspacken.
Meinen Ex-AM bin ich sehr nahe gekommen, ich würde sogar anhand unserer gemeinsamen Geschichte behaupten, so nahe wie kein anderer Mensch in seinem Leben. Ich habe mich lange mit dem Thema Autismus und Narzissmus beschäftigt und nur daher habe ich mir erlaubt, eine - zugegebenermaßen nicht mit ärztlicher Expertise unterfütterten - Diagnose zu stellen.
Nun aber noch einmal zu der Differenzierung zwischen „verliebt sein“ und „lieben“.
Das was Du mit „Liebe“ bezeichnest, würde ich als eine Art „Heimatgefühl“, ein Gefühl des Angekommenseins, des Angenommenwerdens, der Sicherheit, des Wohlfühlens, der Geborgenheit in Ehe und Familie bezeichnen. Das kenne ich auch. Ist aber für mich nicht Liebe. Sorry, aber dann wird ein Begriff als Klassifikation für unterschiedliche Gefühlsebenen missbraucht und dann wird es schwammig. Wie schnell sagt man z. B.: „Ich liebe meine Kinder.“ Das ist für mich nicht korrekt. Ich würde eher sagen: „Ich habe sie sehr, sehr lieb. Lieb wie nichts anderes in meinem Leben.“ Du würdest mir doch auch zustimmen, dass Du Deine Kinder (falls Du welche hast?) anders liebst als Deinen Mann, Deine Eltern oder sehr guten Freunde?
Ich in einer meiner letzten Kommentare gesagt, dass ich Deine Ehrlichkeit und Sachlichkeit schätze.
Nun, ein „gefülltes Bankkonto“ kann jedoch auch schnell mal in die Miesen kommen. (Sorry, mir fällt jetzt keine bessere Metapher ein.)
Ich versuche Menschen immer auf Augenhöhe zu begegnen, wenn das allerdings nicht möglich ist, weil der Gesprächspartner denkt, dass er auf einer anderen Stufe der Leiter steht, dann wird es schwierig für mich. Denn nicht nur in Gefühlsdingen sehe ich mich durchaus in der Lage, zu differenzieren – so z. B. zwischen Eitelkeit versus Überheblichkeit/Abwertung/Arroganz.
Wie Du das hier:
Zitat von Trust_him: Keine Ahnung, in welchem Umfeld du lebst
Zitat von Trust_him: Ich will dir nicht zu nahe treten, aber mich beschleicht das Gefühl, mit jemandem innerhalb des autistischen Spektrums zu schreiben.
ganz persönlich einordnest, ist eine Sache der Selbstreflexion. Man(n) oder Frau kann sich gern auf den Zahn fühlen, wenn man denn möchte. Bin gern „Mundspiegel-Halter“ – mal bewusst, mal unbewusst, mal gewünscht, mal verteufelt…so ist das eben, wenn‘s „menschelt“ …