Zitat von AjnosXX: Ich habe immer gesagt, wenn er eine Affäre hätte würde ich ihn sofort verlassen.
Das habe ich auch immer gesagt. Und mein Mann wusste das. Als ich die Entscheidung jedoch zu treffen hatte, habe ich mir den Zustand unserer Ehe "angeschaut" und in mich reingehorcht, was
ich will und fühle. Meine Entscheidung, es zumindest zu versuchen und nicht sofort zu gehen, stand nach wenigen Stunden fest. Danach folgten viele, viele Gespräche, um meine Entscheidung immer wieder zu verifizieren.
Zitat von Norikasa: Das gibt mir wirklich Hoffnung das es gelingen kann nach so etwas wieder zusammen zu finden.
In meinen Augen ist zum Gelingen wichtig, dass Liebe und Leidenschaft füreinander noch irgendwo vorhanden sind. Mir ging es nie so wie manch anderem, dass ich sowas wie Ekel oder gar Scham gefühlt habe. Und kein Verstecken der eigenen Gefühle. Darüber reden ist wichtig! Ich habe in den Armen meines Mannes geweint. Wenn ich nachts von Alpträumen gequält aufwachte, war er da, um mich zu trösten. Er half mir da durch. Er löffelte die Suppe, die er mir/uns da eingebrockt hatte, mit mir gemeinsam aus. Er zeigte mir mit seinem Handeln und seinen Worten, dass wir zusammen im Boot sitzen. Er konnte sehen, wie tief er mich verletzt hatte. Und er half mir, mich wieder zusammenzusetzen.
Ich denke, dass das die Basis für eine erfolgreiche Ehe 2.0 ausmacht: Liebe, Leidenschaft, Zusammenhalt, Offenheit, sehr viel Geduld.
Nicht relevant bei meiner Entscheidung waren dagegen Geld, Kinder, Umfeld oder was man so an Rahmenbedingungen sehen könnte. Das ist für mich Orga-Kram, der bei einer solchen Herzensentscheidung keine Rolle spielen sollte.