Itzibitzi
Gast
Bin lange verheiratet. Lebendige und turbulente Ehe. turbulent eben leider auch im negativen Sinn.
Mein Mann war die Liebe meines Lebens. Dafür habe ich auch gekämpft. Es sollte nicht belanglos werden. Es sollte bis zum Ende besonders bleiben.
Es waren auch wirklich gute, volle, reiche Jahre. Aber immer auch begleitet von überflüssigen Auseinandersetzungen.
Unsere Ehe haben wir zwar auf Augenhöhe geführt, aber ich habe das Gefühl ständig um ihn herum zu oszillieren. Ich vermisse Inningkeit und Aufmerksamkeit. immer wieder schafft er es, dass ich mich gekränkt fühle. Manchmal denke ich, ich bin ihm einfach egal.
Sicher stimmt das so nicht. Aber er gibt mir eben immer das Gefühl.
In meiner Kränkung werde ich verletzend. Es kommt zu unschönen Streiteren.
Vor 2 Jahren bin ich aus dem gemeinsamen Haus aus beruflichen Gründen ausgezogen und habe selbstständig gewohnt. Die Wochenenden hat er bei mir verbracht und auch unter der Woche haben wir uns oft gesehen. Ansonsten habe ich ein freies selbstbestimmtes Leben geführt. Und es einfach verdammt genossen. Ich war selbst sehr erstaunt, weil ich gar nicht wusste, wie sehr mir das allein leben gefällt.
Auch zwischen meinem Mann und mir wurde es wieder entspannter.
Jetzt ist unser letztes Kind aus dem Familienhaus ausgezogen und mein Mann wird nun für fest zu mir ins neue Haus ziehen.
Wir werden also wieder normal zusammen leben.
Das beklemmt mich. Ich habe das Gefühl, die Schlinge zieht sich wieder zu. Ich muss meine schöne Freiheit aufgeben und zurück zu etwas, aus dem ich mich schon befreit hatte.
Ich freue mich gar nicht darauf, was mir ein sehr schlechtes Gewissen macht. Bin jetzt schon sehr gereizt meinem Mann gegenüber. Er nervt mich.
Ich will nicht in alte Verhältnisse zurück, sehe aber keinen Ausweg.
Vor einer kompletten Trennung von meinem Mann zögere ich. Die Ehe gibt mir soziale und finanzielle Sicherheit, auch wenn die Kinder erwachsen sind, will ich Ihnen die Familie nicht weg nehmen und vorallem mag ich mich nicht von dem Gedanken trennen, dass uns doch noch was verbindet.
Deshalb werde ich wohl Kompromisse eingehen müssen.
Alles etwas konfus.